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Samstag, 22. Juli 2017

Gebet zur Heiligen Maria Magdalena


Der Auferstandene erscheint Maria Magdalena (Rembrandt, 1638)

Heute feiert die Katholische Kirche das Fest der Heiligen Maria von Magdala.

Maria Magdalena, wie sie auch genannt wird, ist eine der faszinierendsten Frauengestalten der Bibel. Sie schloss sich unserem Herrn Jesus Christus als Jüngerin an, nachdem unser Heiland sie von sieben Dämonen befreit hatte, die von ihr Besitz ergriffen hatten. Maria Magdalena tat Buße für alle ihre Sünden und schloss sich in tiefer Liebe und großer Dankbarkeit der Schar der Jünger Jesu Christi an. Der Kreis der Jünger unseres geliebten Herrn Jesus Christus wär nämlich größer als die bekannten zwölf Apostel und umfasste auch Frauen, unter denen Maria Magdalena wohl die Bedeutendste war, denn die Evangelien nennen ihren Namen an erster Stelle. Maria Magdalena war eine vermögende Frau, und so sorgte sie gemeinsam mit den anderen Frauen für den Lebensunterhalt unseres Herrn.

Vergessen dürfen wir auch nicht, dass Maria Magdalena im Gegensatz zu den meisten der anderen Jünger nicht flüchtete, als unser Herr gefangen genommen wurde. So stand sie dem Heiland bei Seiner Kreuzigung und bei Seinem Sterben bei, und stand auch mit der Allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria und dem Heiligen Apostel Johannes unter dem Kreuz.

Maria Magdalena wurde auch zur ersten Botschafterin von Ostern, denn sie begegnete als erster Mensch unserem auferstandenen Herrn Jesus Christus. So berichtet der Heilige Apostel Johannes im Johannesevangelium:

Die Entdeckung des leeren Grabes
Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat. Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen dorthin, weil aber der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging aber nicht hinein. Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte, es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger, der zuerst an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte. Denn sie wussten noch nicht aus der Schrift, dass Er von den Toten auferstehen musste. Dann kehrten die Jünger wieder nach Hause zurück.
(Johannes 20,1-10)

Die Erscheinung Jesu vor Maria aus Magdala
Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten. Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat den Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin man Ihn gelegt hat. Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu Ihm: Herr, wenn Du Ihn weggebracht hast, sag mir, wohin Du Ihn gelegt hast. Dann will ich Ihn holen. Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich Ihm zu und sagte auf Hebräisch zu Ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister. Jesus sagte zu ihr: Halte Mich nicht fest; denn Ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu Meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu Meinem Vater und zu eurem Vater, zu Meinem Gott und zu eurem Gott.  Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was Er ihr gesagt hatte.
(Johannes 20,11-18)

Maria Magdalena war also als Frau die erste Person, die dem auferstandenen Herrn Jesus Christus begegnete. Sie erfuhr somit als erster Mensch die das Christentum begründende Botschaft von der Auferstehung Jesu Christi, und sie war damit auch die erste Botschafterin von der Auferstehung unseres geliebten Herrn. So wurde sie zur ersten Botschafterin von Ostern.  

Maria Magdalen ist also eine der größten und lebendigsten Beispiele der Buße für alle Sünder. Sie wurde von unserem Herrn Jesus Christus aus dem Sumpf der Sünde errettet und von sieben Dämonen befreit. Sie begegnete als erster Mensch dem auferstandenen Herrn Jesus Christus und durfte auch als erster Mensch diese rettende Botschaft an die leidende Menschheit weitertragen. Lasst uns daher nicht ob der Größe unserer eigenen Missetaten verzweifeln, sondern auf die unendliche und unergründliche Barmherzigkeit Gottes vertrauend, selbst zu Botschaftern unseres geliebten Herrn Jesus Christus werden. So lasst uns wie die Heilige Maria Magdalena zu wahren Nachfolgern unseres Herrn Jesus Christus werden und heute beten:


Heilige Maria Magdalena,
die du begnadigt wurdest von Jesus,
du, die du viel geliebt hast,
zeige uns den wahren Weg der Bekehrung
und der Reinheit des Herzens.
Aus Liebe bist du Jesus nachgefolgt,
um Ihm zu dienen:
Lehre uns,
unser Leben uneigennützig für unsere Brüder und Schwestern zu schenken.
Du befandest dich beim Kreuz Jesu mit Maria und Johannes:
Erlange uns die Gnade des Glaubens
und der Hoffnung in unseren Prüfungen.
Am Morgen von Ostern hast du von Jesus die Mission empfangen,
Seine Auferstehung Seinen Jüngern zu verkünden:
Hilf uns zu glauben,
dass das Leben stärker ist als der Tod,
dass Seine Liebe über alles triumphiert.
Heilige Maria Magdalena,
bitte für uns.
Amen.

 

Sonntag, 16. Juli 2017

Novene zur Heiligen Mutter Anna

Anna mit ihrer Tochter Maria und dem Jesuskind (Albrecht Dürer, 1519)


Am 26. Juli feiert die Katholische Kirche das Fest des Heiligen Joachim und der Heiligen Anna, die die Eltern der Allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria sind. Der Heilige Joachim und die Heilige Anna sind somit die Großeltern unseres Heilandes Jesus Christus.

Zur Vorbereitung auf dieses Fest beten viele Gläubige die Novene zur Heiligen Mutter Anna.

Man beginnt mit der Novene am 17. Juli, so dass man am 25.Juli, dem Vorabend des Festes, mit den letzten Gebeten der Novene endet. Man bete also an den neun Tagen vom 17. Juli bis zum 25. Juli  folgende Lob- und Bittgebete:



Begrüßung der Heiligen Mutter Anna

O Heilige Mutter Anna, mit deiner liebsten Tochter Maria und ihrem göttlichen Sohne Jesus Christus grüße ich dich. Ich bewundere die Größe, zu der dich Gott erhoben hat. Durch Maria danke ich dem Allerhöchsten für all die Gnaden, die Er dir erwiesen hat. Dir empfehle ich mich, sowie die Mütter und die Jugend heute und alle Tage des Lebens. Steh mir bei in allen Versuchungen und Gefahren, besonders aber in der Stunde meines Todes.

Amen.

Freu dich, o glückselige Mutter Anna, da du eine Tochter empfangen hast, welche die Mutter des Welterlösers wurde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.

Amen.

Freu dich, o glückselige Mutter Anna, Mutter der Himmelskönigin, denn aus dir ging hervor der hellglänzende Meeresstern.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
Amen.

Freu dich, o glückselige Mutter Anna, Mutter der Allerseligsten Jungfrau Maria, die als immerwährende Jungfrau zugleich Mutter unseres Erlösers ist.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
Amen.

Freu dich, o glückselige Mutter Anna, die du allein von Gott die Gnade empfangen hast, Mutter Mariens und Großmutter Jesu Christi zu sein.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
Amen.

Freu dich, o glückselige Mutter Anna, frohlocke und freue dich ohne Ende, dass du von Gott so bevorzugt worden bist. Bitte aber und flehe für mich bei Maria, deiner reinsten Tochter, der hehren Himmelskönigin.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
Amen.

O Gott, der Du gewollt hast, dass die Heilige Anna durch die Mutterschaft Mariens, der seligsten Jungfrau, Mitarbeiterin am Erlösungswerk Deines eingeborenen Sohnes sei, verleihe uns, wir bitten Dich, dass wir die Mutter Deines Sohnes und ihre Mutter, die Heilige Anna, auf Erden so verehren, dass wir in der Todesstunde uns ihrer Hilfe und ihres Beistandes erfreuen und Dich im Himmel ewig loben und preisen können, durch Christus unsern Herrn.

Amen.


Bittgebet

Gedenke, o Heilige Mutter Anna, dass noch nie gehört worden ist, dass jemand, der unter deinen Schutz geflohen, dich um Beistand angerufen und um deine Fürbitte angefleht hat, verlassen worden sei. Denn du bist eine überaus barmherzige Mutter und hilfst allen Notleidenden. Von diesem Vertrauen erfüllt, nehme ich meine Zuflucht zu dir und bitte dich:
O Mutter der Himmelskönigin und Großmutter Jesu Christi, des Welterlösers, komm mir mit deiner mächtigen Fürbitte zu Hilfe. Erflehe mir mit deiner glorreichen Tochter Maria von Gott die Gnade....(Füge hier Deine Bitte ein, liebe Leserin, lieber Leser!)

Amen.


9 Ave Maria mit Einfügung

Zu Ehren der 9 Monate, in denen du die Allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria in deinem Schoße getragen und sie ohne Makel der Erbsünde geboren hast, will ich nun 9 Ave Maria beten mit der Einfügung: Hochgepriesene Heilige Anna, durch Maria sei Gott ewig Lob und Dank für alle deine Gnaden.

Gegrüßet seist du, Maria,
voll der Gnade,
der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Hochgepriesene Heilige Anna,
durch Maria sei Gott ewig Lob und Dank für alle deine Gnaden.
Heilige Maria, Muttergottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.

Samstag, 15. Juli 2017

Beisetzung von Alt-Erzbischof Joachim Kardinal Meisner im Kölner Dom




In einem schlichten Sarg aus Eiche wurde im Anschluss an die Prozession und die Exequien der Sarg über die Vierung in Richtung Hochchor getragen, dann auf die Öffnung der Krypta abgesetzt und schließlich hinuntergelassen. Seine Eminenz Joachim Kardinal Meisner wird seine letzte Ruhestätte gegenüber dem populären Kardinal Josef Frings finden. Damit sind noch fünf Liegeplätze in der Gruft frei.

Der Budapester Kardinal Péter Erdö beim Pontifikalrequiem für Kardinal Meisner




Ein langjähriger Weggefährte hat den Kölner Kardinal Joachim Meisner bei seinem letzten Gang begleitet. Der Esztergom-Budapester Kardinal Péter Erdö hat die Predigt bei der Beisetzung des Alt-Erzbischofs am Samstag im Kölner Dom gehalten. domradio.de übertrug am Samstag die Prozession und die Exequien mit anschließender Beisetzung von Alt-Erzbischof Joachim Kardinal Meisner im Kölner Dom.

Prozession zur Hohen Domkirche




In Köln haben die Trauerfeierlichkeiten für Kardinal Joachim Meisner begonnen.
Zunächst wurde der Sarg in einer Prozession von der Kirche Sankt Gereon in die Kathedrale überführt. Der Trauerzug setzte sich an St. Gereon, wo Meisner mehrere Tage aufgebahrt war, Richtung Kölner Dom in Bewegung. An der Spitze der Prozession liefen Vertreter und Würdenträger der katholischen Kirche, darunter auch der amtierende Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki. Direkt vor dem Leichenwagen gingen Meisners letzter Sekretär Oliver Boss mit dem nach unten geneigten Bischofsstab und Meisners langjähriger Fahrer Roman Dolecki mit der Mitra. Der Wagen wurde von Maltesern, Grabesrittern, sowie Mitarbeitern der Dombauhütte begleitet. Dahinter folgten Angehörige und Freunde Meisners, sowie Vertreter aus Politik und Gesellschaft.

Verabschiedungsfeier für den Alt-Erzbischof Joachim Kardinal Meisner in der Basilika St. Gereon




In der Kölner Basilika St. Gereon haben an diesem Samstag die Feierlichkeiten zum Begräbnis Seiner Eminenz Joachim Kardinal Meisner begonnen.

Den Auftakt bildete die Verabschiedungsfeier für den Alt-Erzbischof im Gotteshaus der Pfarrgemeinde, zu dem das Erzbischöfliche Haus gehört. Der verstorbene Kölner Alt-Erzbischof wurde dort aufgebahrt. Die Gläubigen konnten am zunächst offenen und dann geschlossenen Sarg Abschied nehmen.

Kardinal Woelki feierte dort auch am Freitagabend die Totenvesper für Kardinal Meisner.