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Montag, 23. April 2018

Über die Stille

Der auferstandene Herr Jesus Christus (Sankt-Josef-Kirche in Düsseldorf)


Die Menschen dieser Welt fürchten sich vor der Stille,
weil sie sich darin einsam und leer fühlen.
Menschen mit geistlichem Leben aber schätzen die Stille,
weil sie im vertrauten Leben mit dem Dreieinigen Gott
eine neue, wunderbare Wirklichkeit entdecken,
die diese Welt nicht erkennen kann.

François Xavier Kardinal Nguyên Van Thuân,
Erzbischof von Saigon/Vietnam und Kurienkardinal, 1928 - 2002


Sonntag, 22. April 2018

God's Not Dead




Die Einsetzung der Eucharistie



Während des Mahls nahm Jesus das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach Er das Brot, reichte es den Jüngern und sagte: Nehmt und esst; das ist Mein Leib. Dann nahm Er den Kelch, sprach das Dankgebet und reichte ihn den Jüngern mit den Worten: Trinkt alle daraus; das ist Mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. 
(Matthäus 26,26 - 28)
Während des Mahls nahm Er das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach Er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist Mein Leib. Dann nahm Er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern, und sie tranken alle daraus. Und Er sagte zu ihnen: Das ist Mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.  
(Markus 14,22 - 24)
Und Er nahm Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und reichte es ihnen mit den Worten: Das ist Mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm Er nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der Neue Bund in Meinem Blut, das für euch vergossen wird.
(Lukas 22,19 - 20)
Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der Er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist Mein Leib für euch. Tut dies zu Meinem Gedächtnis! Ebenso nahm Er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in Meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu Meinem Gedächtnis! Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis Er kommt.  
 (1 Korinther 11,23 -26)

Samstag, 21. April 2018

Gott ist in der Stille

Die Kloster-, Pfarr- und Wallfahrtskirche Sankt Marien in Bochum-Stiepel
ist ein idealer Ort der Stille für Gebet und Anbetung

Unsere Zeit ist gekennzeichnet von Lärm, Hektik und Stress.

Pausenlos jagen unzählige Nachrichten, wichtige und unwichtige Informationen und Unmengen verschiedenster Bilder rund um den Globus. Die Menschen schauen wie gebannt auf ihre Smartphones, viele sind geradewegs zu sogenannten Smartphone-Zombies geworden, die gar nicht mehr ohne ihre Handys leben können. Radio, Fernsehen und vor allen Dingen das Internet fordern unsere ständige Aufmerksamkeit. Wir könnten ja etwas wichtiges verpassen.

Ein Event jagt den anderen. Ein Hype folgt dem nächsten. Sport, Shows, Musik, Comedy, Film und Kino, das Leben der sogenannten Stars und Sternchen und alles, was unsere bunte, schrille und Gott-ferne Welt sonst noch so an Zeitvertreib bietet, verhindern und vertreiben jede Besinnung und jede Innerlichkeit.

Auch der Arbeitsalltag ist immer hektischer und stressiger geworden. Ein Termin jagt den nächsten. Wir werden von E-Mails geradezu bombardiert, und wir müssen ständig erreichbar sein.

Selbst in den Kirchen finden wir keine Ruhe mehr. Sogar dort muss jetzt alles einen Eventcharakter haben, die Musik muss laut und fetzig sein, und auch die Politik hat mittlerweile Einzug in den Gottesdienst gehalten. Manche Gottesdienste ähneln eher einer Parteitagsveranstaltung als einer Begegnung mit dem Herrn.

Doch wer denkt noch an Gott? Wer hat noch Zeit für Ihn, Der uns geschaffen hat und Der uns über alle Maßen liebt? Wer findet noch die Ruhe zur Begegnung mit dem Herrn Jesus Christus im stillen Gebet oder in der anbetenden Betrachtung des Heiligsten Altarsakramentes?


Kreuz auf dem großen Wallfahrtsplatz des Klosters Stiepel

Doch Gott finden wir nicht im Lärm. Gott ist in der Stille, denn nur in der Stille begegnen wir der Göttlichen Wahrheit.

Unser Herr Jesus Christus hat dreißig Jahre Seines Lebens in der Stille gelebt. Während der drei Jahre Seines öffentlichen Wirkens hat Er Sich immer wieder in die Wüste oder an einen einsamen und stillen Ort zurückgezogen, um mit dem Vater zu sprechen und Ihm zuzuhören.

Auch wir sollten uns regelmäßig an einen stillen Ort zurückziehen, wo wir ganz alleine mit dem Herrn zusammen sind. Denn Gott finden wir nicht im Lärm. Ist es nicht so, dass der Lärm sogar immer lauter und aufdringlicher wird, weil Gott dort abwesend ist? Der Lärm dieser Welt dient hauptsächlich dazu, uns Menschen von Gott wegzuziehen.

Gott ist jedoch in der Stille. Wir finden Ihn im stillen Gebet und in der schweigsamen Anbetung des Heiligsten Altarsakramentes. Und nur in der Stille können wir Gottes leise Stimme wahrnehmen.

Unser Herr Jesus Christus wartet in der Stille auf uns. In der Stille lauscht der Herr unserem Gebet und nur in der Stille können wir vernehmen, wenn Er zu uns spricht.

Der von mir sehr geschätzte dänische Theologe und Philosoph Søren Kierkegaard (1813 - 1855) beschrieb seine Erfahrungen über das Gebet in der Stille einmal folgendermaßen:

"Als mein Gebet immer andächtiger und innerlicher wurde, da hatte ich immer weniger und weniger zu sagen. Zuletzt wurde ich ganz still. Ich wurde, was womöglich noch ein größerer Gegensatz zum Reden ist, ich wurde ein Hörer. Ich meinte erst, beten sei Reden. Ich lernte aber, dass beten nicht Schweigen ist, sondern Hören. So ist es: Beten heißt nicht, sich selbst reden hören. Beten heißt: Still werden und still sein und warten, bis der Betende Gott hört."

Begeben wir uns doch täglich in die Stille vor unserem geliebten Herrn Jesus Christus! Dort in der Stille  schenkt Er uns all die Kraft, die wir brauchen, um unseren Aufgaben gewachsen zu sein.

Hier auf diesem Blog findest Du, liebe Leserin, und Du, lieber Leser, weitere Anregungen dazu:

In der Stille lausche auf Gott

Über die Schönheit des kontemplativen Lebens

Für Dich bin ich geboren

Herzensgebet - Jesusgebet

Die Praxis des Jesusgebets

Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme Dich meiner!


Die Kloster-, Pfarr- und Wallfahrtskirche Sankt Marien in Bochum-Stiepel
an einem strahlend schönen Frühlingstag