Translate

Donnerstag, 30. Oktober 2014

"Liebe mich, so wie Du bist!"




                                            Ermutigende Worte Jesu an Dich

Ich kenne dein Elend, die Kämpfe, die Drangsale deiner Seele, die Schwächen deines Leibes. Ich weiß auch um deine Feigheit, deine Sünden und trotzdem sage ich dir: „Gib mir dein Herz, liebe mich, so wie du bist!“ Wenn du darauf wartest, ein Engel zu werden, um dich der Liebe hinzugeben, wirst du mich nie ­lieben. Wenn du auch feige bist in der Erfüllung deiner Pflichten und in der Übung der Tugenden, wenn du auch oft in jene Sünden zurückfällst, die du nicht mehr begehen möchtest – ich erlaube dir nicht, mich nicht zu lieben! Liebe mich, so wie du bist! In jedem Augenblick und in welcher Situation du dich auch befindest, im Eifer oder in der Trockenheit, in der Treue oder Untreue, liebe mich, so wie du bist! – Ich will die Liebe deines armen ­Herzens; denn wenn du wartest, bis du vollkommen bist, wirst du mich nie lieben! Könnte ich vielleicht nicht aus jedem Sandkörnchen einen Seraph machen, strahlend vor Reinheit, Edelmut und Liebe? Bin ich nicht der ­Allmächtige? Und wenn es mir gefällt, jene wunderbaren Wesen im Himmel zu belassen, um die armselige Liebe deines Herzens zu bevorzugen – bin ich nicht immer der Herr meiner Liebe? Mein Kind, lass mich dich lieben: ich will dein Herz. Sicherlich werde ich dich mit der Zeit ­umwandeln, doch heute liebe ich dich so, wie du bist und ich wünsche, dass auch du mich so liebst, wie du bist. Ich will aus den Untiefen deines Elends deine Liebe aufsteigen sehen! Ich liebe in dir auch deine Schwächen. Ich liebe die Liebe der Armen und Armseligen. Ich will, dass von den Elenden unaufhörlich der große Ruf aufsteige: „Jesus, ich liebe Dich!“ Ich will einzig und allein den Gesang deines Herzens; ich brauche nicht deine Weisheit und nicht deine Talente. Eines nur ist mir wichtig: dich mit Liebe arbeiten zu sehen!  Es sind nicht deine Tugenden, die ich wünsche. Wenn ich dir solche geben sollte – du bist so schwach, dass diese nur deine Eigenliebe nähren würden. Doch kümmere dich nicht darum. Ich hätte dich zu großen Dingen bestimmen können – nein, du wirst der unnütze Knecht sein, und ich werde dir sogar das Wenige, das du hast, nehmen, weil ich dich nur für die Liebe geschaffen habe. Heute stehe ich an der Pforte deines Herzens wie ein Bettler – ich, der König der Könige! Ich klopfe an und warte! Beeile dich, mir zu öffnen! Berufe dich nicht auf dein Elend. Wenn du deine Arm­seligkeit vollkommen kenntest, würdest du vor Schmerzen sterben. Was mein Herz verwunden würde, wäre zu sehen, dass du an mir zweifelst und es an Vertrauen zu mir fehlen lässt. Ich will, dass du auch die unbedeutendste Handlung nur aus Liebe zu mir t­ust. Ich rechne auf dich, dass du mir Freude schenkst. Kümmere dich nicht darum, dass du keine ­Tugenden besitzt – ich werde dir die meinen geben. Wenn du zu leiden haben wirst, werde ich dir die Kraft dazu geben. Wenn du mir deine ­Liebe schenkst, werde ich dir soviel geben, dass du zu lieben verstehst, weit mehr als du dir erträumen kannst. Denke jedoch daran, mich zu lieben, so wie du bist!     Was auch kommen mag, warte ja nicht darauf, heilig zu werden, um dich der Liebe hinzugeben, du würdest mich nie lieben – Und nun geh!“ 

Aus: "Ecce Mater Tua" Nr. 268

Dienstag, 28. Oktober 2014

Frömmigkeit nach der Heiligen Faustina Kowalska




1. Apostolischer Bistumskongress der Göttlichen Barmherzigkeit".
30.11.2013 | Paderborner Busdorfkirche

Dritter und letzter Vortrag. Herr Prof. Dr. Jan Machniak von der Päpstlichen Theologischen Akademie in Krakau sprach über die „Barmherzigkeit-Gottes Frömmigkeit nach der Hl. Schwester Faustina Kowalska im Kontext der Lehre vom Hl. Johannes Paul II. und Benedikt XVI.". In seiner Einführung erläuterte er, dass die Wahrheit von der Barmherzigkeit Gottes zwar im Zentrum der göttlichen Offenbarung des Alten und Neuen Testamentes steht, der Welt aber in einem besonderen geschichtlichen Moment in Erinnerung gerufen wurde. Daraufhin erläuterte er den Begriff und den Stellenwert „Privater Offenbarungen" aus der Sicht der Theologie. Im weiteren Verlauf ging er auf einige Visionen der Hl. Schwester Faustina ein, um den Zuhörern die unergründliche Barmherzigkeit Gottes, wie sie im Tagebuch der Hl. Schwester Faustina von Jesus offenbart wird, näher zu bringen. Prof. Dr. Jan Machniak erläuterte auch den Begriff der Barmherzigkeit aus theologischer Sicht (z. B. nach dem Hl. Augustinus und dem Hl. Thomas von Aquin), um daraufhin auf die Barmherzigkeit Gottes in den Lehren vom Hl. Johannes Paul II. und Benedikt XVI. einzugehen. Er ging näher auf die Enzyklika „Dives in misericordia" ein und machte deutlich, wie sich die Botschaft der Göttlichen Barmherzigkeit durch das ganze Pontifikat des sel. Johannes Pauls II. zog. So wird das deutlich z. B. durch die

Seligsprechung von Schwester Faustina, bei der die "Barmherzigkeit Gottes als ein Zeichen der Hoffnung für die ganze Welt" nennt,

Heiligsprechung der Schwester Faustina, bei der die Botschaft der Barmherzigkeit Gottes als Brücke, die das zweite Jahrtausend der Christenheit mit dem neuen Jahrhundert verbindet bezeichnet wird, 

Erklärung des 2. Sonntags nach Ostern zum Barmherzigkeitssonntag,

Weihe der Welt an die Barmherzigkeit Gottes anlässlich der Einweihung der Basilika der Barmherzigkeit Gottes in Krakau. Der Hl. Johannes Paul II. hatte seinerzeit in der Ansprache darum gebeten, den Funken göttlicher Gnade zu verbreiten, das Feuer der Barmherzigkeit weiterzureichen.

Prof. Dr. Jan Machniak betonte, dass auch der emeritierte Heilige Vater Benedikt XVI. der Botschaft der Göttlichen Barmherzigkeit treu blieb, indem er betonte, dass Barmherzigkeit der Schlüssel zum Verständnis des Geheimnisses Gottes ist. Immer wieder verweist er in seinen Ansprachen auf die Worte und Schriften seines Vorgängers und betont: „Für den Menschen (kann es) keine andere Quelle der Hoffnung als das Erbarmen Gottes geben". (Predigt 02.04.2008) Durch das „Märchen vom Stroh und das Licht" machte der Prof. am Ende seines Vortrages deutlich, wie wertvoll und kraftvoll das Licht einer Kerze ist. Dieses Licht, diesen Funken der Gnade, dieses Feuer der Barmherzigkeit, mögen auch die Teilnehmer mit nach Hause nehmen.
Herr Prof. Dr. Jan Machniak von der Päpstlichen Theologischen Akademie in Krakau sprach über die „Barmherzigkeit-Gottes Frömmigkeit nach der Hl. Schwester Faustina Kowalska im Kontext der Lehre vom Hl. Johannes Paul II. und Benedikt XVI.". In seiner Einführung erläuterte er, dass die Wahrheit von der Barmherzigkeit Gottes zwar im Zentrum der göttlichen Offenbarung des Alten und Neuen Testamentes steht, der Welt aber in einem besonderen geschichtlichen Moment in Erinnerung gerufen wurde. Daraufhin erläuterte er den Begriff und den Stellenwert „Privater Offenbarungen" aus der Sicht der Theologie. Im weiteren Verlauf ging er auf einige Visionen der Hl. Schwester Faustina ein, um den Zuhörern die unergründliche Barmherzigkeit Gottes, wie sie im Tagebuch der Hl. Schwester Faustina von Jesus offenbart wird, näher zu bringen. Prof. Dr. Jan Machniak erläuterte auch den Begriff der Barmherzigkeit aus theologischer Sicht (z. B. nach dem Hl. Augustinus und dem Hl. Thomas von Aquin), um daraufhin auf die Barmherzigkeit Gottes in den Lehren vom Hl. Johannes Paul II. und Benedikt XVI. einzugehen. Er ging näher auf die Enzyklika „Dives in misericordia" ein und machte deutlich, wie sich die Botschaft der Göttlichen Barmherzigkeit durch das ganze Pontifikat des Hl. Johannes Pauls II. zog.

Montag, 27. Oktober 2014

Ein Besuch im Kloster Stiepel zu Bochum

Die Klosterkirche zu Stiepel


Mit meiner lieben Schwester besuche ich regelmäßig das Kloster Stiepel in Bochum.
Dort nehmen wir an der Vesper, dem lateinischen Chor- bzw. Stundengebet der Mönche, und an der anschließenden Heiligen Messe teil. Der Besuch der Vesper und der Heiligen Messe in der Klosterkirche erfüllt uns beide immer wieder mit tiefer Freude und gibt uns eine große Kraft und Stärke für den Alltag und unser Leben.

Kloster Stiepel ist ein wirklich empfehlenswerter spiritueller Ort im Ruhrgebiet, welcher harmonisch zwischen den grünen Hügeln in der Idylle des Bochumer Südens gelegen ist. Es handelt sich dabei um ein Zisterzienserkloster, welches ein Priorat ist, was bedeutet, dass es dem Abt des weltberühmten Stiftes Heiligenkreuz in Österreich untersteht. Kloster Stiepel ist ein geistiges Zentrum, welches mit dem spirituellen Dienst seiner Mönche weit in das Ruhrgebiet ausstrahlt.

Die Klosterkirche zu Stiepel


Kloster Stiepel wurde 1988 gegründet und geht auf eine Initiative des ersten Bischofs des Ruhrbistums, Franz Kardinal Hengsbach, zurück. In der während des ersten Weltkrieges gebauten Klosterkirche befindet sich das berühmte spätgotische Gnadenbild der "Schmerzhaften Mutter von Stiepel" aus dem 15. Jahrhundert. Diese Pietà ist der Mittelpunkt des einzigen Marienwallfahrtsortes im Bistum Essen. Besonders beeindruckend ist auch das große hängende Kreuz in der Klosterkirche, an welchem der leidende Christus geradezu unseren Blick zu suchen scheint. Man hat den dringenden Eindruck, dass Er mit uns sprechen möchte, und man fühlt sich tief mit Ihm verbunden.


Die Schmerzhafte Mutter von Stiepel



Es ist für meine Schwester und mich jedes Mal sehr beeindruckend, den lateinischen Chorgesängen der Mönche zu lauschen. Die intensive Atmosphäre des romantischen hundertjährigen Kirchengebäudes, in welchem die vielen Kerzenlichter der Pilger zur "Schmerzhaften Mutter von Stiepel" im Halbdunkel der Kirche besonders eindrucksvoll zur Geltung kommen, ist dann von den tief berührenden Stimmen der Mönche erfüllt. Nach dem Stundengebet der Mönche sind wir danach geistig so wunderbar erfüllt, dass die anschließende Feier der Heiligen Messe noch intensiver von uns begangen werden kann.


Das Zisterzienserkloster zu Bochum-Stiepel

Nach dem Besuch des Klosters stärken wir unseren Leib im Restaurant "Klosterhof", das sich ebenfalls in einem Klostergebäude befindet und eine gute bodenständige rustikale Küche zu bieten hat.
Wenn wir Lust auf die traditionelle Küche Italiens haben, gehen wir in das italienische Restaurant "Da Aldo", welches sich nur einen kleinen Fußweg vom Kloster entfernt befindet und mit seinem Wohlfühl-Ambiente und seinem köstlichen Essen zu einem Besuch einlädt.

Ich kann meinen verehrten Lesern einen Besuch des Klosters zu Stiepel in jeder Hinsicht nur empfehlen. Im Internet findet man Kloster Stiepel unter www.kloster-stiepel.org .


Das Kreuz auf dem Klosterhof

Samstag, 25. Oktober 2014

Die Barmherzigkeit Gottes neu entdeckt




1. Apostolischer Bistumskongress der Göttlichen Barmherzigkeit
30.11.2013 | Paderborner Busdorfkirche

Zweiter Vortrag (von drei) von Pfarrer Dr. Stephan Sproll, Hochaltingen, über das Thema „Die Barmherzigkeit Gottes neu entdeckt". Er erklärt, dass der Mensch immer die Sehnsucht in sich hat, seine eigentliche Berufung zu erkennen, sich die Frage nach dem Sinn des Lebens zu stellen und kommt zu dem Ergebnis, dass es die eigentliche Berufung des Menschen ist, dem Abbild Gottes gleich zu werden. Gott hat den Menschen nach seinem Abbild geschaffen, der Mensch trägt dieses Abbild der Göttlichen Barmherzigkeit schon in seinem Herzen. Und es geht darum, dass wir dieses Abbild der Göttlichen Barmherzigkeit auch in uns neu entdecken. Pfarrer Dr. Sproll führt aus, dass die Fülle der Göttlichen Barmherzigkeit durch die Taufe in unser Herz und in unsere Seele hineinkam, da wir dort den Dreifaltigen Gott empfangen haben. Wir sollen dieses Abbild Gottes neu in uns suchen, wieder neu in uns entdecken. Durch z. B. die Anbetung, Gebet, die Hl. Eucharistie, das Sakrament der Versöhnung, und indem wir uns in das Heiligste Herz Jesu hineinlegen, uns von den roten und blassen Strahlen des Barmherzigen Jesus bescheinen lassen, die ja die Sakramente Hl. Eucharistie und Taufe versinnbildlichen, werden unsere Herzen verwandelt. Pfarrer Dr. Sproll verdeutlicht dieses durch Worte vom Hl. Johannes Paul II., Benedikt XVI., der hl. Schwester Faustina und einiger anderer Heiliger. Am Ende führt er aus, dass wir, wie Jesus am Kreuz, unsere Herzen aufbrechen lassen müssen, damit wir durch die Mutter der Barmherzigkeit in Jesus Christus die Heilung unserer wunden Herzen vom barmherzigen Vater erfahren. Dann können wir die Barmherzigkeit Gottes durch Tat, Wort und Gebet zu unserem Nächsten bringen, den Funken der Barmherzigkeit hinaustragen zu den Menschen, in unsere Familien, in unsere Gemeinden und an jeden Ort. Wir sollen Zeugen und Apostel der Barmherzigkeit sein, denn, so der Hl. Johannes Paul II: „Nichts braucht die Welt so sehr, wie die Barmherzigkeit Gottes".

Freitag, 24. Oktober 2014

I Surrender - Hillsong Live





Ein wunderbares Lied über die Hingabe an Jesus Christus!

Über die Hingabe an Jesus Christus

Wenn wir in einer tiefen Liebesbeziehung mit Jesus Christus leben wollen, müssen wir uns in Hingabe üben und unsere Liebe zu Ihm zutiefst entwickeln.

Diese Hingabe ist ein Akt, der mit höchster Achtsamkeit verbunden ist, denn alles, was wir mit  Achtsamkeit tun, ist wahrhaftig, belebend und kraftvoll.
Und einzig und allein durch Hingabe kann man die absolute Wahrheit – Jesus Christus – erkennen. Das bedeutet aber nicht, dass wir unseren Verstand, unseren Intellekt und unser Urteilsvermögen abgeben müssen. Hingabe hat nichts, aber auch gar nichts mit der Aufgabe unserer Eigenverantwortung und unseres Verstandes zu tun.
Wahre Hingabe hat ihre Wurzeln in einer tiefen Liebe und in einer ehrfurchtsvollen Dankbarkeit zu Jesus Christus. Diese Liebe und diese Dankbarkeit entfalten jedoch in sich eine äußerste Klarheit und eine tiefe Erdung, so dass wir  innere Stabilität und tiefe Freude empfinden werden.
Wenn wir uns Jesus Christus hingeben, löst sich unser größtes Problem, nämlich unsere Ich-Bezogenheit langsam auf, und wir werden fähig, unser Leben vollständig und rückhaltlos Jesus Christus zu übergeben. Wir sind dann in der Lage, zu Ihm so wie im „Vater unser“ sagen zu können: „Herr, Dein Wille geschehe“.
Unentbehrlich ist auf diesem Weg ein tiefes Vertrauen in Jesus Christus. Wer weiß, dass alles, was geschieht, letztendlich in Seiner Hand ist, kann sich hingeben. Hingabe bedeutet dann nicht Selbstaufgabe, sondern vielmehr, sich auf eine neue, viel tiefere Art wiederzufinden, denn „wir können nicht tiefer fallen als in Gottes Hand.“
Daher habe ich diesen Blog ja auch „Jesus, ich vertraue auf Dich!“ genannt.
Diese Hingabe bedeutet, dass wir uns Jesus Christus voller Vertrauen, völlig schutzlos und im Bewusstsein unserer eigentlichen geistigen Armut übergeben. Eine solche Haltung größter Offenheit ermöglicht es uns, alle Bedingungen des Augenblicks mit einzubeziehen.
Will ich also Hingabe einüben, brauche ich ein Gewahrsein dessen, was im jeweiligen Augenblick geschieht.
Wie entwickele ich ein solches Gewahrsein? Dafür ist es sinnvoll und hilfreich, meine Wahrnehmung zu schärfen und gleichzeitig zu verfeinern.
Welche Wahrnehmung ist dabei gemeint? Es handelt sich dabei um die Wahrnehmung meiner Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen.
Es geht darum, eine achtsame Wahrnehmung nach innen und nach außen zu praktizieren. Dadurch entwickeln wir eine innere Stärke, und nur aus einer solchen inneren Stärke heraus kann echte Hingabe entstehen.
Hingeben kann ich mich nur dann, wenn ich alles annehme, was jetzt in diesem Augenblick ist. Hingabe heißt Einverstanden-Sein und Eins-Sein mit diesem Augenblick – auch wenn ich nicht weiß, wohin mich dieses Einverstanden-Sein führt. Ich gebe die Kontrolle ab, ich bin einverstanden mit dem, was geschieht. Spätestens aber im Augenblick unseres eigenen Todes werden wir wahre Hingabe erleben. Auch wenn wir uns vielleicht lange gewehrt haben, letztendlich können wir uns nur hingeben und loslassen. Hingabe bedeutet also auch eine Einübung des eigenen Todes. Das ist doch wahrlich eine sinnvolle Praxis, gerade wenn man daran denkt, dass die meisten Menschen den eigenen Tod völlig verdrängen, und er sie daher vollkommen unvorbereitet treffen wird.
Haben wir uns aber Jesus Christus hingegeben, so haben wir auch in unserer Todesstunde tiefstes Vertrauen zu Ihm, und daher wird unser Tod ein völlig anderer sein. Auch Jesus Christus hat am Kreuz gerufen: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ Doch im Augenblick des Todes gab es von Ihm keinen Widerstand, sondern nur noch tiefste Hingabe und ein absolutes Einverstanden-Sein, so dass Er mit den Worten: „Es ist vollbracht“ und „Vater, in Deine Hände empfehle ich meinen Geist“ sterben konnte.
Wir können in der Praxis der Hingabe an Jesus Christus zwei Aspekte unterscheiden. Da ist zunächst einmal der aktive Aspekte der Hingabe, und dann gibt es noch den passiven, empfangenden Aspekt der Hingabe.
Wann erleben wir also den aktiven Aspekt der Hingabe? Das geschieht, wenn wir aktiv günstige Bedingungen für unsere Hingabe schaffen.
Wodurch können wir also aktive Hingabe einüben?
Ich unterscheide dabei äußere und innere Aspekte der aktiven Hingabe, die aber alle miteinander verwoben sind.
Ein äußerer Aspekt ist Jesus Christus in unserem Handeln und Tun nachzuahmen. Jesus Christus hat den Menschen wirkungsvoll gedient. Also ist es die größte Aufgabe unserer Hingabe an Jesus Christus, anderen Menschen zu dienen, ihnen Gutes zu tun und ihnen nützlich zu sein. Dieser Dienst am Nächsten kann vielfältig sein. In der katholischen Kirche nennt man diesen Dienst auch die Werke der Barmherzigkeit.
So unterscheidet der Katechismus der katholischen Kirche zwischen sieben geistlichen und sieben leiblichen Werken der Barmherzigkeit:
Die sieben geistlichen Werke der Barmherzigkeit sind:
- die Unwissenden lehren
- die Zweifelnden beraten
- die Trauernden trösten
-  die Sünder zurechtweisen
- den Beleidigern gern verzeihen
- die Lästigen geduldig ertragen
- für die Lebenden und Verstorbenen beten
Die sieben leiblichen Werke der Barmherzigkeit sind:
- Hungrige speisen

- Obdachlose beherbergen
- Nackte bekleiden
- Kranke besuchen
- Gefangene besuchen
- Tote begraben
- Almosen geben
Zu den weiteren Aspekten der wahren Hingabe an Jesus Christus gehören für mich auch die Sakramente der Heiligen Beichte und der Heiligen Kommunion.

Wie wunderbar ist es doch, in der Beichte alle unsere Sünden und Verfehlungen an Jesus Christus abgeben zu können. Er hat sich für uns ans Kreuz schlagen lassen, und er hat für unsere Sünden sein kostbares Blut vergossen. Und durch Sein kostbares Blut sind wir erlöst. Was für eine Gnade, was für ein barmherziges Geschenk!
Die tiefste Vereinigung mit Jesus Christus können wir allerdings in der Heiligen Eucharistie erlangen. Machen wir uns klar, dass wir in der Heiligen Kommunion tatsächlich den wahren Leib und das wahre Blut Jesu Christi zu uns nehmen. Auf diese Weise kommt Er direkt zu uns, und wir werden erst durch diese innige wahrhaftige Vereinigung mit Ihm fähig, uns Ihm tatsächlich hinzugeben. Wie großartig und wie einzigartig ist dieses Geschenk unseres Herrn!
Als innerer Aspekt der aktiven Hingabe wäre zunächst das Gebet zu nennen. Wenn wir uns täglich Zeit nehmen, zu beten, werden wir erfahren, wie unsere Liebe zu Gott, zu Jesus Christus wächst. Wir werden Kraft und Stärke empfangen, und wir werden feststellen, wie sich unsere Beziehung zu Jesus Christus intensiviert. Wir werden Seiner Gegenwart gewahr.
Auch die Kontemplation über das Leben Jesu Christi, besonders die Betrachtung Seines Leidens und Seines Sterbens wird uns auf unserem Weg eine große Hilfe sein.
Wenn wir uns dann schließlich in die Praxis der christlichen Meditation einüben – etwas, was also schon die großen Wüstenväter, die Mönche, die als Eremiten in der Wüste lebten, machten –  können wir gemeinsam mit den Wüstenvätern die Wüstenpforte durchschreiten. Es öffnet sich unser inneres Leben als ein Ort der leeren Stille. Auf dieses Weise werden wir fähig, in uns völlig still zu werden und ein Wissen zu erlangen, das nur von Gott, das nur von Jesus Christus kommt. Dort in dieser Seelenweite wird die Begegnung mit Jesus Christus, der ja Gott ist,  gesucht und erhofft.
Allerdings ist der Kampf mit den Dämonen in dieser Einsamkeit unabänderlich. Der Wüstenvater Antonius sagte: "Keiner kann unversucht in das Himmelreich eingehen. Nimm die Versuchungen weg, und es ist keiner, der Rettung findet."
Was ist nun der passive, empfangende Aspekt der Hingabe?
Dieser Aspekt ist etwas, das wir uns nicht erarbeiten können. Das ist ein Aspekt, der uns nur geschenkt werden kann. Wenn sich ein Gefühl der Einheit und der Verbindung mit Jesus Christus, ein Gefühl der Dankbarkeit und der Bereicherung einstellt, dann ist dies der passive Aspekt der Hingabe -  das große Geschenk der Gnade Gottes.
Der große Widersacher der Hingabe an Jesus Christus ist unsere Angst. Und diese Angst kommt immer vom Bösen. Angst bedeutet, kein Vertrauen zu haben. Dann können wir uns nicht hingeben, und der Böse will ja gerade, dass wir uns Jesus Christus nicht hingeben. Er redet uns ein, dass wir das Gefühl der Ohnmacht und des Ausgeliefertseins, das Gefühl des Nacktseins und des Sich-Fallen-Lassens nicht aushalten können. Er redet uns ein, dass der Schritt in das Ungewisse und der Schritt jenseits aller Sicherheiten unser Verderben bedeutet. Und wie oft haben wir das geglaubt, und wie lange konnten wir uns daher nicht hingeben.
Wenn es uns aber gelingt, alle diese Gefühle der Ohnmacht und des Ausgeliefertseins anzunehmen und sie grundsätzlich zu bejahen, werden wir erkennen, dass eine wahre Hingabe an Jesus Christus ohne Verletzlichkeit nicht zu haben ist.
Aber wenn wir uns einmal, ein einziges Mal wirklich an Jesus Christus hingegeben haben, wenn wir einmal das große Vertrauen in Ihn eingeübt haben, dann werden wir entdecken, dass wir dort in der Hingabe an Jesus Christus etwas Wunderbares finden werden, nämlich die Befreiung von uns selbst, das Loslassen unseres Egos und das glückselige Aufgehen in den Willen Jesu Christi, in den Willen Gottes.

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Das Leben und die Spiritualität der Hl. Schwester Faustina




1. Apostolischer Bistumskongress der Göttlichen Barmherzigkeit
Sa. 30.11.2013 | Paderborner Busdorfkirche

Den ersten Vortrag (von drei) um 14.00 Uhr hielt Schwester Koleta Fronckowiak ZMBM von der Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit, Krakau-Lagiewniki, über „Das Leben und die Spiritualität der hl. Schwester Faustina". Zunächst gab sie einen kurzen Abriss über das Leben der Heiligen. Anhand eines Gebetes aus dem Tagebuch der hl. Schwester Faustina zeigte Schwester Koleta dann auf, wie unsere Augen, Ohren, Zunge, Hände, Füße und unser Herz von Barmherzigkeit erfüllt sein sollen. Unsere Augen sollen barmherzig schauen, um den Nächsten nicht falsch zu verdächtigen und zu richten, sie sollen nur das Schöne wahrnehmen. Die Folge daraus ist, dass wir dem Nächsten zur Hilfe eilen, wo Hilfe notwendig ist. Durch die Ohren hören wir vom Leid, vom Schmerz des Nächsten. Hier bitten wir, dass wir nicht gleichgültig gegenüber dem Leid und der Klage des Nächsten bleiben. Gerade die Gleichgültigkeit ist ja ein Phänomen unserer Zeit. Durch die Zunge sollen wir nicht abfällig über den Nächsten reden sondern ihm vergeben und auf den rechten Weg bringen. Die barmherzigen Hände sollen voller guter Taten sein und nicht müde werden, schwierigere mühevollere Arbeit auf sich zu nehmen. Die barmherzigen Füße sollen nicht in erster Linie für die eigene Person sorgen, sondern dem Nächsten zur Hilfe eilen. Die hl. Schwester Faustina schreibt in ihrem Tagebuch, dass man sich im Dienst am Nächsten auch erholen kann. Und sie bittet um ein barmherziges Herz, das heißt, um ein solches Herz, das alle Leiden der Nächsten empfinden möge. Wir sollen keine Angst haben, unsere Herzen zu verschenken. All diese Punkte erklärte Schwester Koleta aus dem Tagebuch und aus dem Leben der hl. Schwester Faustina heraus.

Dienstag, 21. Oktober 2014

The Rosary and the Chaplet of Divine Mercy


Andacht zur Barmherzigkeit Gottes in der Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf mit Joachim Kardinal Meisner (Fortsetzung)


 
Das Bildnis des Barmherzigen Jesus in der Gebetsstätte
 
 
Besinnung II

Vorbeter:   Mein Herz freut sich des Titels Barmherzigkeit - sprach Jesus zu Schwester Faustina - Verkünde, dass Barmherzigkeit die größte Eigenschaft Gottes ist.  Alle Werke meiner Hände sind durch Barmherzigkeit gekrönt. (Tagebuch 301)

Alle:   Meine Barmherzigkeit ist so groß, dass sie in der ganzen Ewigkeit durch keinen Verstand, weder von Menschen noch von Engeln, ergründet werden kann. (TB 699)

Vorbeter:  Sage der leidenden Menschheit, sie möge sich an mein barmherziges Herz schmiegen und Ich will sie mit Frieden erfüllen. (TB 1074)

Alle:   Möge die ganze Menschheit meine unergründliche Barmherzigkeit kennen lernen. Das ist das Zeichen der Endzeit. Danach kommt der Tag der Gerechtigkeit. Solange noch Zeit ist, sollen sie zur Quelle meiner Barmherzigkeit Zuflucht nehmen; sie sollen das Blut und das Wasser, das für sie entsprang, nutzen. (TB 848)

Vorbeter:   Nach der heiligen Kommunion wurde meine Seele in Gott versenkt. Ich war mit den Drei Göttlichen Personen in solcher Weise verbunden: wenn ich mit Jesus verbunden war, so war ich es gleichzeitig mit dem Vater und mit dem Heiligen Geist. Meine Seele versank in unbegreifliche Freude und der Herr gab mir das ganze Meer und den Abgrund Seiner unergründlichen Barmherzigkeit zu erkennen. O, wenn die Seelen verstehen wollten, wie sehr Gott sie liebt. Alle Vergleiche, auch die zärtlichsten und kraftvollsten, sind nur ein blasser Schatten im Vergleich mit der Wirklichkeit. (TB 1073)

Kardinal Meisner während der Andacht

Segen durch den Kardinal mit der Reliquie der Hl. Sr. Faustina

Gebet der Verehrung der Barmherzigkeit Gottes:

Alle:   Preise, meine Seele den Herrn und alles in mir, seinen heiligen Namen!
Preise, meine Seele, den Herrn und vergiss all Seine Wohltaten nicht.

Vorbeter:  Er vergibt deine ganze Schuld, heilt alle deine Gebrechen.
Er rettet dein Leben vor dem Grab, krönt dich mit Huld und Erbarmen.

Alle:   Preise, meine Seele den Herrn und alles in mir, seinen heiligen Namen!
Preise, meine Seele, den Herrn und vergiss all Seine Wohltaten nicht.

Vorbeter:  Barmherzig und gnädig ist der Herr, langmütig und reich an Huld.
Er will nicht immerdar streiten und nicht dauernd zürnen.

Alle:   Preise, meine Seele den Herrn und alles in mir, seinen heiligen Namen!
Preise, meine Seele, den Herrn und vergiss all Seine Wohltaten nicht.

Vorbeter:   Er handelt nicht an uns nach unseren Sünden, vergilt nicht nach unseren Missetaten.
Nein, so hoch der Himmel über der Erde, so groß ist über denen, die ihn fürchten, Seine Huld.

Alle:   Preise, meine Seele den Herrn und alles in mir, seinen heiligen Namen!
Preise, meine Seele, den Herrn und vergiss all Seine Wohltaten nicht.

Vorbeter:  So fern der Aufgang ist vom Untergang, so weit entfernt er unsere Frevel von uns weg.
Wie ein Vater über seine Kinder sich erbarmt, so erbarmt der Herr sich über derer, die ihn fürchten.

Alle:   Preise, meine Seele den Herrn und alles in mir, seinen heiligen Namen!
Preise, meine Seele, den Herrn und vergiss all Seine Wohltaten nicht.

(Psalm 103, 1-5.8.13)

Lied zum Abschluss:  Lobe den Herrn

Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren;
Lob ihn, o Seele, vereint mit den himmlischen Chören.
Kommet zuhauf,
Psalter und Harfe, wacht auf,
Lasset den Lobgesang hören.


Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret,
Der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet,
Der dich erhält,
Wie es dir selber gefällt.
Hast du nicht dieses verspüret?


Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet,
Der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet.
In wie viel Not
Hat nicht der gnädige Gott
Über dir Flügel gebreitet.


Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen.
Lob ihn mit allen, die seine Verheißung bekamen.
Er ist dein Licht,
Seele, vergiss es ja nicht.
Lob ihn in Ewigkeit. Amen.


Joachim Neander 1680
weitere Textstrophen vgl. J.S. Bach, Kantate BWV 137

Sonntag, 19. Oktober 2014

BARMHERZIGKEIT als Hoffnung für die Welt - Teil III



Und hier ist der dritte und letzte Teil des Filmes über die Hl. Schwester Faustina und die Botschaft von der Barmherzigkeit Gottes.

                                          JESUS ICH VERTRAUE AUF DICH!

BARMHERZIGKEIT als Hoffnung für die Welt - Teil II




Der zweite Teil des beeindruckenden Films über die Hl. Schwester Faustina und ihrer Botschaft vom Barmherzigen Jesus.

BARMHERZIGKEIT als Hoffnung für die Welt - Teil I




Ein wunderbarer Film über die Sendung der Hl. Schwester Faustina durch den Barmherzigen Jesus.

Ich empfehle den Film sehr, er ist sehr bewegend.

Der Film schildert das Leben und die Visionen der Hl. Faustina mit Originalaufnahmen aus Polen.

Außerdem kommen viele Menschen zu Wort, deren Leben durch den Barmherzigen Jesus völlig
verändert worden ist.

Nimm Dir Zeit für diesen Film, es lohnt sich. Er dauert nur 14 Minuten, den zweiten Teil poste ich bald.

           
                    JEZU UFAM TOBIE!                            JESUS ICH VERTRAUE AUF DICH!

Samstag, 18. Oktober 2014

Andacht zur Barmherzigkeit Gottes in der Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf mit Joachim Kardinal Meisner


Portrait des Barmherzigen Jesus in der Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf


Diese Andacht fand anlässlich des Besuches Seiner Eminenz Joachim Kardinal Meisner am 12. Oktober 2014 in der Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf statt:



Lied         Nun lobet Gott im hohen Thron 

1. Nun lobet Gott im hohen Thron,
ihr Menschen aller Nation;
hoch preiset ihn mit Freudenschalle,
ihr Völker auf der Erden alle.

2. Denn sein Erbarmen, seine Gnad
er über uns gebreitet hat.
Es wird die Wahrheit unsres Herrn
in Ewigkeit ohn' Ende währen.

3. Lob sei dem Vater und dem Sohn,
dem Heilgen Geist auf gleichem Thron,
im Wesen einen Gott und Herren,
den wir in drei Personen ehren.

Komponist: 
Kompositionsjahr: 
1603
Text: 
nach Psalm 117
Textjahr: 
1582 / 1603


Einführung

Unser Gott nannte sich selbst "Liebe". Es ist dies eine seit Ewigkeiten bestehende, dauerhafte, unveränderliche Liebe, die sich in der Erschaffung des Menschen, im Bund auf dem Sinai und in der Geschichte Israels offenbart hat. Wir wüssten nichts von dieser Liebe, wenn sie nicht im Alten und im Neuen Testament offenbart worden wäre. Jesus Christus ist die vollkommenste Offenbarung der Liebe Gottes zu den Menschen. Und so schreibt der Evangelist Johannes ausdrücklich: "Gott ist die Liebe". (1 Joh 4,8)

Gott liebt einen jeden Menschen und wendet sich jedem mit grenzenloser und unteilbarer Liebe zu. Deshalb können wir alle zu ihm sagen: "Abba - mein Vater". Im Übrigen hat Jesus empfohlen, sich so mit dem Gebet "Vater unser, der Du bist im Himmel" an Gott zu wenden. (aus: "Gott, der voll Erbarmen ist" Misericordia Verlag Krakau 2007)


Kardinal Meisner während der Andacht
 
Vater unser       Wir beten gemeinsam

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.


Gegrüßet seist du, Maria,
voll der Gnade,
der Herr ist mit dir,
du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes,
Jesus. -
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.

Amen.

Ehre sei dem Vater
und dem Sohn
und dem Heiligen Geist.              
Wie im Anfang
so auch jetzt
und alle Zeit
und in Ewigkeit.
Amen.


Besinnung I

Gott ist Liebe. Eine solche Liebe, die alle Geschöpfe umfängt, insbesondere den Menschen in seiner Not, ist eben die Barmherzigkeit. Barmherzig nennen wir den, der sich fremder Not erbarmt und nach Möglichkeit hilft, sich aus ihr zu befreien, indem er verschiedenen Unzulänglichkeiten Abhilfe schafft. Deshalb betont Jesus in Seiner Lehre diese Eigenschaft Gottes: "Euer Vater ist barmherzig" (Lk 6,36)
Der Heilige Vater Johannes Paul II. schrieb:
"Jesus offenbarte insbesondere durch seinen Lebensstil und seine Taten, wie die Liebe, die wirkende Liebe, die Liebe, die sich Menschen zuwendet und alles umfängt, was sein Menschsein ausmacht, in unserer Welt gegenwärtig ist. Diese Liebe tritt besonders dort in Erscheinung, wo sie mit Leid, Ungerechtigkeit und Armut in Berührung kommt, mit der konkreten "Conditio humana", der geschichtlichen Befindlichkeit des Menschen, die auf verschiedene Weise von der physischen und moralischen Begrenztheit und Gebrechlichkeit des Menschen geprägt ist. Gerade wegen der Art und des Bereichs, in denen sich die Liebe kundtut, wird sie in der Sprache der Bibel auch als "Erbarmen" bezeichnet.
Christus offenbart Gott, der Vater ist, der "Liebe ist", wie sich der Hl. Johannes in seinem ersten Brief ausdrücken wird; Er offenbart Gott, der "voll Erbarmen" ist, wie wir beim Hl. Paulus lesen. Diese Wahrheit ist nicht so sehr Gegenstand einer Belehrung, sondern in erster Linie eine Wirklichkeit, die uns durch Christus gegenwärtig ist. Den Vater als Liebe und Erbarmen gegenwärtig zu machen, ist für ihn die grundlegende Verwirklichung Seiner Sendung als Messias. (DM 3)


Während der Andacht


In meinem nächsten Post folgt der weitere Teil der Andacht in der Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf anlässlich des Besuchs Seiner Eminenz Joachim Kardinal Meisner am 12. Oktober 2014.

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Heilige Theresa von Avila

Ein Engel durchsticht das Herz der Hl. Theresa von Avila mit einem feurigen Speer - ein Sinnbild der Göttlichen Liebe!


Heute ist der Festtag der Heiligen Theresa von Avila. Ich verehre sie sehr und sie hat mich zutiefst inspiriert!

Sie ist eine der faszinierendsten Heiligen, eine große Mystikerin und wurde von der Katholischen Kirche zur Kirchenlehrerin erhoben.

Sie wurde am 28. März 1515 geboren und starb am 4. Oktober 1582.

Theresa von Avila gehörte dem Orden der Karmelitinnen an. Sie reformierte den Orden und führte ihn dadurch zu einer neuen Blüte.

Durch ihre berühmten Bücher "Das Buch meines Lebens", "Wohnungen der inneren Burg" und "Weg der Vollkommenheit" prägte sie die spanische Sprache, vergleichbar mit der Formung der deutschen Sprache durch Martin Luther. Die Hl. Theresa schrieb mystagogische Klassiker, die in die Spiritualität des "inneren Betens" führen.

Ihre Seligsprechung durch Papst Paul V. erfolgte 1614. Im Jahr 1617 wurde sie zur Schutzpatronin von Spanien ernannt, und im Jahr 1622 wurde Theresa heiliggesprochen. 1979 erhob Papst Paul VI. die Hl. Theresa von Avila als erste Frau in der Geschichte der Katholischen Kirche zur Kirchenlehrerin.

 Theresa von Avilas liturgischer Festtag ist der 15. Oktober.

Die Kirche in Spanien, dem Heimatland von Theresa, eröffnet am 15. Oktober 2014 ein Festjahr zu Ehren ihrer Patronin, der Hl. Theresa von Avila, das so genannte „Ano Teresiano“.
Neben vielen anderen Veranstaltungen findet am 24. April 2015 eine Wallfahrt der spanischen Bischöfe nach Avila statt, und im Zeitraum vom 5. bis zum 9. August 2015 gibt es ein europäisches Jugendtreffen in Avila.
Ein weiterer Höhepunkt könnte ein Besuch Spaniens durch Papst Franziskus werden. Ob es zu dieser Reise kommen wird, ist vom Vatikan aber noch nicht bestätigt worden.

Ein wunderbares Gebet der Hl. Theresa von Avila lautet:

Nichts soll dich ängstigen, nichts dich erschrecken.
Alles geht vorüber. Gott allein bleibt derselbe.
Alles erreicht der Geduldige, und wer Gott hat, der hat alles -

GOTT ALLEIN GENÜGT.


Mit Edith Stein Theresa von Avila entdecken


Montag, 13. Oktober 2014

Kardinal Meisner zu Besuch in der Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf


Kardinal Meisner zu Besuch in der Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf

Seine Eminenz Joachim Kardinal Meisner besuchte am Sonntag, den 12. Oktober 2014, die Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf. Es war sehr beeindruckend zu sehen, wie er die Menschen in seiner Predigt begeisterte und mitriss.
Die Gebetsstätte war stark besucht, als der Kardinal gegen 16:20 Uhr in der Gebetsstätte eintraf. Hermann-Josef Müller führte ihn durch die Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus, anschließend nahm der Kardinal an einer Andacht in der Gebetsstätte teil.
Zum Abschluss predigte der Kardinal über die Barmherzigkeit Gottes.
Nach dem Besuch der Gebetsstätte fuhr der Kardinal nach Düsseldorf-Benrath zur Lichterprozession der Wallfahrt zur Schwarzen Muttergottes.
Es war ein wunderbarer Tag in der Gebetsstätte und auch anschließend bei der Lichterprozession in Benrath.
Vielen Dank seiner Eminenz für das Geschenk dieses Besuches!


Seine Eminenz während der Predigt
 
Während der Andacht
 


Wallfahrt zur Schwarzen Muttergottes in Düsseldorf-Benrath
 
Lichterprozession

Lichterprozession im Benrather Schlosspark

St. Francis - Brother Sun, Sister Moon - Song


Donnerstag, 9. Oktober 2014

Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf

In Düsseldorf gibt es seit einiger Zeit eine katholische Gebetsstätte, die auf Initiative von Hermann-Josef Müller begründet worden ist. Sie finanziert sich allein durch private Spenden. Es handelt sich um wunderschöne Räumlichkeiten, die harmonisch und sehr ansprechend eingerichtet worden sind. Die Atmosphäre spiegelt einen tief katholischen Geist wieder und der Besucher ist zum Gebet und Verweilen eingeladen. Mittlerweile wird diese besondere Gebetsstätte von Menschen aus ganz Deutschland aufgesucht.

Die Gedenk- und Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus befindet sich in Düsseldorf-Oberbilk, Sonnenstr. 78. Sie ist täglich von 10.00 Uhr bis 22.00 Uhr geöffnet. Jeder ist herzlich eingeladen!

Jeden Sonntag wird im Zeitraum von 14.30 Uhr bis 18.00 Uhr für Priester und um Berufungen gebetet. Kommen Sie doch auch einmal und beten und singen Sie mit!

Am Sonntag, den 12. Oktober 2014 wird der emeritierte Erzbischof von Köln, Kardinal Joachim Meisner, um 16.45 Uhr die Gebetsstätte besuchen, und es findet eine Andacht statt, zu der jeder herzlich eingeladen ist.

Hier sind weitere Eindrücke der Gebetsstätte:

 
Bildnis Hl. Faustina
Der kleine Gebetsraum
 
Der große Gebetsraum


Wer spenden möchte, hier die Kontodaten:

IBAN:   DE67 3005 0110 1006 7980 92
BIC:      DUSSDEDDXXX  (Stadtsparkasse Düsseldorf)

Förderung und Verbreitung des Barmherzigen Jesus und der Religion e. V.
Sonnenstr. 78
40227 Düsseldorf
Telefon: 0211 -87 96 1539
E-Mail-Adresse: barmherziger_jesus@t-online.de

Im Internet findet man die Gebetsstätte unter: www.gebetsstaette-barmherziger-jesus.de
 

Montag, 6. Oktober 2014

Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf

Gedenk- und Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf, Sonnenstr. 78
Täglich geöffnet von 10.00 bis 22.00 Uhr


In Düsseldorf gibt es seit einiger Zeit eine katholische Gebetsstätte, die auf Initiative von Hermann-Josef Müller begründet worden ist. Sie finanziert sich allein durch private Spenden. Es handelt sich um wunderschöne Räumlichkeiten, die harmonisch und sehr ansprechend eingerichtet worden sind. Die Atmosphäre spiegelt einen tief katholischen Geist wieder und der Besucher ist zum Gebet und Verweilen eingeladen. Mittlerweile wird diese besondere Gebetsstätte von Menschen aus ganz Deutschland aufgesucht.

Die Gedenk- und Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus befindet sich in Düsseldorf-Oberbilk, Sonnenstr. 78. Sie ist täglich von 10.00 Uhr bis 22.00 Uhr geöffnet. Jeder ist herzlich eingeladen!

Jeden Sonntag wird im Zeitraum von 14.30 Uhr bis 18.00 Uhr für Priester und um Berufungen gebetet. Kommen Sie doch auch einmal und beten und singen Sie mit!

Am Sonntag, den 12. Oktober 2014 wird der emeritierte Erzbischof von Köln, Kardinal Joachim Meisner, um 16.45 Uhr die Gebetsstätte besuchen, und es findet eine Andacht statt, zu der jeder herzlich eingeladen ist.


Der große Gebetsraum





Die Mutter Gottes mit dem Jesuskind und der Barmherzige Jesus
 



Der zweite Gebetsraum
 
                       ENTSTEHUNG DER GEBETSSTÄTTE                                

Hermann-Josef Müller, hatte am 09.Dezember 2004 während eines Nahtoderlebnisses eine Begegnung mit Jesus Christus, die sein Leben für immer veränderte.

Am 15. März 2005 zeigte ihm Jesus dreieinhalb Stunden lang Seinen Kreuzestod wie in einem Film an der Wand.

Danach konnte er nur noch, ob gelegen oder ungelegen, von Jesus Christus erzählen und verteilte bis heute über 1,4 Millionen wunderbare Medaillen der Heiligen Mutter Gottes und Bildnisse des Barmherzigen Jesus.

Seitdem hat er immer wieder Heiligenerscheinungen und Schauungen.

Am 01. März 2012 sagte ihm eine innere Stimme, dass er eine Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus begründen solle. In einer Vision bekam er als Antwort auf seine Zweifel den eindeutigen Hinweis, dass die Gebetsstätte auch ohne eigene Mittel verwirklicht werden könne, da er selbst völlig mittellos war und ohne feste Einkünfte lebte und auch heute noch lebt.
Ja, die Vögel des Himmels, sie säen nicht, ernten nicht und der Himmlische Vater ernährt sie doch.

Er setzte daraufhin am 17. März 2012 eine kleine Anzeige in die Rheinische Post, in der er nach Räumlichkeiten suchte.

Er mietete voller Gottvertrauen und unter größten Schwierigkeiten und Widerständen eine leerstehende Gaststätte in der Sonnenstr. 78 in Düsseldorf an, die viereinhalb Jahre nicht mehr vermietbar gewesen war, ohne zu wissen, wie er die teuren Mittel würde bewältigen können.

Und das Wunder geschah:

Aus dem Nichts heraus und völlig ohne eigene Mittel gründete Hermann-Josef die Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus und es fanden sich großzügige und tiefgläubige Spender, die diese herrlichen Räumlichkeiten finanzierten.

Jesus zeigte ihm in Visionen, wie Er Seine Gebetsstätte haben wollte, und der Herr sorgte innerhalb von neun Monaten für die Spenden. Der Herr hatte die Herzen der Spender berührt!

Bis heute sind über 200 qm in eine schmuckvolle Gebetsstätte verwandelt worden. Jetzt kommen Menschen aus ganz Deutschland, um dort zu beten und den Barmherzigen Jesus zu verehren. Wahrlich ein Wunder!

Der gesamte Kauf des Gebäudes inklusive eines weiteren Umbaus für Exerzitien mit zusätzlichen 105 qm würde dazu führen, dass die monatliche Kosten entfielen. Bewirkt der Herr ein weiteres Wunder, indem er die Herzen weiterer Spender berührt?

Der Verein zur Förderung und Verbreitung des Barmherzigen Jesus e. V. ist wegen der Förderung der Religion durch Bescheid des Finanzamtes Düsseldorf-Mitte, Steuernummer 133/5906/4468, vom 14.10.2013, als steuerbegünstigten Zwecken dienend anerkannt und beim Amtsgericht Düsseldorf VR 10926 eingetragen.

Wer spenden möchte, hier die Kontodaten:

IBAN:   DE67 3005 0110 1006 7980 92
BIC:      DUSSDEDDXXX  (Stadtsparkasse Düsseldorf)

Förderung und Verbreitung des Barmherzigen Jesus und der Religion e. V.
Sonnenstr. 78
40227 Düsseldorf
Telefon: 0211 -87 96 1539
E-Mail-Adresse: barmherziger_jesus@t-online.de

Im Internet findet man die Gebetsstätte unter: www.gebetsstaette-barmherziger-jesus.de
 
 
 
 
 
 

Still - Hillsong United with Lyrics


Sonntag, 5. Oktober 2014

Heilige Schwester Maria Faustina Kowalska

Heute, am 05.10. ist der Festtag zu Ehren der Hl. Maria Faustina Kowalska


Das heute weltberühmte Gnadenbild des Barmherzigen Jesus entstand nach einer Vision der polnischen Nonne und Heiligen, der Schwester Maria Faustina Kowalska.

Sie schreibt am 22. Februar 1931 in ihr Tagebuch:
Am Abend, als ich in der Zelle war, erblickte ich Jesus, den Herrn, in einem weißen Gewand. Eine Hand war zum Segnen erhoben, die andere berührte das Gewand auf der Brust. Von der Öffnung des Gewandes an der Brust gingen zwei große Strahlen aus, ein roter und ein blasser. Schweigend betrachtete ich den Herrn; meine Seele war von Furcht, aber auch von großer Freude durchdrungen. Nach einer Weile sagte Jesus zu mir:
"Male ein Bild, nach dem, das du siehst, mit der Unterschrift: Jesus, ich vertraue auf Dich. Ich wünsche, dass dieses Bild verehrt wird, zuerst in eurer Kapelle, dann auf der ganzen Welt.
Ich verspreche, dass jene Seele, die dieses Bild verehrt, nicht verlorengeht. Ich verspreche auch, hier schon auf Erden, den Sieg über Feinde, besonders in der Stunde des Todes. Ich selbst werde sie verteidigen, wie meine Ehre."

Helena Kowalska wurde am 25. August 1905 in dem Dorf Glogowiec in Polen als drittes Kind ihrer Eltern, den armen, aber frommen Bauern Marianna und Stanislaw Kowalski, geboren.
Schon früh zeigte sich bei Helena eine große Neigung zum Gebet.
Sie erfuhr ihre Berufung zu einem geweihten Leben im frühen Alter von sieben Jahren.
Mit neun Jahren empfing sie  im vollen Bewusstsein der Göttlichen Gegenwart Jesu Christi zum ersten Mal die Hl. Kommunion. Freudig nahm sie Jesus in ihr Leben auf.
Sie hegte einen großen Wunsch, in ein Kloster einzutreten. Doch ihre Eltern lehnten diesen Wunsch ab, und so arbeitete sie zunächst als Dienstmädchen, um ihre Eltern finanziell zu unterstützen.         
Doch nach einer Vision des leidenden Jesus Christus, der nach ihr rief, gab sie ihre Arbeit auf und nahm eine neue Stelle in Warschau an, um die Aussteuer für den Eintritt in ein religiöses Leben zusammenzubekommen.
Am 1. August 1925 trat sie in den Orden der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit ein und bekam den Namen Schwester Maria Faustina.
Sie arbeitete als Köchin, Gärtnerin und Pförtnerin in vielen Klöstern des Ordens und wurde in Warschau, Krakau, Plock und Vilnius eingesetzt.
Schwester Faustina führte ein tief mystisches Leben und war mit vielen außergewöhnlichen Gnadengaben gesegnet. Sie hatte Visionen, Offenbarungen und die Gabe der Prophetie.                       
Sie führte jedoch ein bescheidenes, demütiges und hingebungsvoll religiöses Leben.

Sie schreibt am 24. April 1937 in ihr Tagebuch:
Während der heutigen Meditation gab Gott mir innere Erleuchtung und das Verständnis der Heiligkeit und worauf diese beruht. Obwohl ich das in Vorträgen häufig gehört hatte, versteht die Seele doch anders, als wenn sie durch Gottes Licht, von dem sie erhellt wird, erkennt.
Weder Gnaden, noch Eingebungen, noch Entzückungen, wie auch andere verliehene Gnaden machen die Seele vollkommen, sondern nur die innere Vereinigung meiner Seele mit Gott. Die Gaben sind lediglich Schmuck für die Seele, aber bilden sie weder ihren Inhalt noch die Vollkommenheit. Meine Heiligkeit und Vollkommenheit beruht auf der engen Vereinigung meines Willes mit dem Willen Gottes. Gott tut unserem Willen niemals Gewalt an. Es hängt von uns ab, ob wir Gottes Gnade annehmen wollen oder nicht; ob wir mit ihr zusammen wirken wollen oder sie aber vergeuden.
 
Durch die Erkrankung an Tuberkulose, welche ihre Lungen und andere Organe in Mitleidenschaft zog, durchlief sie Perioden großen körperlichen und seelischen Leidens, welche sie in inniger Verbindung mit Jesus durchlebte und zur Erlösung der Sünder aufopferte.
Gott machte die Hl. Faustina zu seiner Zeugin, seiner Sekretärin und seiner Apostelin der Barmherzigkeit für die ganze Welt.

Sie schreibt am 30. Januar 1938 in ihr Tagebuch: 
Heute hörte ich die Worte:
"Im Alten Testament habe Ich zu Meinem Volk Propheten mit Blitz und Donner gesandt. Heute sende Ich dich zu der ganzen Menschheit mit Meiner Barmherzigkeit. Ich will die wunde Menschheit nicht strafen, sondern sie gesundmachen, sie an Mein barmherziges Herz drücken. Von Strafen mache Ich Gebrauch, wenn sie mich selbst dazu zwingen; Meine Hand greift nicht gern nach dem Schwert der Gerechtigkeit. Vor dem Tage der Gerechtigkeit sende Ich den Tag der Barmherzigkeit."
 
Von 1934 an schrieb sie auf Anraten ihres Beichtvaters, des Priesters Prof. Michal Sopocko, und auf Jesu Christi persönliche Bitte alles nieder, was dieser ihr mitteilte.

Sie schreibt am 8. Mai 1938 in ihr Tagebuch: 
Und Jesus sagte mir:
"Sekretärin Meines tiefsten Geheimnisses, wisse, dass du in ausschließlicher Vertraulichkeit mit Mir bist. Du hast die Aufgabe, alles aufzuschreiben, was Ich dich über Meine Barmherzigkeit erkennen lasse und zwar zum Nutzen der Seelen, die diese Schriften lesen. Sie erfahren in ihrer Seele Trost und Mut, sich Mir zu nähern. Deshalb ist es mein Wunsch, dass du alle Freizeit dem Schreiben widmest."

Auf diese Weise benutzte Jesus Christus die Hl. Faustina, um die Botschaft von Seiner unermesslichen Göttlichen Barmherzigkeit in der Welt zu verbreiten.
Heute hat diese Botschaft Seiner Göttlichen Barmherzigkeit unzählige Menschen in der ganzen Welt ergriffen - und so auch mich!
Ein tiefes Vertrauen in diese Barmherzigkeit Jesu Christi hilft uns, unser Leben in Nächstenliebe und missionarischem Eifer zu leben.
Die Verehrung des Barmherzigen Jesus, das Fest der Göttlichen Barmherzigkeit, der Rosenkranz der Göttlichen Barmherzigkeit, das Gebet zur dritten Stunde und die Novene zur Göttlichen Barmherzigkeit sind wunderbare Mittel, die uns helfen, ein solches Leben zu verwirklichen - und sie sind uns von Jesus Christus persönlich geschenkt!
Die Hl. Faustina verstarb am 5. Oktober 1938 im Alter von 33 Jahren in Krakau an Tuberkulose.
Das Verfahren zu ihrer Seligsprechung wurde 1968 eingeleitet und 1992 vollendet. Papst Johannes Paul II. sprach sie am 30. April 2000 in Rom heilig und eröffnete gleichzeitig mit der Verkündigung des Sonntags der Göttlichen Barmherzigkeit für die ganze Kirche einen neuen Gnadenstrom. Dieser Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit findet jetzt immer am ersten Sonntag nach Ostern statt.
Die sterblichen Überreste der Hl. Faustina  ruhen im Heiligtum der Göttlichen Barmherzigkeit in Krakau-Łagiewniki.
 

Samstag, 4. Oktober 2014

St. Lambertus zu Düsseldorf




Eine meiner Lieblingskirchen von Düsseldorf ist die St. Lambertus-Basilika in der Düsseldorfer Altstadt.
Sie ist wohl das älteste Bauwerk der historischen Altstadt.
Der gedrehte Turmhelm der Basilika ist als "schiefer Turm von St. Lambertus" ein Wahrzeichen der Landeshauptstadt Düsseldorf und bestimmt seit 1394 die Silhouette der Rheinfront. Hier auf meinem Foto ist ein sehr schöner Blick auf die Basilika von einem Ausflugsschiff auf dem Rhein zu sehen.

Links neben dem markanten Turm kann man die Kapelle St. Joseph des ehemaligen Theresienhospitals sehen.
 
Im Innern birgt die St. Lambertus-Basilika eine Fülle von bedeutenden Kunstwerken aus sieben Jahrhunderten und einen bemerkenswerten Kirchenschatz.
 
Patron der Kirche ist der Hl. Lambertus, der im Jahre 705 als Märtyrer in Lüttich wegen seines Glaubens ermordet wurde.

Im Pfarraltar wird ein Schrein (1665) mit Reliquien des Hl. Apollinaris aufbewahrt, der seit 1394 als Stadtpatron Düsseldorfs verehrt wird.

Besonders verehrt wird von den zahlreichen Besuchern das Gnadenbild "Maria in der Not", welches aus der Zeit vor 1334 stammt. Die Menschen kommen dorthin, um eine Kerze anzuzünden und für ihre persönlichen Anliegen zu beten.