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Mittwoch, 25. Februar 2015

Über den Sinn des Leidens


Dom zu Essen: Unser Herr Jesus Christus am Kreuz

Vor kurzem erzählte mir ein Freund, der kein Christ ist, dass ein guter Freund von ihm an einem schweren Krebsleiden erkrankt ist, welches schon in wenigen Monaten zu seinem sicheren Tod führen wird, weil der Krebs bereits im ganzen Körper Metastasen gebildet hat und somit eine Heilung nicht mehr möglich ist.

Dann stellte mir mein Freund die Frage, die wir immer wieder hören, wenn jemandem ein großes Leid, wie zum Beispiel eine tödliche Erkrankung, widerfahren ist oder wenn eine Katastrophe die Menschen getroffen hat:
„Wie kann Gott so etwas zulassen?“ und „Mein Freund ist doch ein guter Mensch, der sogar an Gott glaubt.“

Ich muss gestehen, auch mich machte das Leid seines Freundes, den ich selbst  kenne, sprachlos, und ich wusste nicht so richtig, was ich auf seine Frage antworten sollte.

Jetzt hat mich aber selbst ein großes persönliches Leid getroffen, und daher habe ich in der letzten Zeit viel über den Sinn des Leidens nachgedacht. Ich habe Leiden also auch selbst erlitten, habe den Heiligen Geist um Erleuchtung gebeten und habe in der Heiligen Schrift nach einer Antwort gesucht.

Daher glaube ich, dass ich jetzt eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Leidens geben kann:

Woher kommen also die Leiden?

Darauf gibt die Heilige Schrift eine eindeutige Antwort.

Als Gott aus tiefer Liebe den Menschen erschuf, war dieser unsterblich. Es gab kein Leid, keine Krankheit, keinen Verfall und keinen Tod. Die Welt war rein, schön und ohne Makel. Der Mensch lebte im Garten Eden, und er musste sich im täglichen Leben nicht abplagen und mühen. Die wunderbarsten Früchte ernährten den Menschen, und er hatte einen innigen und vertrauten Umgang mit Gott, denn die Bibel sagt, dass Gott im Garten einherschritt und mit Adam und Eva sprach.

Doch dann ließ sich der Mensch von der Schlange, die nichts anderes ist als der Teufel, zum Ungehorsam gegen Gott verführen.  Adam und Eva aßen bekanntlich die Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Damit rebellierten sie gegen Gott und verstießen gegen sein Gebot, nicht von diesem Baum zu essen.

Daraufhin belegte Gott den Menschen wegen seines Ungehorsams und wegen seiner Untreue mit drei schweren Strafen:     

Gott sprach zu Adam: „Staub bist du und zum Staub sollst du zurückkehren.“

Das bedeutete also, dass Gott den Menschen dazu verurteilte, eines Tages sterben zu müssen, da nach Gottes Gerechtigkeit die Strafe für die Sünde der Tod ist. 

So kam der Tod in die Welt, wahrlich die Schrecklichste aller Strafen. Und diese Strafe betraf nicht nur die Menschen, denn seither müssen nicht nur die Menschen sterben, sondern auch die Tiere und die Pflanzen. Die ganze Natur ist jetzt der Vergänglichkeit unterworfen.           

Gott sprach außerdem zu Adam: „So ist verflucht der Ackerboden deinetwegen. Unter Mühsal wirst du von ihm essen alle Tage deines Lebens. Dornen und Disteln lässt er dir wachsen. Im Schweiße deines Angesichtes sollst du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zum Ackerboden; von ihm bist du ja genommen.“

Das bedeutete also, dass auf diese Weise auch die Mühsalen, die Sorgen, die Plagen, die Nöte und die Lasten des Broterwerbs durch die Sünde in das Leben des Menschen gekommen sind.

Gott sprach zu Eva: „Viel Mühsal bereite ich dir, sooft du schwanger wirst. Unter Schmerzen gebierst du Kinder. Du hast Verlangen nach deinem Mann; er aber wird über dich herrschen.“

Das war die dritte Strafe, dass das Leben leidvoll und unsicher ist. Gott strafte die Menschen somit massiv.

Wir können also sagen, dass die Leiden eine Folge der Sünde des Menschen sind.
Wir können ebenfalls sagen, dass die Leiden eine Folge der Schuld des Menschen sind.
Die Leiden sind also als Erbsünde und als Erbschuld über alle Geschlechter des Menschen gekommen.  Die Erbsünde ist ein Dogma der katholischen Kirche. 

Jetzt werden viele Menschen ganz bestimmt sagen: „Was gehen mich die Sünden von  Adam und Eva an?“

Nun, so leicht können wir uns das nicht machen. Wenn wir ganz ehrlich sind und tief in uns hineinschauen, wissen wir, dass auch wir diese oder ähnliche Sünden begangen hätten.     
                                                   
Außerdem  besteht ein tiefer Zusammenhang zwischen allen Lebewesen, die auf der Erde leben. Wir sind alle eins. Was die ersten Menschen taten, taten sie für das ganze Menschengeschlecht. Das ist quasi das Gesetz von Ursache und Wirkung. Handeln hat nun einmal Folgen über alle Generationen hinweg. Die östlichen Religionen nennen dies Karma.

Michaelangelo: Sündenfall und Vertreibung aus dem Paradies

Im Inneren des Menschen schwelt nun immerzu dieser Brandherd der Sünde. Die Sünde ist wie eine Infektion. Hat sie einmal den Menschen erfasst, breitet sie sich wie eine Welle aus. Alles wird davon erfasst. Nun hat der Mensch in sich die Neigung zum Bösen, und er spürt einen starken Drang zur Gier, zur Lust, zum Hass und zur Macht. Er will immer mehr haben, er will einen immer lustvolleren Genuss, und er will über andere Menschen herrschen. 

Das größte Problem des Menschen aber ist seine Ich-Sucht. Er ist verblendet und kreist oft nur um sein Selbst. Alle Neigungen im Menschen drängen ihn nun zur Sünde, und allzu oft erliegt der Mensch diesen Neigungen. 
   
Jetzt wissen wir also, woher die Leiden kommen. Sie sind eine Folge der Erbsünde.

Nun ist Gott ein heiliger Gott, der vollkommen gerecht ist. Seine vollkommene göttliche Gerechtigkeit verlangt daher, dass die Sünde mit einer Strafe belegt werden muss, damit das Böse nicht triumphiert.
Wenn wir also sündigen, werden wir nicht straflos bleiben. Gott hat über jede Sünde eine Strafe verhängt.

Wozu dienen also die Leiden?

Die Leiden dienen also zur Bestrafung der Sünder.  Es dient der göttlichen Gerechtigkeit, wenn Sünde und Schuld mit Strafe beantwortet werden.   
  
Die Leiden dienen aber auch als ein Heilmittel, denn mit den Sündenstrafen möchte Gott ja ebenfalls erreichen, dass sich der Sünder von seinem sündigen Weg abwendet. Das dürfen wir unter keinen Umständen vergessen. Denken wir auch in den schlimmsten Momenten daran, dass die gegenwärtigen Leiden für uns ein Heilmittel sein können. Gott möchte, dass wir erkennen, dass wir auf dem falschen Weg sind. Gott möchte, dass wir unsere Vergehen einsehen und zu ihm umkehren. Er möchte eine Wandlung unserer Herzen erreichen. Leiden können somit auch eine Gnade und eine große Chance für uns sein. 
   
Ja, es gibt zeitliche Sündenstrafen, und diese Strafen sind Gottes Antwort auf unsere Sünden. So lässt Gott Leiden aller Art über den Sünder kommen wie Krankheiten, Nöte, Unglücke, Verfolgungen, Schmerzen und Verluste.  

Haben wir nicht alle schon erfahren, dass Sünden unserem Leben nicht die ersehnte Erfüllung, sondern uns vielmehr Unglück und Leid gebracht haben? Wir werden also oft auch damit gestraft, womit wir auch gesündigt haben.

Sehr viele Krankheiten und unermesslich viele Leiden lassen sich direkt auf die Übertretung göttlicher Gebote zurückführen. 

Doch die Leiden treffen auch den Gerechten oder jedenfalls denjenigen, der sich bemüht, gut zu sein und versucht, nach Gottes Gesetzen zu leben.

Warum kommen die Leiden also auch über den Gerechten? 
  
Oft haben wir sogar den Eindruck, dass die Bösen ungestraft ihr böses Werk verrichten können und kein Leiden sie trifft. Und der Gute, der sich abmüht, wird von einem Leid nach dem anderen getroffen.

Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass es Menschen, die sich in keinster Weise um Gott und seine Gebote kümmern, oft besser ergeht als den Menschen, die ihr Leben nach Gott ausrichten.

Kloster Saarn: Der leidende Christus

Für die Leiden, die also die Gerechten treffen, gibt es folgende Erklärungen:

Zunächst müssen wir auf unseren Herrn Jesus Christus schauen. Hat Er nicht für uns am Kreuz gelitten, obwohl keine Sünde an Ihm gefunden wurde? Er, der ohne Sünde und Schuld war, hat für unsere Erlösung gelitten. Danken wir dem Herrn für diese unermessliche Liebe.

Wer also Jesus Christus nachfolgen und die Krone des ewigen Lebens erringen will, für den führt die Auferstehung ebenfalls durch Leiden und Tod.  Der Jünger steht nicht über dem Meister. Jeder aber wird vollkommen sein, wenn er wie sein Meister ist.

So sagte Jesus auch: „Wer mein  Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten. Denn was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sich selbst verliert und Schaden nimmt.“

Wenn wir auf die vielen Heiligen schauen, die Jesus Christus nachfolgten, so fällt auf, dass alle diese Heiligen es als größte Gnade ansahen, für unseren Herrn Jesus Christus leiden zu dürfen und Ihm auf diese Weise ähnlich zu werden. 

Ein weiterer Grund für die Leiden ist auch, dass Gott uns prüft, ob wir Ihm auch im Leiden die Treue halten.  In guten Tagen ist es leicht, Gott zu lieben und auf Seinen Wegen zu gehen. Aber wehe, wenn böse Tage kommen, wie viele Menschen haben sich dann schon von Gott abgewandt.    
                           
Wer nur Gott folgt, weil er sich Vorteile davon verspricht, der wird schnell von Ihm abfallen, wenn Leiden ihn treffen.

Wer aber in Leiden Gott die Treue hält, zeigt, dass er Gott um Seiner selbst willen liebt. Für denjenigen bedeuten dann die Leiden eine Läuterung von allem, was ihn noch von Gott trennt. Freuen wir uns doch über das Geschenk der Reinigung und der Läuterung. Ich weiß natürlich, dass dies leichter gesagt als getan ist.

Wir müssen aber auf jeden Fall von der falschen Einstellung loskommen, dass Leiden Ungnade und Leidlosigkeit Gnade bedeutet. 
Alle Heiligen haben irgendwann begriffen, dass es genau umgekehrt ist.

Leiden sind eine große Gnade, wenn wir sie zu unserer Buße und zu unserer Läuterung annehmen.

Pietà in der Pfarrkirche Sankt Mariä- Himmelfahrt, Kloster Saarn

Die katholische Kirche sagt ganz eindeutig, dass wir durch Leiden, welche wir ohne Klagen annehmen und gottergeben und mutig tragen, schon hier auf Erden zeitliche Sündenstrafen abtragen können, die andere Menschen im Fegefeuer durchleiden müssen. 

Außerdem haben uns viele Heilige, die das Fegefeuer durch Gottes Gnade schauen durften, gesagt, dass die Leiden des Fegefeuers schlimmer sind als die Leiden auf Erden. 

Seien wir also dankbar, wenn wir die uns bestimmten zeitlichen Sündenstrafen schon hier auf Erden durch geduldiges Leiden, durch Krankheiten, durch Unsäglichkeiten, durch Nöte,  durch Verleumdungen und durch Enttäuschungen aller Art abtragen dürfen. Ich weiß allerdings selbst aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, sein Leiden geduldig und gottergeben zu ertragen.  Jedoch ist die Schule des Leidens die Beste aller Schulen.

Es ist ein katholisches Dogma, dass man sich durch geduldig ertragenes und in Gott ergebenes Leiden die heiligmachende Gnade, den Himmel, sowie Kronen und Belohnungen im Himmel erwerben kann. 

Natürlich sind das alles Gnadengeschenke Gottes, aber das ist ja auch der Sinn aller Leiden, dass wer sie gottgefällig und nach Gottes Willen erträgt, dem nützen sie auch in der Ewigkeit.

Ja, so können wir wirklich dem heiligen Paulus zustimmen, der schreibt: „Jenen, die Gott lieben, gereicht alles zum Besten!“

Alles bedeutet alles, also auch und gerade die Leiden!

Somit können wir uns durch die in Christus ertragenen Leiden die Himmelskrone verdienen.

Das ist also der Sinn des Leidens!

Die Schmerzhafte Mutter von Stiepel

Wir dürfen aber auch eine erstaunliche und wunderbare Erfahrung mitten im Leiden machen:

Gott lässt uns im Leiden nicht alleine! 

Gott verlässt uns nicht. Ganz im Gegenteil, er wird sich als unsere Kraft und unsere Stärke erweisen. Er wird uns durch das Leiden hindurchtragen.

Wir müssen freilich Glauben haben und uns im Gebet an ihn wenden. Doch wenn wir das tun, so werden wir das erfahren, was Jesus uns selbst versprochen hat:

„Und alles, was ihr im Gebet erbittet, werdet ihr erhalten.“

Suchen wir Gottes Beistand und Hilfe im Leid. So wie es Jakobus in seinem Brief schreibt: 

„Ist einer von euch bedrückt? Dann soll er beten.“

Wir werden Gottes Beistand und Hilfe erfahren. Er selbst wird alles für uns werden. Er wird uns trösten, wie eine Mutter ihr Kind. Und dann werden wir erfahren, dass Er selbst im tiefsten Leiden bei uns ist.

Auch wenn nicht alles nach unseren Wünschen verlaufen wird, wir werden erfahren, dass das Leiden unsere größte Gnade sein wird.      
                                                         
Wir werden die Erfahrung machen, dass das Leiden tatsächlich unsern Glauben stärken kann, und dass es sogar zu unserem Besten dient, nämlich der Vereinigung mit Gott!

Und noch etwas: Sehen wir eine leidende Schwester oder einen leidenden Bruder, so können wir selber zu einem großen Trost werden! 
Wir können uns in tiefem Mitgefühl üben, ihnen konkret in Rat und Tat beistehen und für die Schwester und den Bruder beten! 

Unser größter Trost, unsere größte Hilfe und unsere einzige Hoffnung: Jesus Christus

Dienstag, 24. Februar 2015

Der Wallfahrtsort Kevelaer im Winter

Gnadenkapelle und Basilika zu Kevelaer

Die niederrheinische Stadt Kevelaer ist einer der bedeutendsten katholischen Wallfahrtsorte Deutschlands. Seit dem 17. Jahrhundert pilgern jedes Jahr hunderttausende Menschen zu dem Gnadenbild der Allerheiligsten Gottesmutter Maria, die hier als "Consolatrix Afflictorum", als Trösterin der Betrübten, verehrt wird.
Zur Weihnachtszeit des Jahres 1641 hörte der Händler Hendrik Busmann während eines Gebetes eine Stimme, die zu ihm an einem Hagelkreuz sprach: "An dieser Stelle sollst du mir ein Kapellchen bauen!"
Im Verlauf der weiteren Tage hörte er diese Stimme noch zweimal während seiner Gebete.
Einen Monat vor dem Pfingstfest des Jahres 1642 sah seine Ehefrau Mechel Schrouse während einer nächtlichen Erscheinung in einem glänzenden Licht ein Heiligenhäuschen mit dem Gnadenbild der Gottesmutter Maria, der  "Consolatrix Afflictorum" von Luxemburg.
Sie erinnerte sich daran, dass ihr zwei Soldaten einige Zeit zuvor das Bild zum Kauf angeboten hatten. Daraufhin beauftragte sie ihren Ehemann, die Soldaten zu suchen und das Bild zu kaufen.
Wie durch ein Wunder gelang es ihrem Ehemann, die Soldaten ausfindig zumachen und das Bild zu kaufen.

Gnadenkapelle zu Kevelaer

Nachdem auch Wunderheilungen, die auf die Fürbitte der Gottesmutter Maria stattgefunden hatten, bekannt geworden waren, erkannte die katholische Kirche Kevelaer als Wallfahrtsort an. Bis in unsere Zeit sind eine große Anzahl von Menschen durch die Gnade Gottes auf die Fürsprache der "Consolatrix Afflictorum" von Krankheiten und Gebrechen geheilt worden.
Heutzutage ist das Gnadenbild in der Gnadenkapelle zu Kevelaer ausgestellt.

Trösterin der Betrübten

Die Kerzenkapelle ist das älteste Kirchengebäude Kevelaers. Die Kapelle ist dem Heiligen Erzengel Michael geweiht.

Kerzenkapelle zu Kevealer

Kevelaer ist auch im Winter eine Reise wert. Es ist dann ruhiger in der Stadt, da die meisten Pilger im Sommer die Stadt besuchen.
Kevelaer ist ein wunderschönes Städtchen und hat viel zu bieten. Es liegt eingebettet in der romantischen Landschaft des Niederrheins.

Hier noch einige wunderschöne Eindrücke:

Das Priesterhaus
Kerzenkapelle
 
In der Kerzenkapelle

Sakramentskapelle
Beichtkapelle
Der Engel über der Beichtkapelle

Donnerstag, 19. Februar 2015

Bedenke, Mensch, dass Du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehrst!

Kloster Saarn

Gestern, am Aschermittwoch, zum Beginn der österlich Bußzeit, zeichnete der Priester das Aschekreuz auf die Stirn der Menschen und sprach: 

"Bedenke, Mensch, dass Du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehrst."

Die Asche ist das Zeichen menschlicher Vergänglichkeit, das Aschekreuz ist das Symbol für Trauer, Buße und Umkehr.

Nur eines ist im Leben gewiss - unser Tod!

Auch Du - liebe Leserin - und Du - lieber Leser - wirst einmal sterben!
Weißt Du schon, wann Du sterben wirst? 
Weißt Du schon wie und wo?
Nein, Du weißt es nicht, aber Du weißt mit Gewissheit, dass Du einmal sterben wirst. Du kannst es verdrängen, Du kannst Dich mit allem Möglichen betäuben, Dein Tod wird kommen. Dein Tod ist unausweichlich!
Und wenn Dein Tod kommt, wo bist Du dann und was tust Du gerade? Und welcher Art wird Dein Tod sein, schmerzvoll oder leicht?
Wirst Du im Bett sterben, weil Du todkrank bist oder im Auto, weil Du einen Unfall hattest?
Im Krankenhaus, im Urlaub oder bei der Arbeit?
Wirst Du dabei allein sein oder wird jemand Deine Hand halten und für Dich beten?
Was wird dann aus Deinem Geld? Was wird aus Deinen Möbeln, Deinem Schmuck oder Deinem Haus? Kannst Du etwas davon mitnehmen? Bedeutet Dir dann all Dein Hab und Gut im Augenblick des Todes noch etwas?
Und was geschieht mit Deiner Leiche? 
Nun, Deine Leiche wird vergraben, weil sie  zu stinken und zu verwesen anfängt. Und was wird mit Dir, mit Deiner Persönlichkeit?
Noch hast Du einen Körper. Du kannst mit ihm machen, was Du willst. Doch eines Tages kannst Du nichts mehr mit ihm machen! Dann kann man nur noch sagen: Du hattest einen Körper. Warum hast Du ihn dann nicht mehr? 

Weil Du nicht mehr da bist!!!

Du musstest Deinen Körper verlassen! Warum hast Du ihn denn verlassen? Wolltest Du ihn denn verlassen? Nein! Du wolltest ihn nicht verlassen! Du musstest ihn verlassen!  
Dein Körper ist nun tot, er wird eiskalt. Die Leichenstarre tritt ein, Dein Herz schlägt nicht mehr. Nie mehr!
Wo bist Du dann? Wo gehst Du dann hin?

Ja, wohin???? 


Der Mensch besteht eben nicht nur aus seinem Körper, sondern er besitzt noch eine unsterbliche Seele, die sich beim Tode vom Körper trennt.
Deine Seele lebt ewig, und wo geht sie also nach dem Tod Deines Körpers hin?

Wo gehst Du dann hin???                     

Katholischer Friedhof Mülheim/Ruhr-Saarn

Vielleicht sagst Du: Mit dem Tod ist alles aus. Ende, aus, vorbei!
Und wenn doch nicht alles aus ist? 
Wenn Gott tatsächlich existiert und es doch einen Himmel und eine Hölle gibt? 
Bist Du Dir dann ganz sicher, dass wirklich alles aus ist? 
Ganz sicher? Auch dann noch, wenn der Todesschweiss auf Deiner Stirne herunterrinnt?

Kein Gericht? Keinen Himmel? Keine Hölle?                                                                     
 
Gott hat Dich aus Liebe erschaffen, er wollte Dich - ganz genau Dich!

Einst schuf Gott die Engel. Doch Er legte ihnen eine Prüfung auf, damit sie sich für Ihn oder gegen Ihn entscheiden konnten.
Luzifer, der Schönste aller Engel, entschied sich gegen Ihn! Wir kennen ihn heute als den Teufel! Er riss Milliarden anderer Engel mit sich in die Hölle, denn auch sie entschieden sich gegen Gott. Sie wurden zu Dämonen!

Um die frei gewordenen Plätze im Himmel wieder zu besetzen, erschuf Gott den Menschen.
Doch auch die Menschen mussten geprüft werden. Wie wir wissen, bestanden Adam und Eva diese Prüfung nicht! 
Unser Feind, der Teufel, verführte sie zum Ungehorsam gegen Gott. Er hasst die Menschen. Er will nicht, dass die Menschen in den Himmel kommen. 
Kein Mensch konnte seither in den Himmel eingehen, denn die Sünde der beiden Stammeltern vererbte sich durch alle Geschlechter, daher nennen wir sie auch die Erbsünde. 
Und der Teufel geht seither durch die Welt wie ein reißender Löwe, er sucht, wenn er verschlingen kann. 
Dieser grausame Feind will nicht, dass Du in den Himmel kommst!

Um die Menschheit aus diesem Zustand zu erlösen, musste Gott ein Mensch werden und als Mensch die Menschheit durch Seinen Tod am Kreuz mit sich selbst versöhnen.
Jeder Mensch hat nun aufgrund der Erlösung durch unseren Herrn Jesus Christus die Möglichkeit, den Platz einzunehmen, den ein Engel, der ein Dämon geworden ist, verloren hat. Es liegt nun am Menschen selbst, ob er sich für diesen Platz entscheidet, oder ob er einen Platz beim Teufel und seinen Dämonen in der Hölle einnehmen will!

Der Mensch ist in seiner Entscheidung völlig frei, denn Gott gab ihm den freien Willen. Gott hat den Menschen für den Himmel erschaffen und nicht für die Hölle. Die Entscheidung aber liegt beim Menschen - bei Dir! 

Gott kann daher einen Menschen weder in den Himmel zwingen, noch in die Hölle!
 
Nur durch Jesus Christus allein können wir in den Himmel gelangen! Übergebe Ihm Dein Leben, lass Dich durch Jesu Christi Kostbares Blut reinigen und richte Dich nach Seinen Worten!
Dann wirst Du mit der Gnade Gottes in den Himmel gelangen!
Gott hat uns dazu noch eine große geistige Hilfe geschenkt! Das sind die Heiligen Sakramente der katholischen Kirche! Nutze sie, sie werden Dir Kraft, Hilfe und Stärkung sein!
Danken wir also Gott für Seine unermessliche Barmherzigkeit und Seine unergründliche Liebe! Danken wir unserem geliebten Herrn Jesus Christus für das Geschenk unserer Erlösung, die Er teuer für uns durch das Kreuz erkauft hat. 

Jesus Christus hat alles für uns gegeben, sogar Sein Leben!

Vertraue daher nur auf Jesus Christus! 

Kehre um zum Herrn und nutze die Fastenzeit zur Buße!

So wirst Du in den Himmel gelangen!

Jesus, ich vertraue auf Dich!

Montag, 16. Februar 2015

Wir haben einen Vater im Himmel, der uns unermesslich liebt!


Es ist sehr traurig, aber die wenigsten Menschen auf der Welt wissen, dass wir einen Vater im Himmel haben, der uns unermesslich liebt.
Sogar nur sehr wenige Katholiken denken in ihrem täglichen Leben daran, dass sie einen Vater im Himmel haben, der sie nicht nur geschaffen hat, sondern der sie so sehr liebt, dass sie sich immer vertrauensvoll an Ihn wenden können und sie alle Liebe und alle erdenkliche Hilfe von Ihm erwarten können.
Gott Vater ist der zärtlichste und liebevollste Vater, den man sich vorstellen kann.
Leider sind die Vorstellungen vieler Menschen von einem Vater im Himmel von einem zornigen und strafenden Gott geprägt. So wenden sie sich von ihrem Himmlischen Vater ab, haben Angst vor Ihm oder wissen noch nicht einmal mehr, dass es einen uns über alle Maße liebenden Vater im Himmel gibt.
Gott Vater liebt die Menschen so sehr, dass Er sogar Seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.
So sandte Gott Vater Jesus Christus in die Welt, und Jesu Auftrag war es, die Liebe und Barmherzigkeit des Himmlischen Vaters zu verkünden.
Die Heilige Schrift bezeugt es an über einhundertvierzig Stellen, wie sehr uns der Vater im Himmel liebt.
Wir können zu einem sehr innigen Verhältnis zu Gott Vater gelangen.
Wenn wir uns vertrauensvoll im Gebet an unseren Himmlischen Vater wenden und uns Seiner barmherzigen Liebe öffnen, werden wir unseren Himmlischen Vater als den Gott der Liebe kennenlernen.
Wenn wir die Heilige Schrift lesen, werden wir feststellen, dass die Bibel ein wunderbarer Liebesbrief Gott Vaters an uns Menschen ist.


In vielen Versen sagt uns Gott Vater, dass Er uns liebt. Er weiß, wann wir aufstehen und wann wir schlafen gehen (Psalm 139,1). Er kennt alle unsere Weg (Psalm 139,3), und Er hat alle Haare auf unserem Kopf gezählt (Matthäus 10,29-31). Gott Vater hat uns nach Seinem Bild geschaffen (1. Mose 1,27), und wir sind Seine Kinder (Apostelgeschichte 17,28). Er kannte uns schon, bevor wir geboren wurden (Jeremia 1,4-5). Er hat uns kunstvoll im Mutterleib gestaltet (Psalm 139,13). Gott Vater ist der vollkommene Vater (Matthäus 5,48). Alle guten Dinge, die wir empfangen, kommen nur von Ihm (Jakobus 1,17). Er liebt uns mit einer Liebe, die nie enden wird (Jeremia 31,3). Gott Vater wird nie aufhören, uns Gutes zu tun (Jeremia 32,40). Wenn wir Ihn von ganzem Herzen suchen, so wird Er sich von uns finden lassen (5. Mose 4,29). Haben wir unsere Freude an Ihm, so will Er uns das geben, wonach wir uns sehnen (Psalm 37,4). Wenn unser Herz zerbrochen ist, so ist Er uns nahe (Psalm 34,18). Eines Tages wird Er alle Tränen von unseren Augen abwischen (Offenbarung 21,3-4). Gott Vater ist unser Vater, und Er liebt uns genauso, wie Er Seinen Sohn Jesus liebt (Johannes 17,23). Jesus spiegelt das Wesen von Gott Vater in vollkommener Weise wieder (Hebräer 1,3). Jesus kam auf diese Welt, um zu zeigen, dass Gott Vater nicht gegen uns ist, sondern für uns (Römer 8,32). Er kam, um uns zu sagen, dass Gott Vater uns unsere Sünden nicht länger anrechnet (2. Korinther 5,18-19). Jesus starb, damit Gott Vater und wir wieder versöhnt werden können (2. Korinther 5,18-19). Nichts kann uns jemals von der Liebe Gott Vaters trennen (Römer 8,38-39). Er war schon immer unser Vater und wird immer ein Vater für uns sein (Epheser 3,14-15). Gott Vater wartet auf uns (Lukas 15,11-32).

Sonntag, 15. Februar 2015

Litanei zu Ehren des Himmlischen Vaters



Herr, erbarme Dich unser!
Christus, erbarme Dich unser!
Herr, erbarme Dich unser!
Christus, höre uns! 

Christus, erhöre uns!
Gott Vater vom Himmel, erbarme Dich unser!
Gott Vater von allen, erbarme Dich unser!
Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme Dich unser!
Gott Heiliger Geist, erbarme Dich unser!
Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme Dich unser!
Gott Vater, Beschirmer, erbarme Dich unser!
Gott Vater, unser Herrscher und Regierer, erbarme Dich unser!
Gott Vater, unsere Hoffnung, erbarme Dich unser!
Gott Vater, unser Erleuchter, erbarme Dich unser!
Gott Vater, unser Vorsteher, erbarme Dich unser!

Gott Vater, unser Vater, erbarme Dich unser!
Gott Vater, unsere Zuflucht, erbarme Dich unser!
Gott Vater, unsere einzige Liebe, erbarme Dich unser!
Gott Vater, unser höchstes Vergnügen, erbarme Dich unser!
Gott Vater, unser Erschaffer, erbarme Dich unser!
Gott Vater, unser Erhalter und Ernährer, erbarme Dich unser!
Gott Vater, unser heiliger Gott, erbarme Dich unser!
Gott Vater, unser heiliger starker Gott, erbarme Dich unser!

Gott Vater, unser heiliger unsterblicher Gott, erbarme Dich unser!
Gott Vater, unser allmächtiger Gott, erbarme Dich unser!
Gott Vater, unser allweiser Gott, erbarme Dich unser!
Gott Vater, unser unendlich guter Gott, erbarme Dich unser!
Gott Vater, unser voraussehender Gott, erbarme Dich unser!
Gott Vater, unser allerliebenswürdigster Gott, erbarme Dich unser!
Gott Vater, der Du alles, was auf Erden ist, dem Menschen zum Gebrauche erschaffen hast, erbarme Dich unser!
Gott Vater, der Du die Vögel der Luft und alle Tiere wunderbar erhältst und ernährst, erbarme Dich unser!
Gott Vater, der Du die Lilien und Blumen des Feldes herrlich kleidest, erbarme Dich unser!
Gott Vater, der Du den Früchten der Erde Wachstum und Gedeihen gibst, erbarme Dich unser!
Gott Vater, der Du alle Haare des menschlichen Hauptes gezählt, erbarme Dich unser!
Gott Vater, der Du alles dem Menschen zum Besten ordnest und richtest, erbarme Dich unser!

Gott Vater, der Du auch die zeitlichen Trübsale und Leiden zum Nutzen schickest, erbarme Dich unser!
Gott Vater, der Du durch das Kreuz zu wahrer Busse und Besserung des Lebens bekehrest, erbarme Dich unser!
Gott Vater, der Du durch Verfolgung uns von der Welt und allem Irdischen abziehst und uns zur Erkenntnis Deiner Hoheit führst, erbarme Dich unser!

Gott Vater, der Du alle, die sich gänzlich Deiner Vorsehung überlassen, mitten in Nöten mit wunderbarer Hilfe segnest, erbarme Dich unser!
Gott Vater, der Du alle, die auf Dich hoffen, nicht zu Schanden werden lässt, erbarme Dich unser!

Gott Vater, sei uns gnädig, erhöre uns!
Gott Vater, von allem Übel, erlöse uns!
Gott Vater, von aller Sünde, erlöse uns!

Gott Vater, von Deinem Zorne, erlöse uns!
Gott Vater, von allem Misstrauen vor Deiner göttlichen Vorsehung, erlöse uns!
Gott Vater, von aller Ungeduld, erlöse uns!
Gott Vater, von aller Kleinmütigkeit in Kreuz und Leiden, erlöse uns!
Gott Vater, von allem Murren und Klagen wider die göttliche Vorsehung, erlöse uns!
Gott Vater, von allen Anfechtungen des Bösen, besonders in der Stunde des Todes, erlöse uns!

Gott Vater, von überflüssigen Sorgen im Zeitlichen, erlöse uns!
Gott Vater, dass Du uns ein kindliches, wahres Vertrauen zu Deiner göttlichen Vorsehung gewährest, wir bitten Dich, erhöre uns!
Gott Vater, dass wir in allem Glück und Unglück Deine göttliche Vorsehung demütig anbeten, wir bitten Dich, erhöre uns!
Gott Vater, dass wir unseren Willen jederzeit Deinem heiligsten Willen unterordnen, wir bitten Dich, erhöre uns!
Gott Vater, dass wir Dir im Leiden unsere Liebe eifriger zeigen, wir bitten Dich, erhöre uns!
Gott Vater, dass Du in allen Widerwärtigkeiten uns eine starkmütige Geduld verleihen wollest, wir bitten Dich, erhöre uns!
Gott Vater, im Himmel, dass Du uns erhören wollest!

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name,
Dein Reich komme,
Dein Wille geschehe
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen!

Herr erhöre mein Gebet und lass mein Rufen zu Dir kommen!


Amen.

Mittwoch, 11. Februar 2015

Heilige Bernadette von Lourdes, bitte für uns!

Heilige Bernadette von Lourdes

Heute vor 157 Jahren, am 11. Februar 1858, erschien die Allerseligste Jungfrau Maria der Heiligen Bernadette von Lourdes zum ersten Mal in der Grotte von Massabielle.

Dies war die erste von achtzehn Erscheinungen der Muttergottes in Lourdes, Frankreich.
Sie fanden alle im Jahre 1858 statt.

Bernadette Soubirous wurde am 7. Januar 1844 in der Mühle Boly in der Kleinstadt Lourdes in den französischen Pyrenäen geboren. 
Sie starb als Nonne am 16. April 1879 in Nevers.

Der Seligsprechungsprozess von Bernadette erforderte die Exhumierung ihres Leichnams. Dabei stellte man fest, dass Bernadettes Leib nicht verwest war - ein wunderbares Mysterium. 
Seit dem 3. August 1925 ruht Bernadettes Leib in einem Glasschrein in der Kapelle des Klosters Saint-Gildard in Nevers.
Am 8. Dezember 1933 wird Bernadette in Rom von Papst Pius XI. heiliggesprochen.

Heute ist Lourdes einer der größten Wallfahrtsorte der Christenheit.


Der unverweste Leib der Heiligen Bernadette von Lourdes im gläsernen Schrein zu Nevers.

Die erste Erscheinung am Donnerstag, den 11. Februar 1858
Bernadette begibt sich mit ihrer Schwester und einer Freundin nach Massabielle, das am Ufer des Flusses Gave liegt, um Brennholz zu sammeln.
Bernadette sitzt alleine vor der Grotte an einem Bach und zieht ihre Strümpfe aus, um den Bach zu durchqueren. Da hört sie ein Geräusch, das dem Wehen des Windes ähnelt und blickt in Richtung der Grotte. Da sieht sie eine Dame, die ein weißes Kleid, einen weißen Schleier, einen blauen Gürtel und auf jedem Fuß eine gelbe Rose trägt. 
Die Dame trägt auch einen Rosenkranz, und so macht Bernadette das Kreuzzeichen und betet den Rosenkranz mit der Dame. 
Nach dem Gebet entschwindet die Dame.


Das einzige Foto, das Bernadette in der Grotte von Massabielle zeigt, stammt aus dem Jahr 1862.

Die weiteren Erscheinungen
Die Dame erscheint der Heiligen Bernadette noch siebzehn Mal an der Grotte von Massabielle.
Trotz großen Widerstandes der französischen Behörden, die den "Aberglauben" verhindern wollen, geht sie auf Wunsch der Dame immer wieder zur Grotte.
Viele Menschen begleiten sie.
Am 25. Februar 1858 sind 300 Menschen zugegen, als die Dame Bernadette auffordert, eine Quelle in der Grotte auszugraben. 
Bernadette findet tatsächlich eine Quelle.
Am 1. März 1858 sind über 1500 Menschen versammelt, und zum ersten Mal ist auch ein Priester dabei. 
In der Nacht geschieht die erste wundersame Heilung, als Catherine Latapie ihren gelähmten Arm in das Wasser der Quelle taucht, und dieser sofort wieder beweglich ist.
Am 2. März 1858 bittet die Dame Bernadette, den Priestern zu sagen, dass Prozessionen an den Ort kommen sollen, und dass man dort eine Kapelle bauen soll.
Am 25. März 1858 offenbart die Dame endlich ihren Namen und nennt diesen im Dialekt der Gegend:
 „Que soy era Immaculada Councepciou!“ (Ich bin die Unbefleckte Empfängnis).
Bernadette eilt zum Pfarrer und wiederholt unterwegs immer wieder die Worte der Muttergottes. Der Pfarrer wird nachdenklich. Bernadette konnte diesen theologischen Ausdruck, der die Bewahrung der Allerseligsten Jungfrau Maria vor jeglichem Schaden der Erbsünde bezeichnet, nicht verstehen. 1854 hatte Papst Pius IX dies zu einem katholischen Dogma erklärt.
Am 16. Juli 1858 erscheint die Muttergottes Bernadette zum letzten Mal. Tausende Menschen sind anwesend.




Lourdes heute
Durch das Wasser aus der Quelle von Lourdes sind seitdem auf die Fürsprache der Allerseligsten Jungfrau Maria und auf die Fürsprache der Heiligen Bernadette eine große Anzahl Menschen von Krankheiten und Gebrechen aller Art geheilt worden.
Jedes Jahr kommen sechs Millionen Pilger nach Lourdes.
Nicht alle Menschen finden Heilung, aber alle finden Glauben, Hoffnung und Liebe.
So dürfen wir alle bitten:

               Heilige Bernadette von Lourdes, bitte für uns Sünder!

Das Lied von Bernadette


Das Ave Maria von Lourdes


Dienstag, 10. Februar 2015

Das Bildnis vom wunderbaren Gnadenauge zu Düsseldorf



In der Maxkirche zu Düsseldorf befindet sich ein Gnadenbild, zu dem viele Menschen pilgern. Es handelt sich dabei um das "Bildnis vom wunderbaren Gnadenauge". 
Dieses Gnadenbild ist ein Marienbild aus dem 17. Jahrhundert, zu dem einmal im Jahr auch eine Wallfahrt stattfindet.
Täglich kommen viele Menschen zu dem Gnadenbild und tragen ihre Bitten der Muttergottes vor.
Die Allerseligste Jungfrau Maria hilft immer, sie ist unsere größte Fürsprecherin bei ihrem Sohn, unserem Herrn Jesus Christus: 
   
                                                           O MARIA IMMER HILF

Bildnis vom wunderbaren Gnadenauge (1683, St. Maximilian, Düsseldorf)

So lasst uns denn beten:

                                        Wohlan denn, unsere Fürsprecherin,
                                        WENDE DEINE
                                        BARMHERZIGEN AUGEN ZU UNS,
                                        und nach diesem Elende zeige uns Jesum,
                                        die gebenedeite Frucht deines Leibes,
                                        o gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria!

                                        Heilige Muttergottes,
                                        erhalte uns das dreifache Licht,
                                        das Licht der Augen,
                                        das Licht des Verstandes
                                        und das Licht des Glaubens,
                                        und lass uns einst leuchten
                                        das ewige Licht!



Sonntag, 8. Februar 2015

Ich lieb Dich, Herr


Herz-Mariä-Sühne-Andacht am 7. Februar 2015 in Düsseldorf




Zur Herz-Mariä-Sühne-Andacht am 7. Februar 2015 im Martinus-Krankenhaus in Düsseldorf war wieder eine große Anzahl gläubiger Menschen in die wunderschöne Kapelle des Krankenhauses gekommen. 
Pater Aloys Mehlkopf aus dem berühmten Wallfahrtsort Kevelaer setzte feierlich das Allerheiligste aus, spendete den Beichtenden das Heilige Bußsakrament und feierte mit den vielen Gläubigen nach der Herz-Mariä-Sühne-Andacht die Heilige Messe. 
Für alle, die nicht mit dabei sein konnten und für diejenigen, die noch einmal die Texte beten oder meditieren möchten, ist hier die Andacht zusammen gestellt:


Lied zur Aussetzung des Allerheiligsten:
Gottheit tief verborgen,
betend nah' ich Dir.
Unter diesen Zeichen 
bist Du wahrhaft hier.
Sieh,mit ganzem Herzen,
schenk ich Dir mich hin,
weil vor solchem Wunder 
ich nur Armut bin.

Augen, Mund und Hände
täuschen sich in Dir,
doch des Wortes Botschaft
offenbart Dich mir.
Was Gott Sohn gesprochen,
nehm' ich glaubend an;
Er ist selbst die Wahrheit,
die nicht trügen kann.

Denkmal, das uns mahnet
an des Herren Tod!
Du gibst uns das Leben,
o lebendig Brot.
Werde gnädig Nahrung
meinem Geiste Du,
dass er Deine Wonnen koste immerzu.


Priester:
Hochgelobt und angebetet sei das Allerheiligste Sakrament des Altares - 
von nun an bis in Ewigkeit.


Vorbeterin:
Im Geiste Fatimas, der Buße und Wiedergutmachung aller Schmähungen und Lästerungen gegen das Heiligste Herz Jesu und das Unbefleckte Herz Mariens halten wir heute Abend wieder den Herz-Mariä-Sühne-Samstag.

Heute Abend ist Pater Aloys Mehlkopf aus Kevelaer bei uns.

Beichtgelegenheit ist bis kurz vor Beginn des Sakramentalen Segens gegen 19.00 Uhr.



Priester betet mit allen:
Komm Heiliger Geist, komm durch die Fürsprache des Unbefleckten Herzen Mariens, Deiner so geliebten Braut.
Komm Heiliger Geist, komm durch die Fürsprache des Unbefleckten Herzen Mariens, Deiner so geliebten Braut.
Komm Heiliger Geist, komm durch die Fürsprache des Unbefleckten Herzen Mariens, Deiner so geliebten Braut.

Atme in mir, Du Heiliger Geist, dass ich Heiliges denke.
Treibe mich, Du Heiliger Geist, dass ich Heiliges tue.
Locke mich, Du Heiliger Geist, dass ich Heiliges liebe.
Stärke mich Du Heiliger Geist, dass ich Heiliges bewahre.
Hüte mich, Du Heiliger Geist, dass ich das Heilige niemals verliere.
Amen.


Herr Jesus Christus, Sohn des Vaters, sende jetzt deinen Geist über die Erde. 
Lass den Heiligen Geist wohnen in den Herzen aller Völker, damit sie bewahrt bleiben mögen, vor Verfall, Unheil und Krieg. 
Möge die Frau aller Völker, die Selige Jungfrau Maria, unsere Fürsprecherin sein. 
Amen.


Lied:
Komm, o Geist der Heiligkeit!
Aus des Himmels Herrlichkeit
Sende Deines Lichtes Strahl.

Vater aller Armen Du,
Aller Herzen Licht und Ruh,
Komm mit Deiner Gaben Zahl!

Tröster in Verlassenheit,
Labsal voll der Lieblichkeit,
Komm, o süßer Seelenfreund!

In Ermüdung schenke Ruh,
In der Glut hauch Kühlung zu,
Tröste den, der Tränen weint.

O Du Licht der Seligkeit,
Mach Dir unser Herz bereit,
Dring in unsre Seelen ein!

Ohne Deinen Gnadenschein
Steht der arme Mensch allein,
Kann nicht gut und sicher sein.

Wasche, was beflecket ist,
Heile, was verwundet ist,
Tränke, was da dürre steht,

Beuge, was verhärtet ist,
Wärme, was erkaltet ist,
Lenke, was da irre geht!

Schenke Deiner Gläubigen Schar,
die auf Dich hofft immerdar,
Deiner Gaben siebenzahl!

Gib Verdienst der Frömmigkeit,
gib im Heil Behaarlichkeit,
und des Himmels Freudenmahl!


Vorbeterin:
Wir wollen nun den Herrn im Allerheiligsten Sakrament in Stille anbeten.


Beginn der Beichte


Vorbeterin: Gebet/Meditation
Bitte der Muttergottes:
"Bitte geht wieder zu meinem Sohn!
Er wartet mit Seiner ganzen Liebe auf euch.
Geht zu Ihm, betet Ihn an!
Er liebt euch doch so sehr und wartet, dass ihr kommt.
Sein Herz ist betrübt.
Ihr könnt Ihm Freude schenken, wenn ihr dieser Bitte folgt.
Er hat sich aus Liebe für euch in den Tabernakel eingeschlossen.
Er ist klein geworden, ganz klein, so dass Er in euch einkehren kann.
Aber Er wünscht von euch reine Herzen, Herzen, die Ihn lieben, Herzen, die sich nach Ihm sehnen, Herzen die vor Liebe glühen.
Wieviel Kälte findet Er heute in der Welt!
Wieviel Kälte, die Sein Herz schmerzt.
O, Kinder, wenn ihr wüsstet, wie groß Sein Schmerz ist, dass man Seine Liebe in diesem Sakrament der Heiligen Eucharistie so verschmäht.
Er wartet den ganzen Tag auf euch.
Die Kirchen sind leer und Er ist einsam.
Er ist so einsam, dass ihr es euch nicht vorstellen könnt, denn Seine Liebe ist so groß zu euch.
Er wartet auf euch, jeden Augenblick des Tages.
Wie wenig denkt ihr an Ihn.
Er denkt jeden Augenblick an euch.
Besucht Ihn in der Kirche!
Lasst Ihn nicht allein!
Seine Sehnsucht ist groß."



Vorbeter:
Beten wir den Rosenkranz zur Göttlichen Barmherzigkeit!

 
Rosenkranz zu Göttlichen Barmherzigkeit

 
Lied:
Jesus, Dir leb ich!
Jesus, Dir sterb ich!
Jesus, Dein bin ich
im Leben und im Tod!

Jesus, sei gnädig,
sei uns barmherzig!
Führ uns, o Jesus,
in Deine Seligkeit!

Gib uns den Frieden
immer hienieden!
Wahres Lamm Gottes
erbarme unser Dich!

Komm denn, geleite 
Deine geweihte Herde 
zum Leben!
O, Jesus, Jesus, komm!

Jesus, gib Glauben,
stärk unsre Hoffnung!
Jesus, schenk Liebe und Treue
bis zum Tod!

Vom Throne steige,
Dich zu mir neige,
liebster Herr Jesus,
mein Herz ist Dir bereit!

Jesus, Dir dank ich,
Jesus, Dich bitt ich,
Jesus, Dich lob ich
jetzt und in Ewigkeit!
 

Vorbeterin: Gebet/Meditation
Du wartest, Herr, Tag und Nacht in allen Tabernakeln der Welt auf die Liebe der Menschen, auf ihren Willen, sich retten zu lassen.
Erinnere uns immer wieder an die Kälte und Gleichgültigkeit, an die Lauheit und Ehrfurchtslosigkeit, die Du, verborgener Gott, auf Deinen Erdenthronen erdulden musst und lass uns stellvertretend anbeten und lieben jeden Tag!
Ihr Heiligen Engel der Anbetung, lehret uns die Ehrfurcht vor jedem Haus Gottes!
Amen.



Vorbeterin: Weihen wir uns jetzt gemeinsam dem Unbefleckten Herzen Mariens 

V: O Maria, Königin des heiligen Rosenkranzes, Hilfe der Christen, Zuflucht des menschlichen Geschlechts. Siegerin in allen Schlachten Gottes, flehend werfen wir uns vor deinem Throne nieder.

A: Wir kommen voll Vertrauen, um Barmherzigkeit, Gnade und Hilfe zu erflehen in unserer Not. Wir vertrauen nicht auf unsere Verdienste, sondern einzig auf die unendliche Güte deines mütterlichen Herzens. Dir und deinem Unbefleckten Herzen vertrauen wir uns an und weihen uns in dieser bedeutsamen Stunde.

V: Wir vereinigen uns nicht nur mit der ganzen heiligen Kirche, dem geheimnisvollen Leib deines Göttlichen Sohnes, der in so vielen Gliedern leidet und blutet, bedrängt und verfolgt wird. Wir vereinigen uns auch mit der ganzen Welt: sie ist von Zwietracht zerrissen, von Hass durchwühlt, ein Opfer ihrer eigenen Sünde.

A: Lass dich rühren durch so viele Ruinen in der Welt und in den Seelen, durch so viele Schmerzen und Ängste, durch so viele gemarterte Seelen, so viele, die in Gefahr sind, ewig verloren zu gehen.

V: Mutter der Barmherzigkeit, erbitte uns von Gott die christliche Versöhnung der Völker! Erwirke uns vor allem die Gnaden, die in einem Augenblick die Herzen der Menschen umwandeln können, die Gnaden, die den ersehnten Frieden vorbereiten und sichern! Königin des Friedens, bitte für uns und gib der Welt den Frieden in der Wahrheit, in der Gerechtigkeit und in der Liebe Christi! Gib ihr vor allem den Frieden der Seelen, damit in der Ruhe der Ordnung das Reich Gottes sich ausbreite!

A: Gewähre deinen Schutz den Ungläubigen und allen, die im Todesschatten liegen! Lass für sie die Sonne der Wahrheit aufgehen! Lass sie mit uns vor dem einen Erlöser der Welt die Worte wiederholen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden, die guten Willens sind!

V: Den durch Irrtum und Zwietracht getrennten Völkern, vornehmlich denen, die zu dir eine besondere Verehrung tragen, schenke den Frieden, und führe sie zurück zu einem Schafstall Christi unter dem einen und wahren Hirten!

A: Erflehe volle Freiheit der heiligen Kirche Gottes! Schütze sie wider ihre Feinde! Halte die wachsende Flut der Unsittlichkeit auf! Wecke in den Gläubigen die Liebe zur Einheit, die Übung des christlichen Lebens und apostolischen Eifer, damit die Gemeinschaft derer, die Gott dienen, zunehme an Verdienst und Zahl!

V: Dem Herzen deines göttlichen Sohnes wurden die Kirche und die ganze Menschheit geweiht. Auf ihn sollten sie ihre ganze Hoffnung setzen; er sollte für sie die unversiegliche Quelle des Sieges und der Rettung sein.

A: So weihen wir uns auf ewig auch dir, deinem unbefleckten Herzen, du Mutter und Königin der Welt. Deine Liebe und dein Schutz sollen den Sieg des Reiches Gottes beschleunigen. Alle Völker, im Frieden mit Gott und mit sich, sollen dich ewig preisen.

V: Mit dir sollen sie von einem Ende der Erde bis zum anderen das ewige Magnifikat des Ruhmes, der Liebe und Dankbarkeit zum Herzen Jesu anstimmen. In ihm allein können sie die Wahrheit, das Leben und den Frieden finden.

A: Amen.




Vorbeterin: Beten wir ein Ave Maria für die Bekehrung Deutschlands
Gegrüßet seist Du, Maria...
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für die Bekehrung Deutschlands!
Amen.


Lied: Lobgesang Mariens
Danket dem Herr, er hat uns erhöht,
Großes hat Er an uns getan

1. Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
2. Denn auf die Niedrigkeit Seiner Magd hat Er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich 
selig alle Geschlechter.
3. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und Sein Name ist heilig.
4. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die Ihn fürchten.
5. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.
6. Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.
7. Die Hungernden beschenkt Er mit Seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen.
8. Er nimmt sich Seines Knechtes Israel an und denkt an Sein Erbarmen,
9. das er unseren Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
10. Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.




Vorbeterin: Beten wir das Sühnegebet von Fatima 
O,  mein Gott, ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich, ich liebe Dich.
Ich bitte um Verzeihung für jene, die nicht glauben, Dich nicht anbeten, nicht hoffen und Dich nicht lieben.

Heiligste Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, ich bete Dich in tiefster Ehrfurcht an und opfere Dir auf,
den kostbaren Leib, das Blut, die Seele und die Gottheit unseres Herrn Jesus Christus, der in allen Tabernakeln
der Welt gegenwärtig ist, zur Sühne für die Schmähungen, Sakrilegien und für die Gleichgültigkeit, wodurch Er
beleidigt wird. Durch die unendlichen Verdienste seines Heiligsten Herzens und des Unbefleckten Herzens Mariens,
bitte ich Dich um die Bekehrung der armen Sünder.
Amen.

Vorbeterin: Beten wir nun die Gebetsanliegen des Heiligen Vaters für den Monat Februar:                                                           
1. Für die Gefangenen, besonders die Jugendlichen: dass sie zu einem Leben in Würde zurückfinden.
2. Für die Geschiedenen: dass sie in der christlichen Gemeinde Aufnahme und Hilfe finden.
                                                          
Vater unser – Gegrüßet seist du Maria – Ehre sei dem Vater



Lied: Ein Bote kommt, der Heil verheißt


Vorbeterin:
 
Wir wollen heute den freudenreichen Rosenkranz mit Betrachtungen beten.
Im Namen des Vaters... Ich glaube an Gott... Ehre sei dem Vater... Vater unser … Gegrüßet seist du, Maria...
Jesus, der in uns den Glauben vermehre
Jesus, der in uns die Hoffnung stärke
Jesus, der in uns die Liebe entzünde
Ehre sei dem Vater...

1. Geheimnis: 
JESUS, den Du, o Jungfrau vom Heiligen Geist empfangen hast
Mein göttlicher Heiland, 
Du trittst in Deine Schöpfung ein und beginnst so das für uns sichtbare Wirken unserer Erlösung. Du erniedrigst Dich. Du bist als Gott reiner Geist. Glücklich bist Du in Dir und brauchst nichts, was Dich beglücken könnte. Aber Deine barmherzige Liebe will sich uns mitteilen und will sich uns offenbaren. So verlässt Du die ewige Herrlichkeit des Himmels und trittst in die von der Erbsünde gebrochene Schöpfung ein, um uns heimzuholen. Du wirst Mensch und nimmst Wohnung unter dem ganz reinen Herzen Mariens. 
So schaue ich Dich an und betrachte Dich, Jesus, den Du, o Jungfrau vom Heiligen Geist empfangen hast.

2. Geheimnis: 
JESUS, den Du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast
Mein göttlicher Heiland, 
Dein Heiliger Geist bewegt das Herz Mariens dazu, sich auf den Weg zu Elisabeth zu machen. Sie hat vom Engel erfahren, dass Elisabeth im 6. Monat schwanger ist und Maria, von Nächstenliebe durchdrungen, will der alten Elisabeth helfen. Sie vertraut dabei ganz schlicht dem Wort des Engels. Elisabeth sieht Maria kommen, und durch die Ankunft der Gottesgebärerin teilt sich Elisabeth das Wehen des Geistes mit und sie erkennt, dass Maria mit Dir, dem Sohn des lebendigen Gottes gesegnet ist. Im Heiligen Geist spricht Elisabeth von dem Freudenereignis, und der Heilige Geist teilt Gnade aus. Johannes hüpft im Schoß der Elisabeth, er wird durch das Wehen des Geistes von der Erbschuld befreit. 
So schaue ich Dich an und betrachte Dich, Jesus, den Du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast.

                                                                     3. Geheimnis: 
JESUS, den Du, o Jungfrau, zu Bethlehem geboren hast
Mein göttlicher Heiland, 
in göttlicher Sehnsucht wird Deine Demut unübertrefflich. Engel verkünden den Hirten die frohe Botschaft, dass Du in Windeln gewickelt in einer Krippe liegst. Sie kommen zu Dir, um Dir ihre Huldigung zu sagen und ihre Freude kundzutun. Du ziehst die Demütigen an Dich und teilst Deine Gnade mehr als großzügig aus. Doch nicht allein den Hirten teilst Du Deine Gnade mit, auch den Weisen aus dem Morgenland wird Deine Liebe zuteil. Sie, die dem Stern gefolgt sind, kommen, um Dich zu finden und anzubeten und Dir zu huldigen. Im Traum gibst Du ihnen Weisung durch Deinen Engel und teilst ihnen so Deine Gnade mit. Wir kommen mit ihnen, Dich anzuschauen und anzubeten. 
So schaue ich Dich an und betrachte Dich, Jesus, den Du, o Jungfrau, zu Bethlehem geboren hast.

                                                                   4. Geheimnis: 
JESUS, den Du, o Jungfrau, im Tempel aufgeopfert hast
Mein göttlicher Heiland, 
Simeon kann nicht anders, als sich mitzuteilen. Zu voll ist sein Herz mit Deiner Gnade gefüllt, und so ruft er für alle hörbar aus: „Meine Augen haben das Heil gesehen.“ Nun kann er alles loslassen, kann sich ganz Dir überlassen, nun ist sein Dienst vollendet, und Du teilst ihm Deine Gnade mit, und er wird den Lohn empfangen, der alles Verstehen übersteigt. Weiß er doch nun, dass Du da bist, dass die Zeit des Wartens vorüber ist und nun das Heil in solcher Fülle gekommen ist, wie kein Volk der Erde es hätte größer ersehnen können. Du bist die Erfüllung aller Sehnsucht. 
So schaue ich Dich an und betrachte Dich, Jesus, den Du, o Jungfrau, im Tempel aufgeopfert hast. 

5. Geheimnis: 
JESUS, den Du, o Jungfrau, im Tempel wiedergefunden hast
Mein göttlicher Heiland, 
wie sehr suchen Dich Deine Heiligen Eltern, als Du im Tempel geblieben bist, um mit den gelehrtesten Denkern des jüdischen Volkes zu sprechen und Dich mitzuteilen, mit jenen Gedanken der Gnade und des Erbarmens. Und wahrhaft, sie staunen über Dich. Und als Maria Dich gefunden hat und nicht versteht, was Du Ihr zugemutet, doch es in Liebe annimmt, bewahrt sie es im Herzen und lehrt uns so, dass wir Dich nicht aus den Augen verlieren sollen in unserem Leben, dass wir Dich aber, solltest Du uns verlustig gehen, im Tempel der Kirche – im Tabernakel und in unserem Herzen wiederfinden können. Ja, sie lehrt uns, dass wir nicht immer alles verstehen müssen, sind doch Deine Pläne erhabener, als aller Menschen Weisheit vom Anbeginn bis hin zum letzten Menschen. Maria lehrt uns, Dich immer im Herzen zu bewahren. 
So schaue ich Dich an und betrachte Dich, Jesus, den Du, o Jungfrau im Tempel wiedergefunden hast.


Vorbeter: Zum Sakramentalen Segen singen wir das "Tantum Ergo"
Tantum ergo sacramentum
veneremur cernui,
et antiquum documentum
novo cedat ritui.
Praestet fides supplementum
sensuum defectui.

Genitori genitoque
laus et jubilatio.
Salus, honor, virtus quoque
sit et benedictio!
Procedenti ab utroque
compar sit laudatio!
Amen.


V: Panem de caelo praestitisti eis.
A: Omne delectamentum in se habentem.


V: Oremus. Deus, qui nobis sub sacramento mirabili passionis tuae memoriam reliquisti: tribue, quaesumus, ita nos corporis et sanguinis tui sacra mysteria venerari, ut redemptionis tuae fructum in nobis jugiter sentiamus. Qui vivis et regnas in saecula saeculorum.
A: Amen.


Sakramentaler Segen des Priesters


 
Vorbeter: Wir beten die Lobpreisungen
Gott sei gepriesen.
Gepriesen sei Sein Heiliger Name.
Gepriesen sei Jesus Christus, Wahrer Gott und Wahrer Mensch.
Gepriesen sei der Name Jesus.
Gepriesen sei Sein Heiligstes Herz.
Gepriesen sei Sein Kostbarstes Blut.
Gepriesen sei Jesus im Allerheiligsten Sakrament des Altares.
Gepriesen sei der Heilige Geist, der Tröster.
Gepriesen sei die erhabene Mutter Gottes, die Allerseligste Jungfrau Maria.
Gepriesen sei ihre heilige und unbefleckte Empfängnis.
Gepriesen sei ihre glorreiche Himmelfahrt.
Gepriesen sei der Name Mariens, der Jungfrau und Mutter Gottes.
Gepriesen sei Sankt Josef, ihr keuscher Bräutigam.
Gepriesen sei Gott in Seinen Engeln und Heiligen.
Hochgelobt und angebetet sei das Allerheiligste Sakrament des Altares.
Lied: Ich lieb Dich, Herr

Beginn der Heiligen Messe

Vorbeterin: Nach der Austeilung der Heiligen Kommunion beten wir zum Erzengel Michael

                           Heiliger Erzengel Michael,
                           beschirme uns im Kampf,
                           schütze uns gegen die Bosheit
                           und die Nachstellungen des bösen Feindes.
                           Ihm möge Gott gebieten,
                           so flehen wir inständig.
                           Du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen
                           wollest den Satan und alle anderen bösen Geister,
                           welche zum Verderben der Seelen in der Welt umhergehen
                           mit Gottes Kraft in die Hölle hinabstoßen. 

                           Amen.