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Samstag, 30. Januar 2016

Die geistlichen Werke der Barmherzigkeit

Jesus Christus ist Liebe und Barmherzigkeit
 
Wie ich schon in meiner Belehrung Die leiblichen Werke der Barmherzigkeit geschrieben habe, ist die Barmherzigkeit ein bedeutender Aspekt im Christentum. Barmherzigkeit ist ein Akt der Liebe zu allen Mitmenschen, und die Liebe ist die größte Macht auf dieser Welt.

Wir müssen in allem auf unseren geliebten Herrn Jesus Christus schauen, der unser großes Vorbild und unser großer Lehrer ist. So sagt unser Herr Jesus Christus im Evangelium nach Matthäus zu den Pharisäern, als diese sich bei Seinen Jüngern darüber beklagen, dass Er mit Zöllnern und Sündern gemeinsam ein Mahl einnimmt:

Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Darum lernt, was es heißt:
Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer.
Denn ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.
(Evangelium nach Matthäus, 9,12 - 9,13)

Es ist also Gottes unbedingter Wille, dass wir in unserem Leben Barmherzigkeit einüben. Barmherzigkeit ist Gott wichtiger als alle Opfer, die wir Gott geben könnten. Die Barmherzigkeit steht also für Gott an erster Stelle.

Daher ist es für uns Menschen, die wir Jesus Christus nachfolgen, unerlässlich, Barmherzigkeit und liebevolle Güte zu allen Menschen, ja sogar zu allen Lebewesen zu entwickeln.

Heute möchte ich deshalb über die geistlichen Werke der Barmherzigkeit sprechen und kleine Beispiele dafür geben, wie wir diese in unserem Leben einüben können.

Vergessen wir dabei nie, dass wir dem Beispiel Jesu Christi nachfolgen.
Jesus ist allen Menschen mit Liebe begegnet. Jedem Menschen, der zu Ihm kam, hat Er Seine Hilfe nicht widersagt. Er hat Kranke geheilt, Hungernde gespeist und niemanden in unheilsamen Geisteszuständen belassen. Er hat konkret Hilfe geleistet, sowohl in leiblicher als auch in geistlicher Weise. Er hat niemanden verurteilt, sondern Er hat den Menschen in allen Bereichen ihres Lebens geholfen.

Zunächst möchte ich die geistlichen Werke der Barmherzigkeit einmal nennen. Es sind im einzelnen sieben geistliche Werke der Barmherzigkeit:

1. Unwissende lehren
2. Zweifelnden raten
3. Irrende zurechtweisen
4. Trauernde trösten
5. Unrecht ertragen
6. Beleidigungen verzeihen
7. Für Lebende und Tote beten

Auch hier bei den geistlichen Werken der Barmherzigkeit kannst Du sehen, dass Du so viele Möglichkeiten hast, Mitgefühl und Barmherzigkeit zu entwickeln. Aber dazu ist es erforderlich, achtsam zu werden und Deinen Blickwinkel zu verändern. Schaue nicht immer nur auf Dich selbst, auf Deinen eigenen Nabel und Deine eigenen Nöte. Wenn Du Dich um die Nöte Deiner Mitmenschen kümmerst, wirst Du entdecken, dass Dein eigenes Leid kleiner wird und dass Du dann mit Deinen eigenen Nöten viel besser umgehen kannst. Hilf auf jene Weise, zu der Dein Herz Dir rät.

Bei den geistlichen Werken der Barmherzigkeit ist es wichtig, dass wir lernen, unseren Mitmenschen zuzuhören.

Werde also ein Hörender! Höre zu, wenn ein Mensch Dir von seinem Leid erzählt.

Viele Menschen sind einfach unwissend, was das Christentum betrifft. Sie wissen nicht, was es bedeutet, ein Christ zu sein und Jesus Christus nachzufolgen. Sie haben oft nur Ablehnendes über Gott und Sein Volk gehört. Vielleicht haben sie auch schlechte Erfahrungen mit Christen gemacht und haben daher viele Vorurteile verinnerlicht.

Daher ist es ein Akt der Barmherzigkeit, diese Unwissenden zu lehren.

Ich selbst möchte mit diesem Blog Unwissende über die unermessliche Liebe Gottes und die unergründliche Barmherzigkeit Gottes in Kenntnis setzen. Ich achte ganz besonders darauf, dass ich niemanden beleidige, und dass ich über niemanden richte, sondern ich möchte die Menschen ermutigen, sich Gott und Seiner unermesslichen Liebe und Barmherzigkeit zuzuwenden.

Ich möchte den Unwissenden zeigen, was es bedeutet, Jesus Christus, nachzufolgen.
Jesus Christus ist die Liebe und Barmherzigkeit. Er weist niemanden ab, der zu Ihm kommt, mag er auch der größte Sünder sein und mag er auch die schlimmsten Taten begangen haben.

Jeder Mensch soll erfahren, Gott ist Liebe und Gott ist Barmherzigkeit.

Das kannst auch Du machen:
Erzähle den Unwissenden, was unser geliebter Herr Jesus Christus für einen jeden einzelnen Menschen am Kreuz vollbracht hat. Jesus Christus hat sich für unsere Errettung aus Sünde und Tod am Kreuz dahin gegeben. Er hat aus tiefer Liebe zu uns Sein Kostbares Blut vergossen, damit ein jeder Mensch die Vergebung seiner Sünden erlangen und ohne Angst zu Gott kommen kann. Jesus Christus hat Sein Leben hingegeben, damit wir das Leben in seiner ganzen Fülle leben und das Ewige Leben erlangen können. Das ist die gute Nachricht.

So kannst Du dann auch die Zweifelnden in ihrem Glauben bestärken.
Auch ich möchte mit diesem Blog einem jeden Zweifelnden helfen und ihn im Glauben bestärken, dass Jesus Christus unser Retter und Erlöser ist.
Das kannst auch Du: Erzähle den Menschen von Deinen Erfahrungen mit Gott. Erzähle ihnen von Jesus Christus und gib ein Zeugnis darüber, was Jesus Christus in Deinem Leben bewirkt hat. Gib ein Zeugnis von Gottes großen Taten in Deinem Leben.

Mich hat Gott nach 25 langen Jahren, die ich in Sünde und Gottlosigkeit verbracht habe, durch Seine große Liebe errettet. Gott ist die Liebe. Ich habe es erfahren. Seitdem muss ich allen Menschen davon berichten.

So kannst auch Du Irrenden zeigen, dass es nicht wahr ist, dass Gott nicht existiert.
So kannst auch Du Irrenden zeigen, dass es nicht wahr ist, dass Gott uns nicht liebt.
So kannst auch Du Irrenden zeigen, dass es nicht wahr ist, dass Gott uns nicht hilft.

Gehe also konkret auf die Nöte Deiner Mitmenschen ein. Viele Menschen brauchen jemanden, der ihnen zuhört und zu dem sie in ihrem Leid kommen können. Sei Du ein solcher Mensch, der ihnen zuhört, ihnen rät und hilft.

Viele Menschen sind in Trauer. Sie haben einen geliebten Menschen oder ein geliebtes Tier verloren, sie sind einsam und allein. Oder sie haben großes Leid durch eine Krankheit, durch einen Unfall, durch Kriminalität oder durch einen anderen Schicksalsschlag erfahren.
Tröste sie und stehe ihnen bei durch Deine Anteilnahme und durch Deine konkrete Hilfe.

Wenn Du durch einen anderen Menschen Unrecht erleidest, ertrage es und zahle es ihm nicht mit gleicher Münze zurück. Übe Dich in Vergebung! Wie Du lernst, zu vergeben, erfährst Du hier auf diesem Blog: Die Überwindung von Unvergebenheit und Bitterkeit

Ganz wichtig ist dabei auch, nicht ständig über das erlittene Unrecht zu klagen und zu jammern. Wenn Du das tust, manifestierst Du große Bitterkeit in Deinem Leben.
Ertrage Dein Unrecht und opfere es Gott auf. Er kann es zu Deinem Heil und zum Heil Deiner Mitmenschen benutzen.

Dann kannst Du auch Beleidigungen verzeihen. Nimm Dich selbst nicht so wichtig. Übe Dich immer wieder in Vergebung und tue Gutes den Menschen gegenüber, die Dich beleidigen oder die Dir Unrecht zufügen.

Und dann bete für die Lebenden und die Verstorbenen. Gebete sind niemals vergebens, auch wenn wir lange Zeit keine Veränderung sehen.

Bete für Deine Verwandten, die noch in Sünde und Gottlosigkeit leben.
Mein Vater betete 25 lange Jahre für mich, bevor Gott mich durch Seine Liebe errettete, indem Er in mein Leben eingriff und ich begriff, dass Gott existiert und dass Er Liebe und Barmherzigkeit ist.  Auf diese Weise fand ich zurück zum Glauben an den lebendigen Gott und an Seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn und Erlöser Jesus Christus.

Bete für Deine Freunde, die noch nicht zu Gott gefunden haben. Bete für Hilfe in ihren Ängsten und Nöten. Hilf ihnen aber auch in ihren konkreten Nöten, so gut Du es kannst.

Bete für Deine Arbeitskollegen, die über Dich und Deinen Glauben lachen.

Bete für Deine Nachbarn, bete für die Menschen in Deiner Stadt, bete für alle Menschen auf dieser Welt.

Bete auch für die Verstorbenen. Bete für die Armen Seelen im Fegefeuer, bete für diejenigen, an die niemand mehr denkt. Gott erhört diese Gebete, und Du kannst den Verstorbenen und den Armen Seelen damit Barmherzigkeit, Hilfe und Liebe erweisen.

Gebete für andere Menschen sind also ein großer Akt der Barmherzigkeit. Wenn Du einst bei Gott sein wirst, wird Er Dir offenbaren, welche herrlichen Dinge Er mit Deinen Gebeten bewirkt hat.


Freitag, 29. Januar 2016

Sei bereit, für Jesus Christus Hohn und Spott zu erleiden

Kreuz in der Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf

Wenn wir an den Herrn Jesus Christus gläubig geworden sind, sollten wir uns nicht darüber wundern, wenn wir dafür von nun an dem Hohn und dem Spott unserer ungläubigen Mitmenschen, unserer ungläubigen Arbeitskollegen, unserer ungläubigen Freunde und Verwandten ausgesetzt sind.

Ein Mensch, der an Jesus Christus gläubig geworden ist, und daraufhin nicht mehr auf den breiten und bequemen Wegen der Sünde unterwegs ist,  sollte bereit sein, für seinen geliebten Herrn Jesus Christus Hohn und Spott zu erleiden.

Ein Mensch, der aufgrund seines Glaubens an Jesus Christus beginnt, seine Sünden zu erkennen und sich daher mit Gottes unerschöpflicher Gnade immer mehr bemüht, diese Sünden nicht mehr zu begehen und deshalb seinen unreinen Lebensstil verändert, stört natürlich diejenigen Menschen, die ihren sündigen und gottlosen Begierden weiterhin folgen wollen. 

Diese Menschen wollen nicht an Gott glauben, und sie wollen schon gar nicht Gottes Gebote halten. Daher ist jeder von Jesus Christus berührte und veränderte Mensch eine schmerzhafte Erinnerung und ein deutliches Zeichen für diese Menschen, dass sie selbst auf dem falschen Weg unterwegs sind.

Diese Menschen wollen sich aber selbst nicht verändern, sie wollen nicht von ihren Sünden lassen, und deshalb suchen sie nach Gründen, den Gläubigen zu verhöhnen und verspotten. Sie werden mit Wut und Zorn erfüllt und greifen den zu Christus bekehrten Menschen an. Sie verhöhnen und verspotten den Menschen, der jetzt zu Gott gehört und daher verlästern sie sogar auch Gott.

Ich habe es selbst am eigenen Leib erlebt, als ich zu unserem geliebten Herrn Jesus Christus fand und deshalb einen neuen Lebensweg beschritt und begann, von meiner sündigen Lebensweise los zu lassen.

Freunde  und Verwandte verließen mich, Arbeitskollegen fingen an zu lästern und machten sich über mich lustig.

Als ich eines Abends nach einer gemeinsamen Feier drei Arbeitskollegen freundlicherweise in meinem Auto nach Hause fuhr, meinten sie höhnend und lachend zu dem Kreuz, welches an meinem Innenspiegel hängt: 
"Was soll das Kreuz da, hast du etwa Angst vor Vampiren? Reiß es ab, das Kreuz ist ja nicht zu ertragen!"

Ein anderer Arbeitskollege, mit dem ich mich eigentlich sehr gut verstehe und der mich mag, entdeckte eines Tages ein kleines Bild vom Barmherzigen Jesus unter der Klarsichtfolie meiner Schreibtischunterlage. Er fing laut an zu schimpfen:
"Mach das Bild da weg, warum glaubst du an den? Die Bibel ist doch ein Märchenbuch!"

Die Bibel sagt ganz deutlich, dass ungläubige Menschen Gott, Sein Heiliges Wort, Seine Diener und Sein Volk verhöhnen und verspotten werden.

Wir sollten jedoch ganz genau darauf achten, dass wir selbst nicht den Spott anderer durch eigenes Verhalten provozieren.

Werde nicht zu einem unerträglichen Moralisten. Richte Deine ungläubigen Mitmenschen nicht, sondern begegne ihnen mit Freundlichkeit und Liebe. Bete gerade für diejenigen, die Dich verspotten und tue ihnen Gutes.

Folge unserem Herrn Jesus Christus nach und siehe, wie viel Hohn und Spott Er für uns und unsere Sünden erlitten hat:

Da nahmen die Soldaten des Statthalters Jesus, führten ihn in das Prätorium, das Amtsgebäude des Statthalters, und versammelten die ganze Kohorte um ihn. Sie zogen ihn aus und legten ihm einen purpurroten Mantel um. Dann flochten sie einen Kranz aus Dornen; den setzten sie ihm auf und gaben ihm einen Stock in die rechte Hand. Sie fielen vor ihm auf die Knie und verhöhnten ihn, indem sie riefen: Heil dir, König der Juden! Und sie spuckten ihn an, nahmen ihm den Stock wieder weg und schlugen ihm damit auf den Kopf.
(Aus dem Evangelium nach Matthäus 27,27 - 27,30) 

Wenn die ungläubigen Menschen unseren Herrn Jesus Christus schon so verhöhnt und verspottet haben, warum sollten sie nicht dann auch uns, Seine Diener, verhöhnen und verspotten? Wir stehen doch nicht über unserem Herrn.

Lerne aus Christi Verhalten. Jesus hat zum Vater für Seine Peiniger gebetet.
Kein böses Wort kam Ihm je über Seine Lippen, sondern Er hat zu all dem Hohn und Spott nur geschwiegen. Er hat in Seinem Leben allen Menschen nur Gutes getan, Er hat ihnen geholfen und Er hat sie geheilt. Doch was war der Dank dafür?

Gerade jetzt in der Endzeit treten viele Spötter auf, weil diese Menschen sich selbst nicht ändern wollen und weil sie ihren Begierden weiterhin ungehemmt folgen wollen.

Wundere Dich also nicht, wenn Du für Jesus Christus Hohn und Spott ertragen musst, sondern sei aus Liebe zu Jesus Christus und aus Dankbarkeit für Deine Errettung aus Sünde und Ewigem Tod bereit, für Jesus Christus Hohn und Spott zu ertragen.
Wundere Dich also nicht und klage nicht, sondern lies, was der Heilige Apostel Petrus in seinem zweiten Brief über unsere Zeit und unsere heutige Gesellschaft schreibt:

Vor allem sollt ihr eines wissen: Am Ende der Tage werden Spötter kommen, die sich nur von ihren Begierden leiten lassen und höhnisch sagen:
Wo bleibt denn seine verheißene Ankunft? Seit die Väter entschlafen sind, ist alles geblieben, wie es seit Anfang der Schöpfung war.
Wer das behauptet, übersieht, dass es einst einen Himmel gab und eine Erde, die durch das Wort Gottes aus Wasser entstand und durch das Wasser Bestand hatte. Durch beides ging die damalige Welt zugrunde, als sie vom Wasser überflutet wurde. Der jetzige Himmel aber und die jetzige Erde sind durch dasselbe Wort für das Feuer aufgespart worden. Sie werden bewahrt bis zum Tag des Gerichts, an dem die Gottlosen zugrunde gehen.
(Der zweite Brief des Petrus 3,3 - 3,7) 


Rosenkranz und Kreuz am Innenspiegel meines Autos
 

Mittwoch, 27. Januar 2016

Mein Gebet der vollkommenen Liebesreue

Seitenkapelle der Sankt-Apollinaris- Kirche in Düsseldorf


Mein Gott,
alle meine Sünden reuen mich vom Grunde meines Herzens,
weil ich Dich,
meinen besten Vater und liebenswürdigsten Erlöser,
so oft und so viel beleidigt habe.
Ich verabscheue jede Sünde
und nehme mir mit Deiner Gnade vor,
Dich, meinen liebenswürdigsten Gott,
nie mehr zu beleidigen.
Gott, sei mir armen Sünder gnädig!

Mein Jesus,
Du bist am Kreuz für mich gestorben.
Ich liebe Dich von ganzem Herzen.
Darum tut es mir aufrichtig leid,
dass ich Dich durch meine Sünden so oft beleidigt habe.
Gott, sei mir Sünder gnädig!

Himmlischer Vater,
zur Sühne für meine Sünden und die Sünden der ganzen Welt
opfere ich Dir durch das Unbefleckte Herz Mariens
das Bittere Leiden und Sterben Deines eingeborenen Sohnes,
meines Herrn und Erlösers Jesus Christus, auf.

Mein Jesus,
Verzeihung und Barmherzigkeit
durch die Verdienste Deiner Heiligen Wunden.
Amen.

Sonntag, 24. Januar 2016

Strebe nach der Vereinigung mit Gott


Was ist das Ziel unserer christlichen Praxis?

Wonach streben wir durch die unermessliche Gnade unseres Barmherzigen Gottes?
Wonach streben wir durch eine christliche Lebensführung, durch Gebet und Meditation, durch Einübung der christlichen Tugenden?

Warum besuchen wir die Heilige Messe?
Warum empfangen wir die Heilige Kommunion?
Warum gehen wir zur Heiligen Beichte?

Wozu nehmen wir die Heiligen Sakramente der Katholischen Kirche in Anspruch?

Warum versuchen wir, unsere Lebensführung und damit letztendlich unser ganzes Sein zu reinigen und zu heiligen?
Warum erstreben wir also eine große Reinheit in unserem Leben?

Der Grund und das Ziel all unserer christlichen Praxis ist die Vereinigung mit Gott.

Strebe also mit all Deiner Kraft, mit all Deiner Liebe und Treue und mit Deiner ganzen Seele nach der Vereinigung mit Gott!

Wie erreichen wir nun dieses große Ziel?

Wir wissen, dass uns ohne Gottes Gnade nichts möglich ist. Bitten wir daher ständig im Gebet um die Gnade Gottes, um Seine Kraft und Stärke, denn wir alleine sind doch nur sehr schwache und elende Menschen.

Was können wir nun selbst tun?

Üben wir die drei großen christlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe ein.

Ohne Glauben ist unserer Seele nichts möglich.
Wer sich Gott nahen will, muss glauben, dass er existiert.
Daher ist der Glaube ein Grundpfeiler unserer christlichen Praxis. Glaube an Gott und glaube an den Herrn Jesus Christus, der für Dich Sein Kostbares Blut am Kreuz dahingegeben hat.

Ohne Hoffnung ist unsere Seele schwach und elend.
Wir, die wir an den Heiland Jesus Christus glauben, haben aber die Hoffnung auf ein Ewiges Leben bei Gott und mit Gott und in Gott. Wir haben die größte Hoffnung dieser Welt. Wir haben die Hoffnung auf Erlösung und Befreiung von Sünde und Tod, von Gier, Hass und Verblendung durch unseren Herrn Jesus Christus. Wir sind nicht alleine, wir müssen nichts aus eigener Kraft heraus schaffen.

Ohne Liebe ist all unsere Praxis nichts wert.
Die Liebe ist die größte Macht in diesem Universum. Die Liebe vermag alles. Sie glaubt und hofft alles, sie gibt niemanden auf und sie vergibt alles Böse und trägt es nicht nach. Die Liebe kommt aus Gott. Die Liebe ist Gottes wunderbarste Eigenschaft. Gott ist Liebe. Wer nicht liebt, der hat Gott nicht erkannt. Lerne daher zu lieben und lerne zu vergeben!

Strebe also mit all Deinem Sein und all Deinem Tun nach der Vereinigung mit Gott. Lebe daher ein Leben in der ständigen Gegenwart Gottes und richte Dich völlig auf Gottes Willen aus. 

Das Ziel Deines Gebets ist somit die Vereinigung mit Gott.
Gott ist Geist, daher bete Gott im Geist und in der Wahrheit an. Das mündliche Gebet ist gut, pflege aber auch das innere Gebet, das nur Gott sieht. Weißt Du, dass Gott, der Vater, und dass Sein Sohn, unser Herr Jesus Christus, in Deinem Herzen Wohnung genommen haben? Du kannst dort in Deinem Herzen immer mit Gott, dem Vater, und mit Seinem eingeborenen Sohn Jesus Christus Gemeinschaft haben. Dein Herz ist der Tempel Gottes.
Bete Gott an, weil Er Gott ist. Gott hat Dich geschaffen, Er liebt Dich und hat Dich durch Seinen Sohn Jesus Christus, der für Dich am Kreuz Sein Leben hingegeben hat, erlöst.

Das Ziel Deiner Meditation ist somit die Vereinigung mit Gott.
Wenn Du also Gott kennen lernen willst und die Vereinigung mit Ihm erstrebst, wenn Du auf Seine leise Stimme hören willst, dann gehe in die Stille. Dann gehe in die Meditation.
Du kannst Gott nicht im Lärm und in den Geschäften dieser Welt wahrnehmen.
Du kannst Gott nicht wahrnehmen, wenn in Dir alles laut und aufgewühlt ist. Nur in der Stille wirst Du Ihn hören und Dich mit Ihm vereinigen können.

Das Ziel Deiner Einübung christlicher Tugenden ist somit die Vereinigung mit Gott.
Arbeite daher mit dem Heiligen Geist zusammen. Alleine kannst Du nichts bewirken. Die vielfältige Weise, wie der Heilige Geist wirkt, finden wir in den sogenannten sieben Gaben des Heiligen Geistes zusammengefasst. Es sind die Gaben der Weisheit und der Einsicht, des Rates, der Erkenntnis und der Stärke, der Frömmigkeit und der Gottesfurcht.  Das Wirken des Heiligen Geistes verändert unser ganzes Wesen und entwickelt die folgenden Früchte, oder anders ausgedrückt die folgenden Qualitäten eines neuen von Gott geschaffenen Menschen:
 
* Liebe
* Freude
* Friede
* Geduld
* Freundlichkeit
* Güte
* Langmut
* Sanftmut
* Treue
* Bescheidenheit
* Enthaltsamkeit
* Keuschheit

Das Ziel der Inanspruchnahme der Heiligen Sakramente der Katholische Kirche ist somit die Vereinigung mit Gott.
Die Heiligen Sakramente sind die Heilmittel, die uns unser geliebter Herr Jesus Christus geschenkt hat, damit wir Seine Gegenwart in unserem Leben erfahren können. Diese Heilmittel sollen uns stärken und sollen uns heilen. Wir sind doch von Natur aus schwache und ohnmächtige Menschen. Nimm Deine Schwäche und Deine Ohnmacht in Liebe an und übergib Deine Schwäche und Deine Ohnmacht dem Herrn. Dann kann der Herr Jesus Christus Dich nach Seinem Willen neu umgestalten, und so wirst Du zu dem großen Ziel der Vereinigung mit Gott gelangen.

Mittwoch, 20. Januar 2016

In der Stille lausche auf Gott

Die Stille in Gottes wunderbarer Natur: Der blühende Kirschbaum vor meinem Küchenfenster an einem tiefblauen Frühlingstag.

Es ist so wichtig, dass wir in unserem christlichen Leben eine Praxis einüben, in der wir uns der Nähe und der Gegenwart Gottes bewusst werden.
Spiritualität im Leben eines Christen bedeutet ein Leben im Geiste Jesu Christi zu führen.
Die christliche Lehre ist somit nicht in erster Linie eine Morallehre, die es zu befolgen gilt, sondern sie ist eine Lehre , die den Menschen dazu anleitet, sein Leben als Schüler Jesu Christi zu führen. Christliche Praxis bedeutet also, geistlich zu leben, sich auf den Heiligen Geist einzulassen und sich von Ihm führen zu lassen.
Dazu ist es unerlässlich, immer mehr sein Ego loszulassen.
Leben wir daher nicht in der Isolation unseres Egos, bleiben wir also nicht gefangen in unserem Ich, sondern suchen wir das Du Gottes und lernen wir in Seiner Gegenwart und vor Seiner Gegenwart zu leben.

Jeder Mensch kann nämlich seine eigenen Erfahrungen mit Gott machen und jeder Mensch kann, so Gott es will, von Ihm hören.

Wie hören wir aber von Gott?

Die Bibel gibt uns den Rat, zu warten, dass Gott sich uns selbst zeigt. Es ist jedoch absolut erforderlich, dass wir Hörende werden.

Wenn Du also Gott kennen lernen willst, wenn Du auf Seine leise Stimme hören willst, dann gehe in die Stille. In dieser Stille können wir das Lauschen auf Gott durch Gebet und Meditation einüben.

Setze Dich also an einem ruhigen Platz hin und bete zu unserem geliebten Herrn.

Dann gehe in die Meditation.

Horche nun in Dich selbst hinein. Mache nichts anderes, als nur in Dich hineinzuhorchen. Verfange Dich aber nicht in Deinen eigenen Gedanken. Sei nur achtsam. Bemerke, wie ein Gedanke kommt, eine Weile bleibt, und dann wieder geht. Dann kommt der nächste Gedanke und verfahre mit diesem ebenso. Lass aber die Gedanken los, lass sie ziehen, lass Dich nicht von ihnen einfangen und in eine Gedankenspirale hineinziehen.

Nach und nach wirst Du immer ruhiger, und alles wird in Dir still.
Wenn in Dir alles still und ruhig geworden ist, dann lausche auf Gott. Du kannst Gott nicht wahrnehmen, wenn in Dir alles laut und aufgewühlt ist.

Im ersten Buch der Könige wird sehr eindrücklich geschildert, wie Gott, der Herr, auf dem Berg Horeb an einer Höhle zu Seinem Propheten Elija spricht:


Da zog der Herr vorüber:
Ein starker, heftiger Sturm, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ging dem Herrn voraus. Doch der Herr war nicht im Sturm. Nach dem Sturm kam ein Erdbeben. Doch der Herr war nicht im Erdbeben. Nach dem Beben kam ein Feuer. Doch der Herr war nicht im Feuer. Nach dem Feuer kam ein sanftes, leises Säuseln. Als Elija es hörte, hüllte er sein Gesicht in den Mantel, trat hinaus und stellte sich an den Eingang der Höhle.
Da vernahm er eine Stimme, die ihm zurief:
Was willst du hier, Elija?
(1 Kön 19,11 - 19,13)

Wir sehen also, dass Gott völlig anders ist, als wir uns Ihn vorstellen.

Gott ist zärtlich und sanft. 

Gott ist unermessliche, liebevolle Güte.
Gott ist unergründliche, tiefe Barmherzigkeit. 
Gott ist unbegreiflich und unbeschreiblich.

Gott ist Geist und Gott ist Liebe.


Wir begegnen Gott im leisen Säuseln des Windes. Um jedoch Gottes leise Stimme hören zu können, brauchen wir die Stille. Wir brauchen das innere Gebet. Wir brauchen die Meditation.
Suche also, so oft Du kannst, die Stille auf, erzwinge aber nichts. Eines Tages wird Gott zu Dir sprechen.

Unsere Gedanken sind oft wie ein starker, heftiger Sturm. In unserem Geist geht es oft zu wie bei einem tosenden Erdbeben und unsere Begierden brennen in unserem Ego wie ein verzehrendes Feuer.


Doch je öfter Du in die Stille gehst, desto mehr lernst Du, Ruhe und Stille in Deinem inneren Leben zu entwickeln. Dann wirst Du langsam fähig, durch Treue und Ausdauer in der Praxis in die Gegenwart Gottes zu gelangen, und eines Tages wirst Du hören, wie Seine leise Stimme voller Liebe zu Dir spricht.


Jesus Christus ist die Liebe und das Erbarmen

Die leiblichen Werke der Barmherzigkeit

Der Heilige Martin von Tours teilt seinen Mantel mit einem Armen (Düsseldorf, Martinsäule vor der St. Andreas Kirche)


Die Barmherzigkeit ist ein bedeutender Aspekt im Christentum. Man könnte Barmherzigkeit auch als einen Akt liebevoller Güte zu allen Mitmenschen bezeichnen. Denken wir immer daran, dass die Liebe die größte Macht auf dieser Welt ist.

Nicht ohne Grund wurde daher seit den Anfängen des Christentums von vielen Christen und von allen Heiligen einen großen Wert darauf gelegt, bedürftigen Mitmenschen in allen ihren Nöten zu helfen.

Wir müssen nur auf unseren geliebten Herrn Jesus Christus schauen, der unser großes Vorbild und unser großer Lehrer ist.

Er ist allen Menschen mit Liebe begegnet. Jedem Menschen, der zu Ihm kam, hat Er Seine Hilfe nicht widersagt. Er hat Kranke geheilt, Hungernde gespeist und niemanden in unheilsamen Geisteszuständen belassen. Er hat konkret Hilfe geleistet, sowohl in leiblicher als auch in geistlicher Weise. Er hat niemanden verurteilt, sondern Er hat den Menschen in allen Bereichen ihres Lebens geholfen.

Wir folgen Jesus Christus nach, daher ist es für uns unerlässlich, Barmherzigkeit und liebevolle Güte zu allen Menschen, ja sogar zu allen Lebewesen zu entwickeln.

Es wird zwischen leiblichen Werken der Barmherzigkeit und geistigen Werken der Barmherzigkeit unterschieden.

Heute möchte ich daher über die leiblichen Werke der Barmherzigkeit sprechen und kleine Beispiele dafür geben, wie wir diese in unserem Leben einüben können.

Zunächst möchte ich die leiblichen Werke der Barmherzigkeit einmal nennen. Es sind im einzelnen sieben leibliche Werke der Barmherzigkeit:

1. Hungernde speisen
2. Durstigen zu trinken geben
3. Nackte bekleiden
4. Fremde beherbergen
5. Kranke besuchen
6. Sich um Gefangene sorgen
7. Tote würdevoll bestatten

Das sind doch sehr konkrete Nöte. Diese gibt es unter den Menschen seit allen Zeiten, so wie vor 2000 Jahren zu Christi Zeiten als auch heutzutage in unserer Wohlstandsgesellschaft.

Geh doch nur einmal mit offenen Augen durch die Düsseldorfer Altstadt, dort wo die bekannte Martinsäule steht. Wie viel Elend wirst Du, liebe Leserin und lieber Leser, dort sehen!

Du triffst dort obdachlose Menschen aus allen Generationen und Bevölkerungsschichten, verarmte ältere Menschen, die in Mülltonnen nach Pfandflaschen suchen, suchtkranke Menschen, sowie arme hungernde Menschen aus vielen Ländern dieser Erde. 

Urteile nicht über sie, sondern entwickle Mitgefühl!

Du kannst ihnen helfen, sei es durch eine kleine Spende vor Ort als auch durch Unterstützung der franziskanischen Initiative gegen Armut und Not e. V., die sich vision:teilen nennt. Diese Initiative ist gerade auch in Düsseldorf sehr aktiv, sie hilft allen Menschen in Not, egal wer sie sind oder woher sie kommen. Du kannst aber auch die Altstadt Armenküche oder die Suppenküche des Dominikanerklosters unterstützen. Es gibt sogar die Möglichkeit, durch tätige Mithilfe dort zu helfen.

Gib aber nicht nur Geld, sondern sprich auch einmal mit den Menschen. Du wirst erstaunt sein, welchen wunderbaren Menschen Du begegnen wirst.

Du hast so viele Möglichkeiten, Mitgefühl und Barmherzigkeit zu entwickeln. Aber dazu ist es erforderlich, achtsam zu werden und Deinen Blickwinkel zu verändern. Schaue nicht immer nur auf Dich selbst, auf Deinen eigenen Nabel und Deine eigenen Nöte. Wenn Du Dich um die Nöte Deiner Mitmenschen kümmerst, wirst Du entdecken, dass Dein eigenes Leid kleiner wird und dass Du viel besser damit umgehen kannst. Hilf auf jene Weise, zu der Dein Herz Dir rät.

Besuche kranke Menschen im Krankenhaus. Vielleicht ist Dein Nachbar erkrankt oder ein Arbeitskollege. So viele Menschen sind einsam und niemand besucht sie im Krankenhaus.
Oder ein Freund oder ein Familienangehöriger ist im Krankenhaus. Wie sehr würde Dein Besuch sein Herz erfreuen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, ehrenamtlich in Krankenhäusern einsame Patienten zu betreuen und sie zu unterstützen. Menschen, zu denen sonst niemand kommt.

Fange in kleinen Schritten an. Fühle, wie Dein Herz wund wird von all dem Leid um Dich herum.

Es gibt sogar die Möglichkeit, Strafgefangenen zu helfen und sie zu besuchen. Denk doch einmal über eine Unterstützung der Initiative Christliche Gefangenenhilfe e. V. nach.

Auch sterbende Menschen benötigen unsere Liebe, unseren Trost, und unser Mitgefühl. Vielleicht möchtest Du ein ehrenamtlicher Helfer in einem Hospizverein werden.

Und noch einmal: Verurteile niemals einen Menschen, sondern lerne Mitgefühl und Anteilnahme zu entwickeln. Du weißt nicht, durch welches Leid ein Mensch in seine Situation gekommen ist.

Außerdem sind wir alle bedürftig und sündig vor Gott. Wo wären wir doch alle ohne Gottes unergründliche und unermessliche Barmherzigkeit?




Samstag, 16. Januar 2016

Wir leben nur eine kurze Zeit hier auf Erden

Schmerzhafte Mutter von Stiepel
 
Gestern, am Freitag, dem 15. Januar jährte sich mein Bekehrungstag zum zehnten Mal.

Wie schnell sind doch die letzten zehn Jahre seit meinem "Gotteserlebnis" und damit dem großen Wendepunkt in meinem Leben vergangen.

Jetzt ist schon wieder Mitte Januar, gerade war doch noch Weihnachten, und bald ist auch schon wieder Ostern.

Ich werde in diesem Jahr 55 Jahre alt, wie viele Jahre bleiben mir noch?

Im Dezember starb ein guter Bekannter von mir im Alter von nur 49 Jahren. Wenige Wochen zuvor hatte er plötzlich und völlig unerwartet die Diagnose "Leberkrebs im Endstadium" erhalten. Der Arzt hatte zu ihm gesagt: "Sie leben nur noch wenige Wochen. Es gibt für Sie keine Hoffnung mehr auf eine Heilung."

Im gleichen Monat musste mein bester Freund und Lehrer mit einer beginnen Sepsis und einem Kompartment-Syndrom im rechten Bein ins Krankenhaus. Seine liebevolle, treue und fürsorgliche Freundin und ich hatten ihn im Schmerzdelirium in seiner Wohnung vorgefunden und sofort ins Krankenhaus gebracht. Die Ärzte sagten zu ihm: "Wären Sie nur eine Stunde später gekommen, so wären Sie gestorben."

In den letzten Tagen starb der berühmte Popstar David Bowie. Die Zeitungen schrieben, sein Vermögen belaufe sich auf 900 Millionen Euro. Doch auch mit so viel Geld konnte er sich keine längere Lebenszeit erkaufen.

Wir leben nur eine kurze Zeit hier auf Erden. Tempus fugit, wie schnell enteilt die Zeit.

Denken wir immer daran, in diesem kurzen Erdenleben entscheidet es sich, wo wir die Ewigkeit verbringen werden. Doch welcher Mensch denkt schon daran?

Leben wir also achtsam und bewusst, denken wir immer an die Ewigkeit und treffen wir alle Entscheidungen aus diesem Blickwinkel heraus.

Gestern verbrachte ich mit meiner lieben Schwester den Abend im Kloster Stiepel.

Die Vesper - das lateinische Chorgebet der Mönche - hat mich wieder tief ergriffen.
Die Feier der Heiligen Messe gab meiner Seele eine große Kraft und Stärke.
In der Heiligen Eucharistie kam mir unser Erlöser, der geliebte Herr Jesus Christus, so unendlich nahe.

Das gute Essen anschließend im Klosterhof stärkte meinen Leib.

Ich bin unserem Barmherzigen Gott unendlich dankbar, mögen doch alle Menschen zum Heiland Jesus Christus finden!

Donnerstag, 14. Januar 2016

Über den Himmel

Der Heilige Seraphim von Sarow

Heute ist der katholische Festtag des Heiligen Seraphim von Sarow.

Seraphim war einer der bekanntesten Mönche und Mystiker der Orthodoxen Kirche.
Er wird auch von der Katholischen Kirche verehrt, daher sein heutiger Festtag.
Er lebte von 1759 bis 1833 in Sarow/Russland.

Als Starez war er ein Mönch, der jahrelang in der Einsamkeit als Einsiedler lebte, um eine besondere Nähe zu Gott zu entwickeln. Er praktizierte das Jesusgebet als unablässiges Gebet und lebte so in der ständigen Gegenwart Gottes. Er war ein Asket, der große mystische Erfahrungen hatte.

Die Muttergottes, der Heilige Apostel Petrus und der Heilige Apostel Johannes erschienen ihm in Visionen.

Seraphim von Sarow war ein großer Lehrer. So lehrte er den Menschen die Kontemplation und das geistige Leben. Keinem versagte er seine Hilfe.  Er besaß die Gaben der Herzenserkenntnis, der Heilung und der Prophetie.

So sagte er über unser großes Ziel, die Herrlichkeit bei Gott im Himmel:

"Wüsstet Ihr,
welche Freuden die Seelen der Gerechten im Himmel erwarten,
wäret Ihr entschlossen,
allen Kummer, alle Verfolgungen und Beleidigungen
in diesem vergänglichen Leben dankbar zu ertragen."

Mittwoch, 13. Januar 2016

Gott existiert!



Für mich ist diese Woche eine ganz besondere Woche, denn am Freitag, dem 15. Januar, jährt sich mein Bekehrungstag zum zehnten Mal.

Am 15. Januar 2006 hatte ich ein Erlebnis, das man ein "Gotteserlebnis" nennt.
Es gibt viele Zeugnisse von ehemals ungläubigen Menschen, die durch ein sogenanntes "Gotteserlebnis" plötzlich begannen, an den lebendigen Gott zu glauben. Es gibt unzählige eindrucksvolle Bekehrungsgeschichten. Ich hätte niemals gedacht, dass auch ich eines Tages ein solches Erlebnis haben sollte.

Vor diesem ereignisreichen Tag hatte ich über zwanzig Jahre lang ohne Gott gelebt. Ich war zwar katholisch aufgewachsen, hatte jedoch als junger Erwachsener beschlossen, dass es keinen Sinn macht, in der Katholischen Kirche zu bleiben, da ich mein Leben nach meinen eigenen selbstsüchtigen Vorstellungen leben wollte. So trat ich aus der Katholischen Kirche aus und führte ein wildes und sündiges Leben ohne Gott.

Mein sehr gläubiger Vater war darüber sehr unglücklich und betete lange Jahre für meine Bekehrung.

Nach menschlichem Ermessen gab es für mich keine Hoffnung, dass ich jemals wieder von diesem gottlosen Weg abkommen sollte. Ich lebte wie der Tor aus dem Psalm 13,1:

"Nur ein Tor spricht in seinem Herzen: Es gibt keinen Gott!"

Doch Gott hatte in Seiner unergründlichen Barmherzigkeit Pläne der Liebe, des Heils und der Rettung für mich.

So kam der 15. Januar 2006.

Ich hatte nicht nach Gott gesucht, als Er völlig unerwartet in mein Leben einbrach und alles für immer veränderte. Gott brach in mein Leben ein und offenbarte sich mir als ein Gott, der die Liebe ist, und der auch mich, einen großen und erbärmlichen Sünder, liebt.

Ich bitte meine lieben Leser um Verzeihung, dass ich heute keine genauen Details meines Gotteserlebnisses berichten kann, weil dieses Erlebnis nicht leicht mit den richtigen Worten zu erzählen ist. Gerade für die große Öffentlichkeit des Internets fehlen mir auch nach zehn Jahren immer noch die passenden Worte dafür. Eines Tages werde ich jedoch die richtigen Worte finden. Wer mich aber persönlich kennt, weiß von der dramatischen Geschichte und hat selbst erfahren, wie sehr mich dieses Erlebnis verändert hat.

Gerettet hat Gott mich durch Seine Liebe, die meinem Leben einen völlig neuen Sinn gegeben hat. Durch Gottes Rettungsaktion fand ich zu einem lebendigen Glauben an Ihn und an Seinen Sohn Jesus Christus und kehrte ebenfalls in Seine Heilige Katholische Kirche zurück. Jetzt bin auch ich hier im Internet unterwegs, um den Menschen von der unermesslichen Liebe und der unergründlichen Barmherzigkeit Gottes zu erzählen.

Unser Leben hat einen Sinn und kein Mensch lebt nur aus Zufall. Wir kommen nicht aus dem Nichts, und nach unserem Tod gehen wir nicht ins Nichts.

Wir leben, weil Gott einen jeden Einzelnen von uns gewollt hat, und weil Er einen jeden Einzelnen von uns liebt.

Gott liebt auch Dich!

Auch wenn Du nicht an Ihn glaubst, nichts von Ihm wissen willst, und auch wenn Du noch sehr und noch so weit vor Ihm fliehst, hat Gott Dich von Anfang an gewollt. Er liebt Dich seit Anbeginn der Zeiten und Er will Dich für immer bei Sich in Seiner Herrlichkeit und Seiner Glückseligkeit haben.

Deshalb hat Gott alles getan, um Dich aus der Sünde und der selbst erwählten Gottlosigkeit zu erretten.

Deshalb sandte Gott Seinen Sohn Jesus Christus, damit Du das Ewige Leben in unermesslicher Fülle hast.

Wir leben in Zeiten größter Gottvergessenheit. Unzählige Menschen sind mit Blindheit geschlagen, so wie ich einst über zwanzig Jahre lang. Sie weichen den wichtigsten Fragen ihres Lebens

"Warum lebe ich?" 

"Wohin gehe ich?" 

"Was ist der Sinn meines Lebens?"

völlig aus. Sie fliehen vor Gott und den großen Fragen ihres Lebens, weil sie Angst vor der Antwort haben. Dabei gibt es nichts Größeres als die Antwort auf all diese Fragen zu finden. Und diese Antwort lautet:

Gott existiert!

Er hat Dich persönlich aus Liebe erschaffen und in Seiner Liebe findest Du alles, was Du brauchst und was Du Dir jemals erträumt hast.

Ich wünsche Dir, lieber Leser, von ganzem Herzen, dass auch Du eines Tages diese Antwort finden wirst!

Sonntag, 10. Januar 2016

Weihnachten in mir



Heute am Fest der Taufe des Herrn endet seit dem 2. Vatikanischen Konzil die liturgische Weihnachtszeit.
Hier zum Abschluss der Weihnachtszeit ein wunderschönes Lied der Familie Berger, das davon handelt, dass Jesus Christus auch in unseren Herzen geboren werden muss, damit in uns wirklich Weihnachten ist.

Der Rosenkranz zur Göttlichen Barmherzigkeit

Bildnis des Barmherzigen Jesus in der Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf

Der Rosenkranz zur Göttlichen Barmherzigkeit wurde der Heiligen Schwester Faustina Maria Kowalska von Jesus Christus persönlich diktiert. Dies geschah in einer eindrücklichen Vision am 13. und 14. September 1935 in Wilna.

Schwester Faustina schreibt dazu in ihr Tagebuch:

Am Abend erblickte ich in meiner Zelle einen Engel, den Vollstrecker von Gottes Zorn. Er trug ein helles Gewand, sein Antlitz leuchtete. Unter seinen Füßen war eine Wolke, aus der Donner und Blitze hervorgingen in seine Hände und erst aus seiner Hand heraus berührten sie die Erde. Als ich das Zeichen von Gottes Zorn sah, das die Erde treffen sollte, besonders aber eine bestimmte Stelle, die ich aus triftigen Gründen nicht nennen kann, bat ich den Engel, eine bestimmte Zeit innezuhalten und die Welt wird Buße tun. Meine Bitte war aber nichts angesichts des Göttlichen Zorns. Da erblickte ich die Heiligste Dreifaltigkeit. Die Größe Ihrer Herrlichkeit durchdrang mich bis ins Innerste und ich wagte nicht, meine Bitte zu wiederholen. Im gleichen Augenblick fühlte ich in meiner Seele die Macht der Gnade Jesu, die in meiner Seele wohnt. Als mir diese Gnade bewusst geworden war, wurde ich augenblicklich vor den Thron Gottes entrückt. O wie groß ist unser Herr und Gott und wie unbegreiflich ist Seine Heiligkeit! Ich will mich nicht hinreißen lassen, Seine Größe zu beschreiben, denn bald werden wir Ihn alle sehen, wie Er ist. Ich begann Gott für die Welt zu bitten, mit innerlich vernommenen Worten.
Als ich so betete, sah ich die Ohnmacht des Engels, der die gerechte Strafe, die für die Sünden fällig war, nicht mehr ausüben konnte. Ich hatte noch niemals mit einer solchen inneren Macht gebetet wie damals. Die Worte mit denen ich Gott anflehte, sind folgende:

"Ewiger Vater, ich opfere Dir den Leib und das Blut auf, die Seele und die Gottheit Deines geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, für unsere Sünden und die der ganzen Welt. Um Seines schmerzhaften Leidens willen habe mit uns Erbarmen."

Am anderen Morgen, als ich in die Kapelle kam, hörte ich innerlich die Worte:

"So oft du die Kapelle betrittst, bete sofort das Gebet, das Ich dich gestern gelehrt habe."

Als ich das Gebet verrichtet hatte, hörte ich in der Seele die Worte:

"Dieses Gebet ist zum Beschwichtigen Meines Zornes. Du wirst es neun Tage lang wie den üblichen Rosenkranz beten, und zwar: Zuerst ein Vater unser und ein Gegrüßet seist Du Maria und das Glaubensbekenntnis, anschließend - an den Vaterunser-Perlen - die Worte: Ewiger Vater, ich opfere Dir den Leib und das Blut auf, die Seele und die Gottheit Deines geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, als Sühne für unsere Sünden und die der ganzen Welt. An den Gegrüßet-seist-Du-Maria-Perlen wirst du wie folgt beten: Um Seines schmerzhaften Leidens willen habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt. Zum Schluss wirst du dreimal die Worte wiederholen: Heiliger Gott, Heiliger Starker,  Heiliger Unsterblicher -- erbarme Dich unser und der ganzen Welt."

Soweit aus dem Tagebuch der  Heiligen Schwester Faustina (Tb. 474 - Tb. 476).

Was für eine eindrückliche Vision!

Heute beten Millionen Menschen auf der ganzen Welt diesen Rosenkranz zur Göttlichen Barmherzigkeit.

Den gesamten Barmherzigkeitsrosenkranz findest Du hier auf diesem Blog:

So betet man den Rosenkranz zur Göttlichen Barmherzigkeit!

Jesus machte zur Schwester Faustina auch folgende Versprechungen:

"Bete unablässig den Rosenkranz, den Ich dich gelehrt habe. Wer auch immer ihn beten wird, erfährt in seiner Todesstunde Meine große Barmherzigkeit..... Sollte es der verstockteste Sünder sein - falls er nur einmal diesen Rosenkranz betet, wird ihm die Gnade Meiner Barmherzigkeit zuteil. Ich wünsche, dass die ganze Welt Meine Barmherzigkeit erkennt. Unbegreifliche Gnaden will Ich allen schenken, die Meiner Barmherzigkeit vertrauen." 

Bildnis der Heiligen Schwester Faustina in der Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf

Sonntag, 3. Januar 2016

Litanei vom Heiligsten Namen Jesu

Kreuz in der Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf

Herr, erbarme Dich unser!
Christus, erbarme Dich unser!
Herr, erbarme Dich unser!
Jesus, höre uns!
Jesus, erhöre uns!
Gott Vater vom Himmel, erbarme Dich unser!
Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme Dich unser!
Gott Heiliger Geist, erbarme Dich unser!
Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme Dich unser!
Jesus, Du Sohn des lebendigen Gottes, erbarme Dich unser!
Jesus, Du Sohn Davids, erbarme Dich unser!
Jesus, Du Sohn der Jungfrau Maria, erbarme Dich unser!
Du allerheiligster Jesus, erbarme Dich unser!
Du allmächtiger Jesus, erbarme Dich unser!
Du vollkommenster Jesus, erbarme Dich unser!
Du allerstärkster Jesus, erbarme Dich unser!
Du glorwürdigster Jesus, erbarme Dich unser!
Du gütigster Jesus, erbarme Dich unser!
Du allerliebster Jesus, erbarme Dich unser!
Du süßester Jesus, erbarme Dich unser!
Du wunderbarlichster Jesus, erbarme Dich unser!
Du holdseligster Jesus, erbarme Dich unser!
Du ehrwürdiger Jesus, erbarme Dich unser!
Jesus, Du Heiland der Welt, erbarme Dich unser!
Jesus, Du Mittler zwischen Gott und den Menschen, erbarme Dich unser!
Jesus, Du guter Hirt der Schafe, erbarme Dich unser!
Jesus, unsere Zuflucht, erbarme Dich unser!
Du allergnädigster Jesus, erbarme Dich unser!
Du auserwählter Jesus, erbarme Dich unser!
Du sanftmütiger Jesus, erbarme Dich unser!
Du allerliebster Jesus, erbarme Dich unser!
Jesus, Du getreuester Liebhaber, erbarme Dich unser!
Jesus, Du wahres Licht, erbarme Dich unser!
Jesus, Du ewige Weisheit, erbarme Dich unser!
Jesus, Du unendliche Güte, erbarme Dich unser!
Jesus, Du Eiferer der Seelen, erbarme Dich unser!
Jesus, Du köstliche Perle, erbarme Dich unser!
Jesus, Du Spiegel der Vollkommenheit, erbarme Dich unser!
Jesus, Du Vorbild aller Tugend, erbarme Dich unser!

Jesus, Du Vater der Armen, erbarme Dich unser!
Jesus, Du Tröster der Betrübten, erbarme Dich unser!
Jesus, Du Freude der Engel, erbarme Dich unser!
Jesus, Du König der Patriarchen, erbarme Dich unser!
Jesus, Du Erleuchter der Propheten, erbarme Dich unser!
Jesus, Du Meister der Apostel, erbarme Dich unser!
Jesus, Du Lehrer der Evangelisten, erbarme Dich unser!
Jesus, Du Stärke der Märtyrer, erbarme Dich unser!
Jesus, Du Licht der Bekenner, erbarme Dich unser!
Jesus, Du Bräutigam der Jungfrauen, erbarme Dich unser!
Jesus, Du Krone aller Heiligen, erbarme Dich unser!
Sei uns gnädig! Verschone uns, o Jesus!
Sei uns gnädig! Erhöre uns, o Jesus!
Von allem Übel, erlöse uns, o Jesus!
Von aller Gefahr, erlöse uns, o Jesus!
Von Deinem Zorne, erlöse uns, o Jesus!
Von den heimlichen Nachstellungen des Teufels, erlöse uns, o Jesus!
Von Pest, Hunger und Krieg, erlöse uns, o Jesus!
Von Übertretung Deiner Gebote, erlöse uns, o Jesus!
Von dem Anlauf aller Übel, erlöse uns, o Jesus!
Durch Deine Menschwerdung, erlöse uns, o Jesus!
Durch Deine Ankunft, erlöse uns, o Jesus!
Durch Deine Geburt, erlöse uns, o Jesus!
Durch Deine Schmerzen, erlöse uns, o Jesus!
Durch Deinen Tod, erlöse uns, o Jesus!
Durch Deine Auferstehung, erlöse uns, o Jesus!
Durch Deine Himmelfahrt, erlöse uns, o Jesus!
Durch die Sendung des Heiligen Geistes, erlöse uns, o Jesus!
Durch Deine Freude, erlöse uns, o Jesus!
Durch Deine himmlische Glorie, erlöse uns, o Jesus!
Durch Deine Mutter, die süße Jungfrau Maria, erlöse uns, o Jesus!
Durch die Fürbitte Deiner Heiligen, erlöse uns, o Jesus!
O Du Lamm Gottes, welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt! Verschone uns, o Jesus!
O Du Lamm Gottes, welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt! Erhöre uns, o Jesus!

O Du Lamm Gottes, welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt! Erbarme Dich unser, o Jesus!
Jesus Christus, höre uns!
Jesus Christus, erhöre uns!
Herr, erbarme Dich unser!
Christus, erbarme Dich unser!
Herr, erbarme Dich unser!


Lasset uns beten:
Herr Jesus Christus, Du hast gesagt: Bittet, und ihr werdet empfangen; suchet, und ihr werdet finden; klopfet an, und es wird euch aufgetan. Wir bitten Dich inständig, erfülle uns mit Deiner göttlichen Liebe, auf dass wir Dich lieben mit ganzem Herzen, mit Wort und Werk, und nimmer lassen von Deinem Lobe.
Deinen Heiligen Namen, o Herr, lass uns immerdar fürchten und lieben zugleich, weil Du ja niemals Deine Führung jenen entziehst, die Du fest begründet hast in Deiner Liebe, der Du lebst und herrschest in Ewigkeit.
Amen.