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Montag, 30. Mai 2016

Die dunkle Nacht der Seele



Seit einiger Zeit ist es hier still geworden auf diesem Blog. Das hat seinen Grund. Ich gehe seit einigen Wochen durch eine sehr harte, dunkle und schwere Zeit.

Krankheit, Angst und Depressionen quälen mich. Verdrängte Traumata aus meiner Kindheit drängen an die Oberfläche meines Bewusstseins. Diese nie geheilten seelischen Wunden und Verletzungen meiner traumatischen Erfahrungen in der Kindheit wollen jetzt angesehen und verarbeitet werden. Trauer und Schmerz wollen endlich angenommen werden.

Ich finde jedoch keinen Trost im Gebet und in der Meditation, Gott hat sich mir völlig entzogen. So fühle ich mich nicht nur ohne Trost, sondern auch ohne Hoffnung, und auf diese Weise erlebe ich schmerzhaft das Dunkel der Gottverlassenheit. Alles ist weggebrochen, was mir inneren Halt gibt. Ich befinde mich in der Finsternis, ich befinde mich im Nichts. Es scheint, als wäre ich in einer endlosen, tiefen, dunklen Nacht gefangen, und so gehe ich durch eine schwere Zeit des Leidens und der Läuterung.

Viele Menschen, die nach Gott suchen, sind durch eine solche schwere, dunkle Zeit gegangen, und man nennt eine solche Erfahrung auch die dunkle Nacht der Seele.
Die dunkle Nacht der Seele ist eine geistliche Erfahrung der menschlichen Seele, in der ein Mensch schon erste Erfahrungen der göttlichen Liebe gemacht hat. Dann aber entzieht sich Gott der Erkenntnis des Menschen, um ihn zu läutern und um ihn überhaupt fähig zu machen, sich mit Seiner Liebe zu vereinigen.

Und so sehe ich jetzt ein Licht, an das ich mich klammern kann, und dieses Licht ist die unendlich kostbare Wahrheit, die mich trotz aller Finsternis und Einsamkeit diese Zeit des Leidens und der Läuterung ertragen und durchleben lässt.

Und diese Wahrheit ist, dass ich von Gott bedingungslos geliebt werde. Und auch Du, lieber Leser, wirst von Gott bedingungslos geliebt!

Gott hat mir Seine wunderbare Liebe einfach so geschenkt, und Er ließ mich diese unergründliche Liebe bei meinem Bekehrungserlebnis vor 10 Jahren so unfassbar intensiv erfahren. Diese unbegreifliche, bedingungslose Liebe Gottes ist der Grund, warum ich allen Widrigkeiten zum Trotz zu Gott gefunden habe, warum dieser Blog überhaupt existiert, und warum ich hier schreibe.

Und an diese Liebe Gottes erinnere ich mich nun in dieser schweren Zeit meines Lebens, in der sich Gott mir scheinbar entzogen hat.

Ich weiß durch unseren geliebten Herrn Jesus Christus, dass Gott mich liebt wie ein Vater seinen Sohn. Und Gott hat mir Seine Liebe vor allen Dingen dadurch erwiesen, dass Er seinen einzigen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus, hingab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Gibt es eine größere Liebe, als dass Jesus Christus für Deine und für meine Sünden gestorben ist, damit Du und ich wieder zu Gott kommen können?

Ich kann mir Gottes Liebe nicht verdienen. Er liebt mich, auch wenn ich versage und wieder einmal zu Fall komme. Gottes Liebe ist bedingungslos, weil Seine Liebe nicht vom Ansehen oder Verhalten der Person abhängig ist. Gottes Liebe ist völlig anders als unsere menschliche Liebe, die so oft in dieser Welt von der Gegenseitigkeit abhängt und an Bedingungen geknüpft ist. Gott liebt Dich, auch wenn Du ein großer Sünder bist und gar nicht an Ihn glaubst. Gott ist die Liebe. Er ist reine, absolute und vollkommene Liebe. Die Liebe Gottes ist so tief und unergründlich, dass Du und ich sie nie vollkommen begreifen werden.

Ein Mensch, der nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe.

So will auch ich Gott und meinen Nächsten lieben, weil Gott mich durch Seine bedingungslose Liebe aus dem Elend meiner Sünden herausgeholt hat. So will ich durch die Kraft der Liebe Gottes selbst zur Liebe werden. Werde auch Du Liebe!



Montag, 16. Mai 2016

Ein Besuch der Mariensäule zu Düsseldorf

Statue der Maria Immaculata in Düsseldorf 

Der Wonnemonat Mai ist traditionell der Allerseligsten Jungfrau Maria gewidmet.
Wenn jetzt im Mai in der Natur alles wieder zu blühen beginnt, dann gedenken die katholischen Gläubigen überall in Andachten, Prozessionen und Wallfahrten der geliebten Muttergottes.

Daher empfehle ich meinen lieben Lesern und Leserinnen, doch einmal beim nächsten Spaziergang durch die Düsseldorfer Altstadt die Mariensäule auf der Orangeriestraße zu besuchen, die sich ganz in der Nähe der dortigen barocken Maxkirche befindet. Ich habe drei schöne Fotos von der Säule gemacht und hier eingestellt.

Die Mariensäule wurde 1873 zu Ehren der Unbefleckten Empfängnis Mariens erbaut.

Auf halber Höhe der Säule befindet sich die lateinische Inschrift:

Sancta Maria sine labe concepta, ora pro nobis!

Diese Inschrift bedeutet:

Heilige Maria, ohne Erbschuld empfangen, bitte für uns!

Mariensäule zu Düsseldorf

Die Säule selbst befindet sich auf einem viereckigen Podest, welches Du über eine Treppe besteigen kannst. Dann stehst Du vor dem Sockel der Säule, in dessen Nischen die vier Statuen der Propheten  Jeremia, Daniel, Jesaja und Ezechiel eingemeißelt sind. Auf diesem Sockel steht nun die Säule mit der Statue Mariens.
Es handelt sich bei dieser Marienstatue um ein so genanntes Bildnis der Maria Immaculata, womit die Unbefleckte Empfängnis Mariens geehrt wird. 
Die Allerseligste Jungfrau Maria steht auf einem Säulenkapitell, ihr herrliches Angesicht wird von einer Sternengloriole umrahmt, und wie bei vielen Marienbildnissen üblich, befindet sich unter ihren Füßen eine Mondsichel. Die Muttergottes erweist dem Besucher ihre große Barmherzigkeit, indem sie ihre Hände über ihrer Brust ineinander gelegt hat und den Besucher gnadenvoll anschaut.

Bring doch bei Deinem Besuch zu Ehren der Muttergottes ein paar Blumen mit, lege sie zu Füßen der Säule ab und bete das folgende wunderschöne Gebet:

O unbeflecktes, in Reinheit strahlendes Herz Mariens!
Du bist die schönste Blume im Garten Gottes.

Du bist jenes wunderbare Paradies,
das nie durch eine Sünde entweiht wurde.
Erwirke in uns die Gnade,

dass wir wie du jede Beleidigung Gottes
- auch die geringste -
nach Kräften meiden und
Gott mit reinem, schuldlosem Herzen dienen.
Amen.

Heilige Maria, Muttergottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Sonntag, 15. Mai 2016

Veni Creator Spiritus



          Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern
             ein frohes und gesegnetes Pfingstfest 
                            im Heiligen Geist!


Freitag, 13. Mai 2016

Der Herr ist mein Hirte - Psalm 23


Was mir das Gebet bedeutet!

Die Heilige Schwester Faustina weist auf Jesus Christus

Seit zehn Jahren lebe ich nun mit Gott. Seit meiner Bekehrung am 15. Januar 2006 habe ich viele Erfahrungen mit Gott machen dürfen und kann daher eines mit absoluter Gewissheit sagen:

Ich kann nicht mehr ohne das tägliche Gebet leben!

Das bedeutet nicht, dass auch ich manches Mal Trockenheit im Gebet verspüre, und dass es auch für mich Zeiten in meinem Leben gibt, in denen mir das Gebet schwer fällt.
Aber es gibt keinen Tag mehr in meinem Leben, an dem ich mich nicht im Gebet an Gott wende, auch wenn es manchmal nur ein Stoßgebet oder ein Hilfeschrei an Gott ist.
Es muss nicht immer ein vorgefasstes Gebet in salbungsvollen Worten sein, sondern Beten bedeutet für mich, sich in allen Belangen - den schönen, wie den schweren - mit einfachen Worten aus meinem Herzen an Gott zu wenden. 

Ich habe die wunderbare Erfahrung gemacht, dass ich durch das Gebet eine innige Beziehung mit Jesus Christus habe und diese innige Beziehung mit unserem geliebten Herrn bringt mich so nahe zu Gott.

Ich glaube fest daran, dass Jesus Christus der Sohnes Gottes ist und dass Er eins mit Gott dem Vater und Gott dem Heiligen Geist ist. Wenn ich also zu Jesus Christus bete, bete ich gleichzeitig zum Vater und zum Heiligen Geist. Und wenn ich zum Vater bete, bete ich gleichzeitig zu Seinem Sohn, unserem Herrn Jesus Christus, und zum Heiligen Geist.

Ich weiß jetzt, warum die Muttergottes in so vielen Erscheinungen immer wieder gesagt hat:

"Betet, betet, betet! Im Gebet wird euch alles klar werden."

Ihr Heiligen bittet für uns!

Ich habe nämlich selbst festgestellt, dass mir vieles im Gebet klar wird, was ich in meinem Leben sonst nicht verstehe. Auf diese Weise mache ich die Erfahrung, dass ich durch das Gebet von Gott geführt werde. Gott zeigt mir, welche Schritte ich in meinem Leben gehen soll. Er sagt mir, in welche Richtung ich gehen soll.

Wenn ich bete, stelle ich fest, dass ich nicht in aussichtslose Angst und in quälende Depressionen falle, sondern dass ich von Gott Kraft, Mut und Freude geschenkt bekomme. Dann werde ich von Gott mit Hoffnung und Zuversicht erfüllt, auch wenn ich manches in meinem Leben nicht verstehe und mir einiges Sorgen bereitet.

Das Gebet öffnet mein Herz für den Anruf Gottes, und ich fühle mich in Gottes Hand so wunderbar geborgen. Was für eine befreiende Erfahrung!

Durch das Gebet werde ich fähig, die Zeichen unserer Zeit und das Böse in jeder Gestalt zu erkennen, und es hilft mir, die Sünde zu meiden. Außerdem gibt mir das Gebet die Kraft, das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus mutig in Worten wie zum Beispiel hier auf diesem Blog und durch mein eigenes Leben zu bezeugen. Ich bin dann in der Lage, anderen Menschen die Wahrheit des Evangeliums zu verkünden.

Und diese Wahrheit ist unserer geliebter Retter und Erlöser, der Herr Jesus Christus!

Ihr Heiligen bittet für uns!

Die Fotos dieses Posts machte ich auf meiner Pilgerreise zum Barmherzigen Jesus in einer Kapelle der Basilika der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Łagiewniki .


Dienstag, 3. Mai 2016

Благословенны милосердные



Das ist die russische Version der offiziellen polnischen Musikhymne
Błogosławieni miłosierni zum Weltjugendtag in Krakau 2016.

Ich grüße hiermit auch die zahlreichen russischen Leser und Leserinnen
dieses Blogs und wünsche Euch Gottes reichen Segen!


Mein Pilgertagebuch zum Barmherzigen Jesus (4.Teil)

Bild des Barmherzigen Jesus in der modernen Basilika der Barmherzigkeit Gottes

Nach der Zelebration der Stunde der Barmherzigkeit in der Sankt-Josef-Kapelle um 15.00 Uhr sind wir anschließend jeden Nachmittag zur Heiligen Messe in die Basilika der Barmherzigkeit Gottes gegangen.
Diese moderne Basilika befindet sich unmittelbar neben dem Kloster der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit. Sie wurde am 17. August 2002 durch Papst Johannes Paul II. als Basilika der Barmherzigkeit Gottes geweiht und ist eine Basilica minor.
Das moderne Bauwerk kann eine große Anzahl von Pilgern empfangen. Es handelt sich nämlich um cirka 2 Millionen Pilger, die mittlerweile jährlich zum Gnadenbild des Barmherzigen Jesus nach Krakau-Łagiewniki kommen.

Die moderne Basilika der Barmherzigkeit Gottes am Abend

Die Heilige Messe wurde dann natürlich in polnischer Sprache gefeiert. Die tiefe Frömmigkeit der polnischen Pilger hat mich sehr beeindruckt.
Auch hier steht die Barmherzigkeit Gottes im Mittelpunkt der Heiligen Messe.
In der Basilika hängt eine Kopie des Gnadenbildes vom Barmherzigen Jesus, daneben hängen Bilder der Heiligen Schwester Faustina und des Heiligen Johannes Paul II., denn wie sagte doch der Barmherzige Jesus zur Heiligen Schwester Faustina:

"Im Alten Testament habe Ich zu Meinem Volk Propheten mit Blitz und Donner gesandt, heute sende Ich dich mit Meiner Barmherzigkeit zur ganzen Menschheit."

Auch hier trägt das Gnadenbild natürlich die Unterschrift:
                                   
                                 JEZU UFAM TOBIE (Jesus, ich vertraue auf Dich)


Wir haben auch den hohen Turm der Basilika bestiegen. Von dort hat man einen beeindruckenden Blick auf das Kloster und auf Krakau.

Das Kloster mit der Sankt-Josef-Kapelle vom Turm der Basilika aus gesehen

Die Basilika beherbergt auch mehrere Kapellen, die von den verschiedenen christlichen Völkern Europas gestaltet sind.
Es gibt dort auch eine deutsche Kapelle, die den Heiligen Kreuzweg zum Thema hat. Dieser Kreuzweg wurde übrigens von einem Künstler aus Düsseldorf gestaltet. Es handelt sich dabei um den Bildhauer Bert Gerresheim.

Die Muttergottes mit dem Leichnam Christi in der deutschen Kapelle der Basilika