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Dienstag, 29. November 2016

Wie kann man Gott näher kommen?

Kreuzigungsgruppe an der Sankt-Lambertus-Basilika zu Düsseldorf
 
Verspürst Du nicht auch den Wunsch in Dir, Gott näher zu kommen?
Sehnst Du Dich nicht auch nach einer innigen und vertrauensvollen Beziehung mit Ihm?
Möchtest Du Gott nicht auch intensiver lieben und Dich Ihm tiefer hingeben?

Dann habe ich eine gute Nachricht für Dich, denn es heißt in der Bibel:

Sucht die Nähe Gottes; dann wird Er Sich euch nähern.
(Jakobus 4,8)

Es ist also tatsächlich einem jeden Menschen möglich, Gott näher zu kommen.

Möchte man Gott näher kommen, muss man aber auch an Gott glauben. Man muss glauben, dass Gott existiert und dass Er einen jeden einzelnen Menschen liebt. Denn nur wer an Gott glaubt und Ihm vertraut, kann Gott nahe sein. Für den Glauben muss man aber immer etwas tun. Wie eine Blume stets Wasser und Dünger braucht, damit sie wächst und blüht, so lebt der Glaube davon, dass wir uns immer wieder bewusst machen, warum wir glauben. Denn so spricht Jesus Christus:

Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.
(Matthäus 4,4)

Und so schreibt der Heilige Apostel Paulus:

Glaube aber ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugt sein von Dingen, die man nicht sieht.
(Hebräer 11,1)

Ohne Glauben aber ist es unmöglich, (Gott) zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass Er ist und dass Er denen, die Ihn suchen, ihren Lohn geben wird.
(Hebräer 11,6)

Die Allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria mit dem segnenden Christuskind
(Andreaskirche zu Düsseldorf)

Woher wissen wir nun, dass Gott uns Menschen liebt?

Nun, Gott offenbarte uns Seine Liebe, indem Er Seinen Sohn Jesus Christus auf diese Welt sandte, um uns Menschen vor dem Verderben der Sünde zu retten. So heißt es im Evangelium:

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass Er Seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.
(Johannes 3,16)

Gott liebt also jeden Menschen, und Er will nicht, dass auch nur ein Mensch verloren geht. Unsere Sünden trennen uns jedoch für immer von Gott. Denken wir auch daran, dass unser persönlicher Tod die Strafe für unsere Sünden ist. Um die verlorenen Menschen zu retten, sandte daher Gott Seinen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus, auf diese Erde. Jesus Christus starb für unsere Sünden am Kreuz, Er vergoss Sein Kostbares Blut, damit wir wieder zu Gott kommen können und bei Ihm das ewige Leben haben. Dieses große Geschenk Gottes ist etwas, das sich kein Mensch verdienen kann. So spricht Jesus Christus:

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch Mich.
(Johannes 14,6)

Glaube also an Gott und glaube an Seinen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus. Dann wirst Du das ewige Leben haben. Lies, wie Jesus Christus spricht:

Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten und wir werden Mahl halten, Ich mit ihm und er mit Mir.
(Offenbarung 3,20)

Jesus Christus steht also vor der Tür Deines Herzens und klopft bei Dir an. Er will mit Dir Gemeinschaft haben, und Er will Dich vor dem Verderben der Sünde, also vor dem Tod und vor der ewigen Trennung von Gott, retten. Nun liegt es an Dir! Lässt Du Jesus Christus in Dein Herz hinein? Nur wenn Du das tust, dann kannst Du zu Gott kommen. Dann kann die Trennung von Gott, die durch Deine Sünden verursacht worden ist, überwunden werden. Sage also "Ja" zu Jesus Christus, und lass Ihn in Dein Herz.

Das Herz Jesu ist ein Herz voller Liebe und Barmherzigkeit

Wenn Du noch kein Christ bist und noch nicht getauft worden bist, so gehe zu einem katholischen Seelsorger und bitte um die Aufnahme in die Heilige Katholische Kirche.

Die Heilige Katholische Kirche ist nämlich der Mystische Leib Jesu Christi. Durch die Taufe im Heiligen Geist wirst Du in diesen Mystischen Leib Christi eingegliedert, und das Leben Jesu Christi strömt auf Dich über. Durch die Sakramente der Heiligen Katholischen Kirche wirst Du dann auf geheimnisvolle und doch wirkliche Weise mit unserem Herrn Jesus Christus vereint.  

Im sogenannten Katechumenat wirst Du auf Deinem Weg bis zum Empfang der Taufe
begleitet, und Du erhältst eine umfassende Einführung in den christlichen Glauben und eine Einübung in die Heilige Liturgie der Heiligen Katholischen Kirche.

Durch die Taufe wirst Du in den Mystischen Leib Christi, der Heiligen Katholischen Kirche, aufgenommen. Die Taufe reißt Dich aus der Macht der Sünde und des Todes heraus, denn durch den Kreuzestod und die Auferstehung Jesu Christi wirst Du in der Taufe mit dem neuen und ewigen Leben beschenkt. Deine Taufe ist der in Freiheit geschlossene Bund zwischen Gott und Dir. Du wirst durch den Geist Gottes und aus den Elementen Seiner Schöpfung, symbolisiert durch das Wasser, zu ewigem Leben neu geboren. Ist das nicht wunderbar?

Danach empfängst Du das Sakrament der Heiligen Eucharistie. Der Empfang der Heiligen Eucharistie in der Heiligen Kommunion ist Deine Wegzehrung auf Deinem irdischen Pilgerweg zu Gott und somit ein Mittel zu Deinem geistlichen Wachstum und Deiner persönlichen Heiligung. Du wirst dabei durch die helfende Gnade Gottes gestärkt. Denke immer daran, dass sich in der Feier der Heiligen Eucharistie die Wandlung des Brotes und des Weines in den Leib und das Blut Jesu Christi vollzieht. Kann man also Seinem Gott noch näher kommen, als wenn man den Leib und das Blut Christi zu sich nimmt?

Schließlich empfängst Du das Sakrament der Heiligen Firmung. In der Heiligen Firmung erhältst Du ein geistliches Siegel, und zwar das Siegel des Heiligen Geistes. Der Heilige Geist schenkt Dir die Gewissheit, dass Du jetzt ein Kind Gottes bist. Du wirst immer fester mit Jesus Christus vereint und immer vollkommener mit der Heiligen Katholischen Kirche verbunden. Du bekommst eine besondere Kraft des Heiligen Geistes geschenkt, damit Du als wahrer Zeuge Christi fähig wirst, den Glauben in Wort und Tat auszubreiten und zu verteidigen, sowie den Namen Christi tapfer zu bekennen und Dich nie des Heiligen Kreuzes zu schämen. Außerdem werden Dir die Gaben des Heiligen Geistes geschenkt. Diese Gaben bestehen aus der Weisheit, dem Verstand und der Einsicht, dem Rate, der Stärke, der Erkenntnis, der Frömmigkeit und der Gottesfurcht. Es liegt nun an Dir, ob diese Gaben für die anderen Menschen auch sichtbar werden.

Die Taube ist das Symbol des Heiligen Geistes (Sankt-Josephs-Kapelle zu Düsseldorf)

Aber, wie kann man Gott nun näher kommen?

Wie ich eingangs sagte, suche die Nähe Gottes, dann wird Gott Sich Dir nähern. Gott wird Sich Dir aber niemals aufdrängen, Er respektiert den freien Willen des Menschen. Je mehr Du also in die Beziehung mit Gott investierst, desto näher wirst Du Ihm kommen. Ich empfehle Dir daher die folgenden Schritte:


1. Suche Gott täglich im Gebet

An erster Stelle ist natürlich das Gebet zu nennen.

Denke immer daran, dass Gott Dein Dich liebender Vater ist. Er liebt Dich und versteht Dich. Mache es Dir zur Gewohnheit, täglich zu beten. Bringe alles, was Dich bewegt, vor Ihn, ungeachtet ob es Gutes oder Schlechtes in Deinem Leben ist. Bedenke, dass Gott in Seiner Vorsehung genau weiß, wann die Zeit dafür gekommen ist, dass etwas geschieht, wofür Du gebetet hast. Bedenke auch, dass Gott immer nur Dein Bestes im Blick hat. Daher weiß Er besser als Du, wie etwas geschehen soll. Du sollst dem Herrn nur vertrauen, und Gott zu vertrauen lernt man gerade dann, wenn man nicht weiß, wie die Dinge sich entwickeln.

Wiederhole keine Gebete, die Du nicht fühlst und bete nicht zwanghaft. Denke immer daran, dass es im Gebetsleben auch trockene und schwere Zeiten gibt, in denen man gerade mal fähig ist, ein Stoßgebet zu sprechen. Dann gibt es Zeiten, in denen Du stundenlang den Rosenkranz beten könntest.

Wenn Du weiter fortgeschritten bist, wirst Du feststellen, dass Du Dich in der Stille vor Gott befindest und dass Du keine Worte mehr aussprichst. Trotzdem findet eine Kommunikation zwischen Gott und Dir statt, jedoch ohne Worte. Momente, in denen Du einfach nur noch mit Gott zusammen bist.


2. Lies regelmäßig im Wort Gottes

Das Wort Gottes ist die Heilige Schrift, also die Bibel. Hier erfährst Du alles, was Du über Gott und ein Leben nach dem Willen Gottes wissen musst. Bitte Gott, Dich in Deinem Glauben zu stärken und Dein Verständnis der Bibel zu erweitern. Denke immer wieder über das Wort Gottes nach, meditiere und kontempliere es, und lass es Dein Herz verwandeln.

Aber auch die Schriften von Heiligen und die Schriften von gläubigen Menschen sind sehr zu empfehlen. Der Heilige Geist wird Dir die Inspiration dazu schenken, was auf dem Weg Deines geistlichen Wachstums gerade anliegt.

Mich haben die folgenden Schriften sehr inspiriert:

Die Nachfolge Christi 
(Autor: Thomas von Kempen)

Das Bittere Leiden unsers Herrn Jesu Christi
(Autorin: Anna Katharina Emmerich)

Wohnungen der Inneren Burg
(Autorin: Theresa von Ávila)

Weg der Vollkommenheit
(Autorin: Theresa von Ávila)

Die Dunkle Nacht
(Autor: Johannes vom Kreuz)

Aufstieg auf den Berg Karmel
(Autor: Johannes vom Kreuz)

Der Gottmensch, Leben und Leiden unseres Herrn Jesus Christus, Band 1-12
(Autorin: Maria Valtorta)

Leben der Jungfräulichen Gottesmutter Maria, Band 1-4
(Autorin: Maria von Agreda)

Selbstbiographische Schriften der Therese vom Kinde Jesu
(Autorin: Therese von Lisieux)

Tagebuch der Schwester Maria Faustina Kowalska
(Autorin: Maria Faustina Kowalska)

Christliche Kontemplation, Ein radikaler Weg der Gottessuche
(Autor: Thomas Merton)

Meinen Auserwählten zur Freude, Geistliche Unterredungen, Band 1-3 
(Autor: Léandre Lachance)


Während des Gebets

3. Danke und preise Gott jeden Tag Deines Lebens

Es ist unerlässlich, dass Du Gott jeden Tag Deines Lebens für alles dankst, preist und verherrlichst, was Er für Dich getan hat, ungeachtet aller Freude oder allem Leid in Deinem Leben. Danksagung und Lobpreis werden Dich Gott näher bringen, und Deine Liebe zu Ihm wird wachsen. Suche Gott früh und danke Ihm und preise Ihn auch in Deinem Leid. Achte darauf, dass Du Gott nicht vergisst, denn im Stress und in der Hektik des Alltages kann das leicht geschehen.


4. Lebe Dein Leben in der Gegenwart Gottes

Denke immer daran, dass Gott Dich erschaffen hat. Gott liebt Dich so sehr, dass Er sogar Seinen eingeborenen Sohn Jesus Christus auf diese Welt sandte, um für Deine Errettung Sein Leben hinzugeben. Gibt es eine größere Liebe als dass Jesus Christus für Dich starb?

Wenn Du also Gott näher kommen möchtest, dann richte doch Dein Leben so ein, dass Du alles, was Du tust, aus Liebe zu Gott und im Bewusstsein Seiner ständigen Gegenwart verrichtest. Selbst die kleinste Tat, im Bewusstsein der Liebe zu Gott verrichtet, wird dann zu einem Gottesdienst. Dann willst Du nichts tun, was Gott missfällt, aber Du willst alles tun, was Gott gefällt.

Wenn Du also an Deinem Arbeitsplatz bist, dann mache Dir die Gegenwart Gottes bewusst und arbeite aus Liebe zu Gott so gut und gewissenhaft, wie Du es nur kannst. Wenn Du Dein Zuhause putzt, dann jammere und klage nicht, weil Du keine Lust dazu hast, sondern mache Dir die Gegenwart Gottes bewusst und putze aus Liebe zu Gott Dein Heim gründlich und voller Freude. Wenn Du in Deiner Freizeit mit Deinen Freunden Karten spielst, dann mache Dir die Gegenwart Gottes bewusst, und spiele aus Liebe zu Gott ehrlich und freundlich mit Deinen Freunden.

Auf diese Weise kommst Du Gott immer näher, und Deine Liebe zu Gott wird wachsen. Anfangs wird Dir diese Übung wahrscheinlich nicht leicht fallen, und Du wirst sie immer wieder vergessen. Sei dann nicht böse mit Dir selbst, sondern erinnere Dich wieder an die Gegenwart Gottes und fahre mit der Übung fort.


5. Suche täglich unseren Herrn Jesus Christus im Allerheiligsten Altarsakrament auf 

Suche täglich unseren Heiland im Allerheiligsten Altarsakrament auf! 
Unser Herr Jesus Christus ist dort in der Heiligen Hostie tatsächlich anwesend und gegenwärtig. Er wartet in allen Tabernakeln der Welt auf Deinen Besuch.

Bete Deinen Erlöser und Heiland im Allerheiligsten Altarsakrament an!
Mache es Dir zur Gewohnheit, dort täglich einen vertrauten Umgang mit Jesus Christus zu pflegen. Berate Dich dort mit Ihm in allen Deinen Angelegenheiten und lass Dich von Ihm reinigen und heiligen!

Und wenn Du dann noch in der Heiligen Messe Deinen geliebten Herrn in der Heiligen Kommunion empfängst, dann wirst Du die Erfahrung machen, dass Du immer mehr in den Mystischen Leib Jesu Christi hineingezogen und immer tiefer Seine innige und tiefe Liebe zu Dir erfahren wirst!


Anbetung in der Andreaskirche zu Düsseldorf

6. Besuche täglich die Heilige Messe

Das vortrefflichste Mittel, Gott näher zu kommen, ist aber die Feier der Heiligen Messe. Das Heilige Messopfer ist das Allerkostbarste und Allerheiligste Sakrament, das alle anderen Sakramente unserer Heiligen Katholischen Kirche an Größe und Würde übersteigt.

Warum ist das so?

Nun, Du siehst zwar den Priester die Heilige Messe zelebrieren, aber tatsächlich ist es unser geliebter Herr Jesus Christus persönlich, der Sich Selbst in jeder Heiligen Messe dem Vater im Himmel für unser Heil darbringt. Jesus Christus ist unser Heilige, Schuldlose und Unbefleckte Hohepriester, den unser Vater im Himmel uns armen Sündern geschenkt hat. Was sich in jeder Heiligen Messe am Altar vollzieht, ist die unblutige Selbstopferung Christi an den Vater.

Könntest Du, liebe Leserin, und Du, lieber Leser, jemals in vollem Umfang wirklich begreifen, was Jesus Christus in jeder Heiligen Messe für Dich tut? Nichts vermag Dich daher näher zu Gott zu bringen, als die Feier der Heiligen Messe. 


7. Gehe regelmäßig zur Heiligen Beichte

Auch wenn Du Gott liebst, Ihm immer näher kommen möchtest und Du daher alles unterlassen und nichts tun möchtest, was Gott missfällt, wirst Du immer wieder fallen. Solange wir auf dieser Erde leben, haben wir mit unserer sündhaften Natur zu tun. 

Wir sind alle nur schwache Menschen und haben mehr oder weniger mit unserer Selbstsucht zu kämpfen. Wer ist schon völlig ohne Stolz und Eitelkeit? Wer hat noch niemals seine Begierden in den verschiedensten Bereichen des Lebens gespürt? Bei manchem ist der Geiz eine Schwachstelle, bei anderen ist es die Maßlosigkeit. Wer war noch nie eifersüchtig oder neidisch? Wer hat noch nie im Zorn oder in der Wut etwas gesagt oder gemacht, was er hinterher bereut hat? Wer war noch nie faul oder wer hat sich noch nie über die eigene Feigheit geschämt? Wer hat noch nie gelogen?

Durch Deine sündhaften Taten entscheidest Du Dich immer gegen Gott und Seinen Heilsplan. Deine Beziehung mit Gott wird gestört und im schlimmsten Fall zerstört, Du bekommst ein schlechtes Gewissen und suchst daher vielleicht nicht mehr voller Freude und Vertrauen Seine Nähe. Deine Verfehlungen und Sünden belasten Dich und halten Dich von Gott fern.

Daher handle schnell und gehe regelmäßig zur Heiligen Beichte. Es ist doch so wunderbar, dass Du dem Herrn alles sagen kannst. Er vergibt Dir Deine Sünden und reinigt und heiligt Dich. In der Gestalt des Priesters tritt Dir Jesus Christus gegenüber, der Dir doch in Seiner großen Liebe und Barmherzigkeit vergeben will. Eine regelmäßige Heilige Beichte wird Dich Gott näher bringen, und Deine Liebe zum Herrn wird zunehmen.


8. Suche die Gemeinschaft mit anderen katholischen Christen
 
Suche die Gemeinschaft mit anderen katholischen Christen. Sie können Dir gute Freunde werden, die Dir weiterhelfen und Deine Fragen beantworten. Gemeinschaft mit anderen Christen stärkt nämlich Deinen Glauben. Da ist natürlich zunächst Deine Pfarrgemeinde die allererste Anlaufstelle. Suche aber auch den Anschluss an einen katholischen Gebetskreis oder eine katholische Gebetsstätte, wo Du in Gemeinschaft mit gleichgesinnten und geistlich lebendigen Menschen Gott anbeten und verherrlichen kannst.

Hier in Düsseldorf gibt es zum Beispiel eine sehr schöne Gebetsstätte, die dem Barmherzigen Jesus gewidmet ist. Nähere Information findest Du hier:

Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf

In der Gebetstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf
 

Montag, 28. November 2016

Einladung zur Herz-Mariä-Sühne-Andacht am 3. Dezember 2016 in Düsseldorf

Die Allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria ist die Unbefleckte Empfängnis

An jedem ersten Samstag im Monat findet in der Kapelle des St. Martinus-Krankenhauses in Düsseldorf-Bilk eine Herz-Mariä-Sühne-Andacht statt. Die Anbetungs-Stunden in Düsseldorf beinhalten die Eucharistische Anbetung, eine Andacht und den Rosenkranz zu Ehren des Unbefleckten Herzen Mariens. Es gibt eine Beichtgelegenheit, und es findet eine Heilige Messe statt.

Am Samstag, den 3. Dezember 2016, findet die zwölfte Herz-Mariä-Sühne-Andacht des Jahres 2016 statt. Liebe Leserin, lieber Leser, Du bist herzlich eingeladen!
                          
Hier sind die Termine für das Jahr 2017:
7. Januar
4. Februar
4. März
1. April
6. Mai
3. Juni
1. Juli
5. August
9. September (Am 02.09.2017 findet in Düsseldorf der Gebetstag "Die Frau aller Völker" statt)
7. Oktober
4. November
2. Dezember
                          
Ort:
St. Martinus-Krankenhaus
Kapelle
Gladbacher Str. 26
Düsseldorf-Bilk

Das Krankenhaus ist zu erreichen mit den Linien 704 und 709, Haltestelle Ausstieg "Bilker Kirche".

Zeit:
Beginn: 17.30 Uhr
Ende:    20.30 Uhr

Nähere Auskunft unter der Rufnummer 0211/879 615 39 (Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf).

In der Kapelle des Sankt-Martinus-Krankenhauses zu Düsseldorf

Samstag, 26. November 2016

Meditation über das Kreuz

Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben, im Kreuz ist Hoffnung!
 
Gottes Weisheit hat von Ewigkeit her das Kreuz auserwählt,
das Er Dir als Sein Geschenk reichen will.
Er hat dieses Kreuz, bevor Er es Dir reichte,
mit Seinem allwissenden Auge betrachtet,
mit Seinem göttlichen Verstand durchdacht,
mit Seiner weisen Gerechtigkeit geprüft,
mit beiden Händen gewogen,
ob es nicht einen Zoll zu groß und ein Lot zu schwer sei.
Er hat es gesegnet mit Seinem Namen,
gesalbt mit Seinem Trost,
hat noch einmal auf Dich und Deinen Mut geblickt.
Dann erst hat Er es Dir gereicht
als einen Gruß aus dem Himmel,
als ein Geschenk Seiner erbarmenden Liebe.

(Heiliger Franz von Sales, 1567-1622)

Jesus Christus trug das Kreuz für Dich!

Montag, 21. November 2016

Ave Maria - Franz Schubert




Zum heutigen Gedenktag

Maria - Unsere Liebe Frau in Jerusalem

das Ave Maria von Franz Schubert.

Am heutigen 21. November wurde früher das Fest "Mariä Opferung" oder "Mariä Tempelgang" gefeiert. Es soll an die Erzählung im apokryphen Jakobus-Evangelium erinnern, wonach die Allerseligste Jungfrau Maria im Alter von drei Jahren von ihren Eltern, dem Heiligen Joachim und der Heiligen Anna, in den Tempel nach Jerusalem gebracht wurde, wo sie unter den Tempeljungfrauen erzogen werden sollte.


Samstag, 19. November 2016

Die Gebetsübung der "Drei Ave Maria"

Die Heilige Mechthild von Hackeborn (links)
mit ihrer Schwester, der Heiligen Gertrud von Hackeborn

Heute feiert die Katholische Kirche den Gedenktag der Heiligen Mechthild von Hackeborn, die zusammen mit der Heiligen Gertrud von Helfta und zusammen mit Mechthild von Magdeburg zu den großen deutschen Mystikerinnen des Mittelalters zählt.

Mechthild von Hackeborn wurde 1241 auf der Burg Helfta bei Eisleben geboren und starb am 19.11.1299 im Kloster Helfta. Sie wirkte dort als Nonne bei den Zisterzienserinnen.

Der Heiligen Mechthild von Hackeborn wurden große mystische Erfahrungen, Visionen und Offenbarungen zuteil, die von zwei Mitschwestern auf Anweisung der Äbtissin Sophie von Querfurt im "Liber specialis gratiae" in lateinischer Sprache aufgezeichnet wurden.

Dieses "Buch der besonderen Gnade" enthält zahlreiche Visionen, Erfahrungen und Offenbarungen über die Brautmystik, also der Vermählung mit unserem geliebten Herrn Jesus Christus, über Liebeswunden, über die Herz-Jesu-Verehrung, über die Eucharistie, über die Sorge für die Armen Seelen und über die Unio mystica, die als die Höchste aller Erfahrungen geschildert wird.

Die Allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria in der Marienbasilika zu Kevelaer

Besonders bekannt aber wurde die Gebetsübung der "Drei Ave Maria", die auf Offenbarungen der Allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria an die Heilige Mechthild von Hackeborn zurückgeht. Aus dieser Gebetsübung erlangt der Beter kostbare Heilsfrüchte und außerordentliche Gnaden der Bekehrung, der Beharrlichkeit oder sogar der Berufung zum Priester- und Ordensstand.

Gegen Ende ihres Lebens dachte die Heilige Mechthild von Hackeborn voller Bangigkeit an den großen Augenblick, da ihre Seele den Körper verlassen würde, um in die Ewigkeit einzugehen. Darum bat sie die Mutter Gottes um gnädigen Beistand für ihre letzte Stunde.

Die Madonna, die ihrer treuen Dienerin schon oftmals erschienen war, erhörte ihr Flehen und sprach zu ihr:

"Ja, ich werde deine Bitten bestimmt erfüllen, meine Tochter, aber ich verlange von dir, dass du täglich mir zuliebe "Drei Ave Maria" betest.

Das erste Ave zu Ehren Gott Vaters, der in seiner herrlichen Allmacht meine Seele so auszeichnete, dass ich nach Ihm allmächtig im Himmel und auf Erden bin.


Das zweite Ave zu Ehren Gott des Sohnes, der in der Größe Seiner unerforschlichen Weisheit mich mit solchen Gaben der Wissenschaft und des Verstandes schmückte und erfüllte, dass ich inniger als alle Heiligen die Allerheiligste Dreifaltigkeit schauen darf. Er hat mich überdies mit einem Glanz übergossen, dass ich wie eine strahlende Sonne den ganzen Himmel erleuchte.


Das dritte Ave zu Ehren des Heiligen Geistes, der die süße Fülle Seiner Liebe in mein Herz gegossen hat und mich so gut und barmherzig schuf, dass ich nach Gott das sanfteste und gütigste Wesen bin."


Die Versprechungen, die die Heiligste Jungfrau an die "Drei Ave Maria" 

knüpfte:
"Ich werde dir in der Todesstunde beistehen, dich trösten und alle Macht des Teufels von dir fernhalten. Ich werde dir das Licht des Glaubens und der Erkenntnis eingießen, damit dein Glaube nicht durch Unwissenheit oder Irrtum versucht werde. Ich werde dir in der Stunde des Hinscheidens nahe sein und in deine Seele die Wonne der göttlichen Liebe überströmen lassen, damit kraft ihrer Übermacht alle Todespein und Bitterkeit durch die Liebe sich in Glückseligkeit wandle."


Diese Gebetsübung entsprang also nicht menschlichem Wollen und Bemühen, sondern war die Frucht einer ausdrücklichen Offenbarung Mariens und enthielt so tröstliche Versprechungen, wie sie nur die Himmelskönigin geben konnte. Und die Madonna steht zu ihrem Wort. Sie lässt ihre mütterliche, unsichtbare Gegenwart den getreuen Betern der "Drei Ave Maria" in der Todesstunde fühlbar werden.


(Liber specialis gratiae, P. I. Kap. 47)

In der Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf

Die Gebetsübung der "Drei Ave Maria" sollte folgendermaßen praktiziert werden: 

Man muss morgens und abends dreimal

Gegrüßet seist du, Maria,
voll der Gnade,
der Herr ist mit dir,
du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes,
Jesus. -
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.

Amen.

zu Ehren der drei oben genannten großen Vorzüge mit folgender Anrufung am Ende beten:
 
Am Morgen:

O, meine Mutter, bewahre mich an diesem Tag vor der Todsünde. Amen.

Am Abend:   

O, meine Mutter, bewahre mich in dieser Nacht vor der Todsünde. Amen.


200 Tage Ablass durch Leo XIII. u. apostolischer Segen von Seiner Heiligkeit Pius X. u. von S.H. Benedikt XV.
Imprimatur: Regensburg, 29. Oktober 1932, Dr. Höchst, G.V.
Sekretariat der Erzbruderschaft: "Unserer Lieben Frau von der Allerheiligsten Dreifaltigkeit"




Donnerstag, 17. November 2016

Folge Jesus Christus nach und lebe Deine Berufung!



Jeder Mensch sehnt sich nach einem erfüllten Leben. Jeder Mensch möchte in seinem Leben glücklich sein. Doch was macht uns glücklich? Was ist wirklich nötig, um ein erfülltes und glückliches Leben zu führen?

Viele Menschen meinen, wenn sie viel Geld verdienen und sich alles kaufen könnten, dann würden sie glücklich sein. Sie meinen, dass sie ein eigenes Haus, ein schneller Sportwagen, ein noch größerer Flachbildfernseher, das aktuellste Smartphone, Mode der teuersten Designer, Luxus und Reisen wirklich glücklich machen würden. So versuchen sie, sich beruflich zu engagieren und eine gute Karriere zu machen. Sie arbeiten bis zum Umfallen, intrigieren gegen ihre Kollegen und sehen ihre Geschäftspartner häufiger als die eigene Familie. Erst ein Herzinfarkt, ein Burn-Out oder eine gescheiterte Ehe halten sie auf.

Andere Menschen wiederum meinen, dass nur ein idealer Traumpartner sie glücklich machen würde. So suchen sie ein Fitness-Studio auf oder quälen sich mit Diäten, um auf der Suche nach dem Traumpartner auch die richtige Figur zu machen. Sie suchen auf den verschiedensten Dating-Portalen im Internet nach dem idealen Traumpartner und preisen sich selbst in den höchsten Tönen an. Sie treffen einen potenziellen Partner nach dem andern, doch der ideale Traumpartner ist einfach nicht dabei. Zu dick oder zu dünn, zu groß oder zu klein, zu dumm oder zu schlau, zu arm aber nie reich genug, doch der ideale Traumpartner ist einfach nicht dabei. Dann verlieben sie sich endlich, doch weil sie es nicht gelernt haben, wie man bedingungslos liebt, zerbricht die Beziehung und man ist wieder allein.

Wieder andere Menschen scheinen ein erfülltes und glückliches Leben gefunden zu haben. Sie haben einen guten Beruf, ein großes Haus, ein volles Bankkonto und sogar eine schöne Familie. Doch in Wirklichkeit ist vieles nur Schau und Schein, und in ihrem Inneren sind sie unglücklich und leer.

So suchen die Menschen nach einem erfüllten und glücklichen Leben. Doch oft suchen sie an den falschen Stellen, und die Erfüllung vermeintlicher Träume führt nicht zu dem Glück, nach dem sie gesucht haben. Auf der Suche nach der Fülle des Lebens lassen sie nichts aus und manche greifen sogar zu Alkohol und Drogen. Doch wahres Glück ist nirgendwo zu finden. Statt der Fülle des Lebens finden sie nur ausgetrocknete Quellen ohne Freude, Kraft und Glück.

Doch Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Jesus Christus ist der gute Hirt, der gekommen ist, damit wir alle das Leben haben und es in Fülle haben. So spricht Jesus Christus:

Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.
(Johannes 10,10)

Wer also Jesus Christus in sein Leben aufnimmt, Ihn zum Zentrum seines Lebens macht und sich konsequent aufmacht, Jesus Christus nachzufolgen, der wird erfahren, was es bedeutet, ein Leben in Fülle zu haben.

Ein Leben in Fülle bedeutet nicht, jeden seiner eigensüchtigen Wünsche erfüllt zu bekommen, sondern es bedeutet ein Leben in der Berufung Gottes zu führen. Wer das tut, was Gott mit ihm vorhat, der wird wirklich glücklich werden. Manch unglückliches Leben hat nämlich seinen Grund darin, dass der betreffende Mensch Gottes Berufung ablehnt. Folge also Jesus Christus nach und lebe Deine Berufung!

Wie folgt man aber Jesus Christus nach?

Ein Leben in der Nachfolge Jesu Christi bedeutet, sich vollkommen und in tiefer Liebe unserem Herrn und Gott Jesus Christus hinzugeben. Lass Dir von Jesus Christus Deine Augen und Deine Ohren öffnen, damit Du erfährst, was ein Leben in der Fülle Jesu Christi wirklich bedeutet. Schenke Jesus Christus Dein Herz und mach es weit offen, damit Er in Dein Herz einziehen kann, um darin zu wohnen. Sage immer wieder "Ja" zu Jesus Christus, wenn Er Dein Herz reinigen und alles ausräumen will, was Ihm nicht gefällt. Jesus Christus wird all Deine Sünden, all Deine Ängste und Sorgen, all Deinen Stolz, einfach alles ausräumen, was Dich von Ihm fernhält. Und hab keine Angst, dass Du zu schlimm oder zu schlecht bist, als dass Jesus in Dein Herz einziehen wollte. Denke immer daran, was Er zu der Sünderin, die Seine Füße mit ihren Tränen benetzte und mit ihrem Haar trocknete, sagte:

Deshalb sage ich dir: Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben, weil sie so viel Liebe gezeigt hat. Wem aber nur wenig vergeben wird, der zeigt auch nur wenig Liebe.
(Lukas 7,47)

Jesus Christus wird dann in Dir alles neu machen. Er wird Dein Herz mit dem füllen, was wirklich zählt. Er wird Dich mit Seinem Geist und Seiner Liebe erfüllen. Du musst immer wieder nur "Ja" dazu sagen. Dann wirst Du die Welt mit neuen Augen sehen, und Deine Ohren werden Weisheiten hören, die sie noch nie gehört haben. Du wirst Neues denken, was Du noch nie gedacht hast. Du wirst ein neuer Mensch werden und Jesus Christus wird in Dir leben und Du wirst in Jesus Christus leben. Du wirst denken, leben und lieben wie Jesus Christus. Schenke dem Herrn immer wieder Dein "Ja". Jesus Christus wird die Quelle Deines Lebens sein, und es werden Ströme der Liebe aus Dir fließen.

Das Wichtigste und das Schwerste bei der Nachfolge unseres geliebten Herrn darf allerdings nicht verschwiegen werden. Zur Nachfolge Christi gehört aber auch immer das Kreuz. Ohne die Annahme und das Tragen des eigenen Kreuzes geht es nicht. Anstrengung, Mühsal und Leid bleiben daher niemandem erspart.



Wie findet man nun seine Berufung?

In der Bibel erzählen viele Geschichten davon, wie Menschen von Gott berufen wurden. So wurden beispielsweise die Propheten von Gott zu ihrem Dienst berufen. Gott beruft aber auch heute zahlreiche Menschen. Welchen Menschen Gott beruft, wann Gott den betreffenden Menschen beruft und zu welchem Dienst Gott den Menschen beruft, das bleibt Seiner unergründlichen Vorsehung vorbehalten. So ist die Berufung zum Priestertum und zum Ordensstand eine besondere Gnade Gottes. Aber auch gläubige Laien haben eine Berufung. So ist ein jeder Getaufte zur Heiligkeit und zum Apostolat berufen. Das steht so ausdrücklich im Kompendium des Katechismus der Katholischen Kirche unter Nummer 188:

Die besondere Berufung der gläubigen Laien besteht darin, das Reich Gottes zu suchen, indem sie die zeitlichen Dinge Gott gemäß erleuchten und ordnen. So verwirklichen sie die Berufung zur Heiligkeit und zum Apostolat, die an alle Getauften ergeht.

Gott beruft Menschen auf die unterschiedlichste Art und Weise zu den unterschiedlichsten Diensten. Manchmal ist es ein inneres Vernehmen oder eine tiefe, innere Gewissheit, manchmal spricht Gott durch besondere Umstände, manchmal durch ein Nahtoderlebnis oder durch ein Bekehrungserlebnis. Es bedarf aber vonseiten des Menschen immer eine Bereitwilligkeit zum Hören. Und das Wichtigste ist, dass der Mensch "Ja" zur Berufung Gottes sagen muss. Gott zwingt keinem Menschen Seinen Willen auf. Wenn der Mensch nicht hören will, wird er seine Berufung nicht erfahren. Wenn der Mensch nicht "Ja" zu seiner Berufung sagt, wird sie niemals geschehen, und der Mensch wird seine Berufung nicht leben.

Ein möglicher Weg, seine Berufung zu finden, könnte sein:
Beten ... Hören, Beten ... erneutes Hören, Beten ... Empfangen, Beten ... "Ja"-Sagen, Beten ... Tun, Beten ... Durchhalten, Beten ... Weitermachen, Beten ... ein Leben in der Fülle Jesu Christi Haben.

Gott beruft Menschen jeden Alters und jeden Geschlechts. Gott hat einem jeden Menschen unterschiedliche Talente und Fähigkeiten geschenkt, die genau zu seiner bestimmten Berufung und seinem vorgesehenen Dienst passen. Gott kann auch Dich, liebe Leserin, und Dich, lieben Leser, berufen. Du bist nicht zu jung und nicht zu alt, nicht zu dumm und nicht zu klug, nicht zu arm und nicht zu reich und auch nicht zu sündig. Der Herr beruft gerade die Sünder, um Seine Herrlichkeit zu zeigen und die Sünder zur Heiligkeit zu führen. Du musst nur eines:

"Ja"-Sagen

zu Deiner Berufung und sie dann auch leben. Nur ein Leben in dieser Deiner Berufung wird Dich erfüllen und wirklich glücklich machen. Folge also Jesus Christus nach und lebe Deine Berufung!




             

Dienstag, 15. November 2016

Gebet zu Jesus um eine selige Sterbestunde

Im Sankt-Paulus-Dom zu Münster

O mein Herr Jesus Christus,
ich bitte Dich durch die großen und bitteren Schmerzen,
die Du am Stamm des Heiligen Kreuzes unseretwegen gelitten hast,
besonders als Deine Gebenedeite Seele von Deinem Heiligen Leibe abgeschieden ist,
Du wollest Dich meiner armen Seele bei ihrem Hinscheiden erbarmen.
Amen.

(Gebet im Sankt-Paulus-Dom zu Münster)


Freitag, 11. November 2016

Sankt Martin in Düsseldorf



Ein sehr schöner Film über die Feier des Sankt-Martin-Festes in Düsseldorf 
aus dem Jahr 2015.

Der Heilige Martin von Tours

Der Heilige Martin von Tours teilt seinen Mantel mit einem frierenden Bettler
(Denkmal vor der Andreaskirche in Düsseldorf)

Heute feiert die Katholische Kirche den Gedenktag des Heiligen Martin von Tours.

Sankt Martin, so wie ich diesen Heiligen seit meiner Kindheit nenne, ist einer der bekanntesten Heiligen der Katholischen Kirche. Er wurde um das Jahr 316/317 in Savaria, dem heutigen Szombathely in Ungarn, als Sohn eines heidnischen römischen Tribuns geboren. Damit war Martins Werdegang vorherbestimmt, und so musste er im Alter von 15 Jahren auf Wunsch seines Vaters ebenfalls die Laufbahn eines römischen Soldaten einschlagen. Martin war jedoch in Pavia, der italienischen Heimatstadt seines Vaters, christlich erzogen worden, und im Laufe der Jahre hatte sich sein Glauben an den Herrn Jesus Christus immer weiter vertieft, so dass Martin eines Tages sogar die Teilnahme an einer Schlacht bei Worms gegen die heranrückenden Germanen verweigerte, und angab, dass er nun nicht mehr ein Soldat des römischen Kaisers, sondern ein Soldat Christi sei.
Vor diesem Ereignis hatte sich folgende Begebenheit ereignet, welche heutzutage jedes Kind über den Heiligen Martin kennt:

An einem Wintertag war Martin als römischer Soldat auf seinem Pferd in der gallischen Stadt Amiens, einer heute in Frankreich befindlichen Stadt, unterwegs gewesen. Da begegnete er am Stadttor von Amiens einem frierenden Bettler, der vor Armut fast nackt war. Aus tiefem Mitgefühl und großer Barmherzigkeit teilte Martin daraufhin mit seinem Schwert seinen roten Soldatenmantel und schenkte dem armen, vor Kälte zitternden Mann, die Hälfte seines Mantels. In der darauf folgenden Nacht erschien unser geliebter Herr Jesus Christus dem Heiligen Martin in einem Traum und offenbarte ihm, dass Er es gewesen war, der Martin als frierender Bettler am Stadttor von Amiens entgegen gekommen war und ihn auf diese Weise auf die Wahrhaftigkeit seines Glaubens geprüft hatte.

Sankt Martin begegnet dem frierenden Bettler, der niemand anderes als der Herr Jesus Christus ist,
am Stadttor von Amiens und teilt seinen Mantel mit Ihm
(Fresko in der Basilika San Francesco in Assisi, um 1321)

Später lebte der Heilige Martin als Einsiedler zunächst auf der Insel Gallinaria im Golf von Genua. Dann lebte er als Einsiedler in Ligugé bei Poitiers. Aus dieser Einsiedelei entwickelte sich schließlich das erste Kloster in Gallien, dem heutigen Frankreich.

Im Jahr 371 wollten die Bewohner der Stadt Tours den Heiligen Martin gegen den Willen des Klerus und wohl auch gegen seinen eigenen Willen zum Bischof von Tours wählen. Daraufhin versteckte sich der Heilige Martin in einem Gänsestall, um der Wahl zum Bischof zu entgehen, weil er lieber ein asketisches Leben in der Stille und im Gebet führen wollte. Doch die Gänse verrieten den Heiligen Martin durch ihr lautes Geschnatter. Dadurch entstand wohl der Brauch im Volke, zu seinem Gedenktag eine Martinsgans zu verzehren.

Der Heilige Martin wurde zu einem gerechten Bischof, den die Menschen sehr liebten und verehrten. Er lebte weiterhin ein strenges, asketisches Leben und führte ein Leben im Gebet, in Demut und Bescheidenheit. Der Heilige Martin verzichtete auf jeden Prunk, so dass er als Bischof noch nicht einmal auf einer Kathedra Platz nahm, sondern auf einem einfachen Bauernschemel. Martin verschenkte alles, was er auch nur besaß. Der Heilige Martin verfügte außerdem über die Gabe der Krankenheilung. Diese Gabe soll so groß gewesen sein, dass kaum ein Kranker, der zu ihm kam, nicht augenblicklich geheilt wurde.

Im Jahre 375 gründete Martin eine Kolonie in der Nähe von Tours, aus der sich das bedeutende Kloster Marmoutier entwickelte. Dort lebte der Heilige Martin auch mit 80 Mönchen in strenger Askese, was dem Klerus nicht gefiel, denn diese zogen offensichtlich ein Leben in Saus und Braus und in fürstlichem Prunk vor.

Am 8. November 397 verstarb der Heilige Martin auf einer Missionsreise in Candes. Mönche überführten seinen Leichnam nachts in einer Lichterprozession auf dem Fluss Loire nach Tours. Man berichtet, dass die Ufer der Loire in dieser Nacht im November zu neuem Leben erwacht seien, und dass ein Meer unzähliger weißer Blüten die Loire gesäumt habe. Am 11. November wurde der Heilige Martin dann in Tours beigesetzt. Die ganze Stadt nahm daran teil, und dieser Tag seiner Beisetzung wurde schließlich auch zu seinem Gedenktag erklärt.

Aus der Lichterprozession auf der Loire entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte dann das heutige Laternenfest mit den Martinszügen für die Kinder. Jedes Kind in Düsseldorf und andernorts, auch wenn es aus gar keinem katholischen Elternhaus stammt, kennt und liebt daher diesen Heiligen. Die Kinder ziehen mit Laternen durch die Stadt, der Heilige Martin hoch auf seinem Ross vor ihnen her. In Düsseldorf ziehen jedes Jahr über 120 Martinszüge durch die Stadt. Der schönste und größte Umzug wird in der Düsseldorfer Altstadt begangen. Beim Martinssingen ziehen die Kinder von Tür zu Tür, singen Martinslieder und erbitten süße Gaben.  Auf diese Weise erlernen sie vom Heiligen Martin, was es bedeutet, seine Güter mit anderen bedürftigen Menschen zu teilen, und was es bedeutet, barmherzig zu sein.

So gehört das Fest Sankt Martin auch zu meinen schönsten Kindheitserinnerungen. Ich liebte die Laternen, die Umzüge und natürlich auch das Martinssingen mit den süßen Gaben der Menschen.

Laternenfest zu Sankt Martin in Düsseldorf mit der Basilika Sankt Lambertus im Hintergrund 
(Gemälde eines Düsseldorfer Künstlers in meiner Wohnung)

So beten wir:

Guter Gott, lieber Vater im Himmel!
Öffne unsere Augen, dass wir sehen, wenn einer in Not ist.
Öffne unsere Ohren, dass wir hören, wenn einer unsere Hilfe braucht.
Öffne unsere Herzen, dass fremde Not uns nicht gleichgültig lässt.
Öffne unsere Hände, dass wir denen geben, die es nicht so gut haben wie wir.
Öffne unseren Mund, dass wir denen Mut zusprechen, die Angst haben oder traurig sind.
Lenke unsere Füße, dass wir mit denen gehen, die allein sind und den Weg nicht kennen.
Du bist uns nahe in Deinem Sohn. Er sei unsere Hilfe bei diesen vielen kleinen Schritten, Er, der mit Dir lebet und herrscht in Ewigkeit.
Amen.


(Gebet entnommen dem Martinsheft in der Gemeinde, Bonifatiuswerk, Paderborn 1975, 2. Auflage 1988)




Montag, 7. November 2016

Gebet vor der Heiligen Messe und Kommunion

In der Sankt-Josephs-Kapelle zu Düsseldorf

Jesus Christus, mein Herr und mein Gott,
in dieser Heiligen Messe willst Du zu mir armen,
sündigen Menschen kommen
und Dich mir als Speise meiner Seele ganz zu eigen geben.
Du weißt, wie unwürdig ich bin, Dich zu empfangen;
Du weißt, wie zerstreut ich bin, wie müde und gleichgültig,
wie arm an Liebe zu Dir und zu meinen Mitmenschen.
Du kennst alle meine Fehler besser als ich sie kenne.
Aber Du hast ja gesagt:
Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken.
Komm also und heile mich!

Maria, meine liebste Mutter, komm du in meine Seele
und bereite sie für deinen Göttlichen Sohn.
Wenn Er dich in meinem Herzen findet,
wird Er hinwegsehen über die Armseligkeit der Wohnung,
die ich Ihm biete.

Du Braut des Heiligen Geistes,
erflehe mir die Gaben des Heiligen Geistes,
damit ich die Größe und Erhabenheit des Messopfers schätzen lerne,
damit ich ihm gesammelt und ehrfürchtig beiwohne
und damit ich die Früchte meiner Teilnahme an diesem Opfer
auch in meinem Leben zeitige.

Schmerzhafte Mutter, Du standest unter dem Kreuz von Golgotha;
so nimm mich an der Hand
und lass mich mit dir unter dem Kreuze Jesu stehen,
wie es in dieser Heiligen Messe wieder vergegenwärtigt wird.

Amen.