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Donnerstag, 30. März 2017

In Gottes Heiligem Willen liegt unser ganzer Trost

Selige Schwester Maria Restituta Kafka

Heute ist der katholische Gedenktag der Seligen Märtyrerin Schwester Maria Restituta Kafka, die am 30. März 1943 von den Nazis im Wiener Landesgericht durch Enthauptung hingerichtet wurde. Im Bistum Wien ist ihr Gedenktag der 29. Oktober, also der Tag, an dem Schwester Maria Restituta Kafka 1942 wegen "landesverräterischer Feindbegünstigung  und Vorbereitung zum Hochverrat" vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt wurde.

Schwester Maria Restituta Kafka wurde mit dem bürgerlichen Namen Helene Kafka am 1. Mai 1894 in Hussowitz bei Brünn geboren. Der Ort gehörte damals zu Österreich-Ungarn, heute ist Husovice ein Stadtteil von Brno in Tschechien. 

Helene war das sechste von sieben Kindern des Schuhmachergehilfen Anton Kafka und seiner Frau, der Blütenmacherin Maria Kafka. Als Helene 2 Jahre alt war, zog die in Armut lebende Familie nach Wien, um dort ein besseres Leben zu führen.

Schon früh verspürte Helene den Ruf unseres geliebten Heilandes Jesus Christus in sich, Bräutigam Christi und somit Nonne zu werden. Gegen den Willen der Eltern trat Helene im Alter von 19 Jahren in den Orden der Franziskanerinnen von der christlichen Liebe, den so genannten Hartmannschwestern, ein und erhielt den Ordensnamen Maria Restituta.

Viele Jahre arbeitete Schwester Maria Restituta als Operationsschwester in dem Mödlinger Krankenhaus in der Nähe von Wien. Dort erhielt sie den Spitznamen Schwester "Resoluta", da sie ihren Liebesdienst an den Menschen in selbstloser Hingabe und tiefem Gottvertrauen aus großer Liebe zu Jesus Christus und ihren Mitmenschen verrichtete. 

Als die Nazis Österreich an das Deutsche Reich anschlossen, zeigte Schwester Maria Restituta deutlich, was sie von diesem menschenverachtenden Regime hielt. So nahm sie im Jahre 1940 in den Zimmern des Mödlinger Krankenhauses die Hakenkreuze von den Wänden und hängte dort statt dessen Kruzifixe auf. Maria Restituta ließ sich auch ihre regimekritische Meinung nicht verbieten, und so kam es dann, dass sie von dem SS-Arzt Lambert Stumfohl denunziert wurde, als sie eine Sekretärin bat, ein Gedicht gegen das "braune Sklavenreich" und ein Flugblatt der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" abzutippen.

Am 18. Februar 1942 wurde sie von der Gestapo im Operationssaal des Mödlinger Krankenhauses verhaftet. Bei einem Verhör der Gestapo durch den berüchtigten und brutalen Henkersknecht Franz Punz wurde sogar ihr Habit zerrissen. Doch ihre große Liebe zu Jesus Christus und ihren tiefen Glauben konnten ihr die Nazischergen nicht nehmen.

So schrieb die Selige Schwester Maria Restituta Kafka am 28. Februar 1943, vier Monate nach ihrer Verurteilung zum Tode, aus dem Gerichtsgefängnis:

"Ich warte jeden Tag, ob mein Kreuzweg bald die Höhe Kalvarias erreicht oder ob der liebe Gott es anders beschlossen hat. Doch ob so oder so, sein heiliger Wille geschehe. In diesem seinem heiligen Willen liegt mein ganzer Trost, und täglich sage ich aufs neue "ja Vater", und es geht alles gut."
 

Heute vor 74 Jahren gab die Selige Schwester Maria Restituta Kafka ihr Leben für ihren aufrechten Glauben an unseren Herrn und Gott Jesus Christus. Die Nazis ermordeten die Selige, indem sie Schwester Maria Restituta mit der Guillotine enthaupteten.

Der Heilige Papst Johannes Paul II. sprach Schwester Maria Restituta Kafka am 21. Juni 1998 während seines Besuches in Österreich selig.

Die Straße, an dem das heutige Landesklinikum Mödling liegt, trägt seit 1995 den Namen "Schwester-Maria-Restituta-Gasse". Im Krankenhaus erinnert ein Gedenktafel an die Selige, außerdem wurde 2006 ein Stolperstein zu ihrem Gedenken in der Schwester-Maria-Restituta-Gasse verlegt.


Dienstag, 28. März 2017

Alles mit Gott

An der Basilika Sankt Suitbertus in Düsseldorf-Kaiserswerth

Alles unter den Augen Gottes,
alles mit Gott,
alles, um Gott zu gefallen...
Wie schön ist das!
 
(Heiliger Pfarrer von Ars, 1786-1859)

Samstag, 25. März 2017

Gebet um ein felsenfestes Vertrauen auf die verzeihende Liebe des Göttlichen Herzens Jesu

Der Schächer Dismas bittet unseren Heiland:
"Jesus, denk an mich, wenn Du in Dein Reich kommst."
(Basilika Sankt Lambertus zu Düsseldorf)

Am 25. März feiert das Römische Martyrologium in Jerusalem das Gedächtnis des Heiligen Schächers Dismas, der am Kreuze seinen Glauben an den Herrn Jesus Christus bekannte und dafür die tröstliche Verheißung unseres Erlösers erhielt:

"Heute noch wirst du mit Mir im Paradies sein."

Die Bezeichnung Schächer ist in der deutschen Sprache ein veraltetes Wort für "Räuber" oder "Verbrecher". In der christlichen Tradition werden die beiden Verbrecher, die rechts und links neben unserem Heiland Jesus Christus gekreuzigt wurden, als Schächer bezeichnet.

Dismas war der Schächer, der rechts neben unserem geliebten Erretter Jesus Christus gekreuzigt wurde. Er verbrachte sein ganzes Leben mit Rauben und Morden und soll sogar seinen eigenen Bruder getötet haben. Daher wurde er zum Tode verurteilt und musste sein eigenes Kreuz zur Hinrichtungsstätte auf den Hügel Golgotha tragen.

Links neben Christus wurde der Schächer Gesmas gekreuzigt. Auch er war ein Räuber und Mörder und wurde daher ebenfalls zum Tode durch Kreuzigung auf Golgotha verurteilt.

Lesen wir, was der Evangelist Lukas berichtet:

Einer der Verbrecher (Gesmas), die neben Ihm (Jesus Christus) hingen, verhöhnte Ihn:
Bist Du denn nicht der Messias? Dann hilf Dir selbst und auch uns!
Der andere (Dismas) aber wies ihn zurecht und sagte:
Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat das gleiche Urteil getroffen. Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan.
Dann sagte er:
Jesus, denk an mich, wenn Du in Dein Reich kommst.
Jesus antwortete ihm:
Amen, Ich sage dir: Heute noch wirst du mit Mir im Paradies sein.

(Lukas 23,39-43)

Diese Szene zeigt uns sehr deutlich, wie barmherzig unser Herr Jesus Christus ist. Jesus Christus allein ist die Liebe und Barmherzigkeit. Er wird auch den größten Sünder nicht bestrafen, wenn dieser Sein Mitleid anruft, sondern Er verzeiht ihm in unendlicher und unerforschlicher Barmherzigkeit.

Liebe Leserin, lieber Leser, habe also Vertrauen zu unserem Herrn und Erlöser Jesus Christus! Mögen Deine Sünden auch noch so zahlreich und noch so schlimm sein. Keine Sünde ist so groß, dass Gottes Erbarmen nicht noch größer wäre, wenn der Sünder Buße tut. Unser gütiger Vater im Himmel will nicht den Tod des Sünders, sondern dass er sich bekehre und lebe.

Komm also zu Jesus und leb!

Jesus Christus spricht:

"Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Darum lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will Ich, nicht Opfer. Denn Ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten."

(Matthäus 9,12-13)

Was veranlasste also die Bekehrung des Schächers Dismas?

Der Grund für seine Bekehrung ist unser Heiland Jesus Christus selbst. Dismas sieht, wie geduldig unser Heiland Jesus Christus leidet und trotz aller Verspottung und Verhöhnung für seine Henker betet und ihnen verzeiht. Dadurch erkennt Dismas, wie groß Christi Liebe und Barmherzigkeit ist. Als Dismas begreift, wie sehr Jesus Christus ihn, den Räuber und Mörder liebt, ergreift ihn eine vollkommene Reue über seine Sünden, und Dismas entbrennt in großer Liebe zu Jesus Christus.

Dismas kann die Lästerungen Gesmas nicht weiter anhören und ermahnt ihn zur Gottesfurcht. Dismas möchte Gesmas für die Ewigkeit gewinnen. So legt er vor Jesus Christus und dem höhnenden und spottenden Volk ein öffentliches Sündenbekenntnis ab. Er bekennt seine Verbrechen und redet sie nicht klein, sondern anerkennt, dass ihm recht geschieht und er nur leidet, was er wegen aller seiner Verbrechen verdient. Dismas nimmt seine schrecklichen Kreuzigungsschmerzen als Sühne für alle seine Sünden an. Dismas verteidigt als einziger voller Liebe den Heiland Jesus Christus vor allem Volke und verkündet Ihn als den Gerechten und den Unschuldigen. In felsenfestem Vertrauen nimmt Dismas bei unserem gekreuzigten und verspotteten Heiland Jesus Christus Zuflucht und bittet voller Demut:

"Jesus, denk an mich, wenn Du in Dein Reich kommst."

Ist es nicht wunderbar, wie unser Erlöser Jesus Christus diese demütige Bitte, diese vollkommene Reue und diese tiefe Liebe belohnt? Jesus Christus verzeiht Dismas alle seine Sünden, erlässt ihm alle Sündenstrafen und verheißt ihm , dass er noch heute mit Jesus im Paradiese sei.

Der tiefste Grund für die Bekehrung von Dismas ist also die zuvorkommende Gnade Gottes. Es ist Gottes unendliche und unerforschliche Barmherzigkeit, die jedes menschliche Verstehen übersteigt, und es ist Gottes Liebe, die uns errettet und befreit. Gott liebt uns schon, wenn wir noch in unseren Sünden und so unendlich weit entfernt von Ihm sind.

So lasst auch uns heute um ein felsenfestes Vertrauen auf die verzeihende Liebe des Göttlichen Herzens Jesu bitten:

Heiliger Dismas, du guter Schächer,
der du von Christus am Kreuze selbst ob deines mutigen Glaubensbekenntnisses
und deiner demütigen Ergebung im Leiden heilig gesprochen wurdest:
Wir bitten dich,
erflehe uns ein felsenfestes Vertrauen
auf die verzeihende Liebe des Göttlichen Herzens Jesu.
Wir empfehlen deinem Schutz unser Gut und Leben;
bewahre uns vor aller Gewalt und List
und schütze besonders die gefährdete Jugend vor Verführung zum Bösen.
Erlange auch den Sterbenden die Gnade
einer vollkommenen Liebesreue über ihre Sünden,
damit sie gleich dir das beseligende Wort vernehmen:
"Heute noch wirst du bei Mir im Paradiese sein!"
Amen.
 
Der Schächer Dismas nimmt Zuflucht bei Jesus Christus und wendet sich Ihm zu.
Der Schächer Gesmas verhöhnt und verspottet den Heiland und wendet sich von Ihm ab.
(Basilika Sankt Lambertus zu Düsseldorf)
 
 

Donnerstag, 23. März 2017

Einladung zur Herz-Mariä-Sühne-Andacht am 1. April 2017 in Düsseldorf

Unsere Liebe Frau von Fátima
 
An jedem ersten Samstag im Monat findet in der Kapelle des Sankt-Martinus-Krankenhauses in Düsseldorf-Bilk eine Herz-Mariä-Sühne-Andacht statt. Die Anbetungs-Stunden in Düsseldorf beinhalten die Eucharistische Anbetung, eine Andacht und den Rosenkranz zu Ehren des Unbefleckten Herzen Mariens. Es gibt eine Beichtgelegenheit, und es findet eine Heilige Messe statt.

Am Samstag, den 1. April 2017, findet die vierte Herz-Mariä-Sühne-Andacht des Jahres 2017 statt. Liebe Leserin, lieber Leser, Du bist herzlich eingeladen!
                          
Hier sind die weiteren Termine für das Jahr 2017:
6. Mai
3. Juni
1. Juli
5. August
9. September (Am 02.09.2017 findet in Düsseldorf der Gebetstag "Die Frau aller Völker" statt)
7. Oktober
4. November
2. Dezember
                          
"Ich bin die Rosenkranzkönigin"

Ort:
St. Martinus-Krankenhaus
Kapelle
Gladbacher Str. 26
Düsseldorf-Bilk

Das Krankenhaus ist zu erreichen mit den Linien 704 und 709, Haltestelle Ausstieg "Bilker Kirche".

Zeit:
Beginn: 17.30 Uhr
Ende:    20.30 Uhr

Nähere Auskunft unter der Rufnummer 0211/879 615 39 (Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf).

In der Kapelle des Sankt-Martinus-Krankenhauses zu Düsseldorf

Dienstag, 21. März 2017

Nous Te rendons grâce pour tant de tendresse




Psalm 63: Sehnsucht nach Gott
 
Ein Psalm Davids, als er in der Wüste Juda war.
 
Gott, Du mein Gott, Dich suche ich,
meine Seele dürstet nach Dir.
Nach Dir schmachtet mein Leib
wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser.
Darum halte ich Ausschau nach Dir im Heiligtum,
um Deine Macht und Herrlichkeit zu sehen.
Denn Deine Huld ist besser als das Leben;
darum preisen Dich meine Lippen.
Ich will Dich rühmen mein Leben lang,
in Deinem Namen die Hände erheben.
Wie an Fett und Mark wird satt meine Seele,
mit jubelnden Lippen soll mein Mund Dich preisen.
Ich denke an Dich auf nächtlichem Lager
und sinne über Dich nach,
wenn ich wache.
Ja, Du wurdest mein Hilfe;
jubeln kann ich im Schatten Deiner Flügel.
Meine Seele hängt an Dir,
Deine rechte Hand hält mich fest.-
Viele trachten mir ohne Grund nach dem Leben,
aber sie müssen hinabfahren in die Tiefen der Erde.
Man gibt sie der Gewalt des Schwertes preis,
sie werden eine Beute der Schakale.
Der König aber freue sich an Gott.
Wer beim Ihm schwört,
darf sich rühmen.
Doch allen Lügnern wird der Mund verschlossen.


Samstag, 18. März 2017

Was stützt Dich, wenn alles in Deinem Leben zusammenbricht?

Jesus Christus allein ist die Liebe und die Barmherzigkeit

Kennst Du die Situation, wenn alles in Deinem Leben zusammenbricht, wenn alle Sicherheiten, auf die Du Dein Leben aufgebaut hast, ganz plötzlich wegfallen und Du vor dem Nichts stehst?

Wenn Du Deinen Arbeitsplatz verlierst, weil Du erkrankt bist oder Dein Arbeitgeber plötzlich in den Konkurs geht. Wenn Dein Partner Dich nach langen Ehejahren verlässt oder Deine erwachsenen Kinder nichts mehr von Dir wissen wollen. Wenn Dein Arzt Dir sagt, dass Du eine schwere, unheilbare Krankheit hast und Dir lange Jahre des Leidens bevorstehen. Oder wenn Du vielleicht sogar die Diagnose einer tödlichen Krankheit erhältst und Du nun weißt, dass Du nicht mehr lange zu leben hast. Wenn Fehlspekulationen an der Börse Dein ganzes Vermögen vernichten. Wenn Du Opfer eines Verbrechens oder eines schweren Unfalls wirst und nichts mehr in Deinem Leben ist, wie es vorher war. Wenn Dir Menschen, vielleicht sogar die eigenen Verwandten oder Dein bester Freund großes Unrecht zufügen, und das Leid darüber Dich völlig aus der Bahn wirft. Wenn Du unter der Last einer großen Schuld, die Du auf Dich geladen hast, zusammenbrichst.

Wenn also gerade alles in Deinem Leben zusammenbricht und Du Dich verzweifelt fragst, wer Du eigentlich bist, was der Sinn Deines Lebens ist und auf welche Sicherheiten Du Dein Leben aufgebaut hast, dann wird Dir die kostbare Gelegenheit geschenkt, aus Deinem Schlaf, aus Deinen Lebenslügen und aus Deiner falschen Sicherheit zu erwachen.

Gerade dann wenn alles zusammenbricht, erhältst Du die große Chance, alles in Deinem Leben radikal in Frage zu stellen und alles, was keinen wirklichen Wert besitzt und nur Schein und Illusion ist, endlich loszulassen. 

Gerade dann wenn alles zusammenbricht erhältst Du die wunderbare Möglichkeit, Dich endlich danach auszurichten, was Dir wirklich Halt in Deinem Leben gibt. Daher ist gerade der Moment, wenn alles in Deinem Leben zusammenbricht und Dir alles nur noch dunkel erscheint, gleichzeitig ein Segen für Dich, auch wenn Du dies zunächst nicht erkennst, denn der nun spürbare Schmerz zwingt Dich, aus Deiner Selbsttäuschung zu erwachen. Jetzt hast Du die seltene Gelegenheit, Dich auf den einzigen Weg, auf die einzige Wahrheit und auf das einzig wahre Leben auszurichten, das Dich in deinem Inneren stützt und hält, wenn im Außen alles zusammenbricht.

Nimm also den Zusammenbruch im Außen nicht zum Anlass, nun selbst voller Mutlosigkeit, Angst und Panik zusammenzubrechen, sondern erkenne in diesem Zusammenbruch die große Gnade und die große Chance, Dich neu aufzurichten und Dich auf Jesus Christus allein auszurichten.

Denn nur Jesus Christus kann Dich wirklich in Deinem Inneren stützen, wenn im Außen alles zusammenbricht. Nur Er allein kann Dir in Deinem Inneren die Sicherheit schenken, die Du bisher im Außen gesucht hast. Kein Geld, kein volles Bankkonto, kein noch so toller Job und auch keine Versicherung können Dir den Halt geben, den Jesus Christus Dir schenken möchte. Kein Staat, keine Regierung und keine Partei können Dir eine wahre Stütze sein, wenn Du in einer schweren Lebenskrise bist. Aber auch kein Mensch, sei es Dein Partner, Dein Freund oder Dein Chef können Dir die Fülle des Lebens geben, die Jesus Christus Dir schenken möchte. Und Er will Dir das Ewige Leben schenken. 

Lerne auf Jesus Christus allein zu vertrauen, übe Dich in der Hingabe und sprich immer wieder voller Hoffnung und Mut die folgenden Worte, bis sie ganz ein Teil von Dir und zu einem immerwährenden Gebet geworden sind:

"Jesus, ich vertraue auf Dich!"

Was wir uns wünschen in Zeiten, in denen alles zusammenbricht, ist Vertrauen. Doch dabei übersehen viele Menschen, dass wir Vertrauen nur dann entwickeln können, wenn es im Außen unsicher wird und wenn vielleicht sogar alles zusammenbricht.

Wenn alles in Deinem Leben gut läuft, dann gibt es keinen Anlass für Dich, Vertrauen zu entwickeln. Darum noch einmal der wichtige Hinweis an Dich, dass Dir gerade Deine persönlichen Krisen auch die größten Möglichkeiten zu Deinem Erwachen und zu Deinem Wachstum in Jesus Christus schenken und Dir helfen zu lernen, auf Ihn allein zu vertrauen.

Jesus Christus spricht:

"Kommt alle zu Mir,
die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. 
Ich werde euch Ruhe verschaffen.
Nehmt Mein Joch auf euch und lernt von Mir;
denn Ich bin gütig und von Herzen demütig;
so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.
Denn Mein Joch drückt nicht,
und Meine Last ist leicht."
(Matthäus 11,28 - 30)

Jesus Christus, der Sohn Gottes, der König der Könige, ermutigt uns, zu Ihm zu kommen. Hast Du, liebe Leserin, und Du, lieber Leser, eine Vorstellung davon, was das überhaupt bedeutet?

Jesus Christus ist der Sohn des lebendigen Gott und damit Gott selber. Ist das nicht wunderbar, dass Dich somit der Sohn Gottes auffordert, zu Ihm zu kommen? Und wer soll zu Jesus kommen? Die Starken, die Großen, die Mächtigen oder die Heiligen? Sicherlich dürfen auch sie zu Jesus kommen, aber Er ruft gerade diejenigen, die sich plagen und schwere Lasten zu tragen haben. Er ruft also Menschen wie Dich und mich.

Plagst Du Dich und hast Du schwere Lasten zu tragen? Dann komm zu Jesus, Er will Dir Ruhe verschaffen. Er will Dich erquicken.

Welche schweren Lasten hast Du denn zu tragen? Nun, das kann alles sein, was Dich bedrückt, wie eine schwere Krankheit, Probleme in Beziehungen, in der Ehe, der Familie mit Verwandten und Kindern. Das können Ängste und Depressionen sein, finanzielle Sorgen, das kann allgemeine Lebensangst sein oder die Furcht vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. Letztendlich kann das alles sein, was Dich quält und Dir die Freude raubt. Jesus will Dir die Last abnehmen und Dir Ruhe verschaffen. Ruhe ist doch etwas, wonach sich alle Menschen in unserer heutigen, hektischen und krisengeschüttelten Zeit doch so sehr sehnen.

Unsere größte Last aber ist unsere Schuld, die durch die Sünde entsteht, und die auf uns allen so erdrückend liegt. Dann fragst Du Dich:

"Was wird aus mir, wenn ich einmal sterbe und vor Gott stehe?"

Unser geliebter Herr Jesus Christus hat uns in Seiner großen Liebe und Seinem unermesslichen Erbarmen die Last der Sünde im wahrsten Sinne des Wortes abgenommen, Er hat sie mit an das Kreuz genommen und uns so mit Gott versöhnt. Das heißt, dass jeder, der sich seine Sündenlast von Jesus hat abnehmen lassen, weiß, wo er die Ewigkeit verbringen wird. Und auch Du, liebe Leserin, und Du, lieber Leser, wenn Du Dir die schwere Last Deiner Sünden von Jesus hast abnehmen lassen, kannst Dir dann sicher sein, wo Du die Ewigkeit verbringen wirst, nämlich bei Ihm, bei unserem Erlöser Jesus Christus, bei Gott, dem Vater in der Himmlischen Herrlichkeit.

Wenn Du die Last Deiner Sünden zu Jesus Christus gebracht hast, dann wird Er Dir auch alle anderen schweren Lasten abnehmen, und Jesus wird Dein wahrer Halt und Deine einzige Stütze sein, wenn alles in Deinem Leben zusammenbricht.

Komm also zu Jesus!

Er wartet doch voller Sehnsucht, Liebe und Barmherzigkeit auf Dich!

Jesus Christus hat alle Deine Sünden mit an das Kreuz genommen und Dich mit Gott versöhnt
 

Mittwoch, 15. März 2017

Das Stoffler Kapellchen "Zum Heiligen Kreuz und der Vierzehn Nothelfer" in Düsseldorf

Die Kapelle zum Heiligen Kreuz und der Vierzehn Nothelfer in Düsseldorf

Seit Mitte des 18. Jahrhunderts pilgern die Menschen in Düsseldorf zu der Kapelle

"Zum Heiligen Kreuz und der Vierzehn Nothelfer",

die sich im Stadtteil Bilk befindet. Obwohl ich nun schon selber viele Jahre in Düsseldorf wohne, bin ich noch nie zum Stoffler Kapellchen, wie die barocke Kapelle im Düsseldorfer Volksmund auch genannt wird, gepilgert. Stoffeln war ein ehemaliges Dorf in der Nähe der Kapelle, welches heute nicht mehr existiert.

Da ich mich derzeit selbst in einer schwierigen persönlichen Notlage befinde, machte ich mich dieser Tage zu dem Stoffler Kapellchen auf, um dort die Fürsprache des Heiligen Josef und die Fürsprache des Heiligen Judas Thaddäus anzurufen.

Der Heilige Josef und der Heilige Apostel Judas Thaddäus werden in dieser Kapelle nämlich neben dem Heiligen Christophorus und den Vierzehn Nothelfern besonders verehrt.


Im Jahre 1650 wurde an der Stelle zunächst ein Wallfahrtshäuschen in barocker Backsteinarchitektur errichtet. 1734 ließ dann Kurfürst Karl III. Philipp von der Pfalz, den man einfachhalber Carl Philipp nannte, das Wallfahrtshäuschen in eine Wallfahrtskapelle umbauen.

Kurfürst Carl Philipp war nämlich nicht nur Kurfürst von der Pfalz und Herzog von Pfalz-Neuburg, sondern auch Herzog von Jülich und Berg. Die Residenz des Herzogtums Berg war Düsseldorf. Doch Carl Philipp residierte niemals in Düsseldorf, weil er Düsseldorf verschmähte, da die hiesigen Landstände von ihm geforderte Gelder nicht bewilligen wollten.  Aus diesem Grund baute Carl Philipp Mannheim zu seiner Residenz aus und lebte dort. 

1744 erhielt die Wallfahrtskapelle aus der Hand des Kurfürsten Carl Philipp einen Splitter des Heiligen Kreuzes geschenkt, dessen Verehrung lauf dem Andachtsbüchlein "Hülf in der Noth" aus dem Jahre 1808 seitens des Erzbischofs von Köln angeraten wurde. In den Wirren des Zweiten Weltkrieges gingen jedoch die Originaldokumente über die Echtheit der Partikel des Heiligen Kreuzes verloren.


So betrat ich die Eingangshalle der Kapelle, in der sich linksseitig das hölzerne Bildnis des Heiligen Josef und rechtsseitig das hölzerne Bildnis des Heiligen Judas Thaddäus befinden. Die Wände der der Halle sind mit unzähligen Votivtafeln versehen, auf denen sich Pilger für die Erhörung ihrer Anliegen bedanken. Die Kapelle selber konnte ich nicht betreten, da diese durch eine verschlossene Gittertür, die jedoch Blicke in die Kapelle zuließ, versperrt war.

Bildnis des Heiligen Josef, Gittertür zur Kapelle und Bildnis des Heiligen Judas Thaddäus

Der Heilige Josef, Ziehvater unseres Herrn Jesus Christus
Heiliger Josef, bitte für uns!
Der Heilige Judas Thaddäus, einer der Apostel unseres geliebten Heilandes Jesus Christus
Heiliger Apostel Judas Thaddäus, bitte für uns!

Ich entzündete eine Opferkerze und versenkte mich ins Gebet. Inständig bat ich um Erhörung meines persönlichen schweren Anliegens. Ich vergaß aber auch nicht für die Anliegen derjenigen Menschen zu beten, die ich auf meiner Gebetsliste stehen habe.

Dann betrachtete ich die vielen Votivtafeln der vergangenen Jahrzehnte. Ich freute mich, dass so viele Pilger in ihren Nöten auf die Fürsprachen der Vierzehn Nothelfer, des Heiligen Christophorus, des Heiligen Judas Thaddäus, des Heiligen Josef und unserer geliebten Muttergottes erhört worden waren.

Viele Votivtafeln bezeugen Gebetserhörungen in schweren Notlagen






Dann blickte ich durch die Gittertüre in den beeindruckenden Raum der Kapelle. Es ist so traurig, dass wir in einer Zeit leben, in der solche Kapellen verschlossen sein müssen, damit sie nicht zerstört werden.

Im Zentrum der Kapelle befindet sich eine wunderschöne Pietà. Die Muttergottes hält den Heiligen Leichnam unseres Herrn Jesus Christus nach Seiner Abnahme vom Kreuz in ihren Armen. An den Wänden der Kapelle befinden rechts- und linksseitig der Pietà Statuen der Vierzehn Nothelfer.

Der Innenraum des Stoffler Kapellchens
 
Der Hochaltar mit der Pietà


So verehren die Menschen seit jeher an diesem Wallfahrtsort den Heiligen Christophorus, der einer der Vierzehn Nothelfer ist, in ganz besonderer Weise, vermutlich gerade weil der Heilige Christophorus der Fürsprecher gegen Wassernöte aller Art ist. In der Nähe befindet sich nämlich eine gefürchtete Krümmung des Rheines, die schon oft die Menschen hier mit Hochwasser bedroht hat. Das ehemalige Dorf Stoffeln verdankte auch dem Heiligen Christophorus seinen Namen, denn Stoffel ist eine Kurzform des Namens Christophorus.

Der Heilige Christophorus ist aber auch der Schutzheilige der Reisenden, und in moderner Zeit wurde er dazu von Pius XI., der Papst von 1922-1939 gewesen ist, zum Schutzheiligen der Autofahrer erklärt. So ist der Heilige Christophorus heute ebenfalls der Fürsprecher der Lkw-, Bus- und Taxifahrer. Einmal im Jahr findet hier nun eine Segnung der Autofahrer statt, zu der die Pilger ihre Fahrzeuge mitbringen. Es handelt sich um eine sehr außergewöhnliche und interessante Wallfahrt.

Seit dem 20. Jahrhundert wird in der Kapelle auch der Heilige Apostel Judas Thaddäus im Besonderen verehrt. Der Heilige Judas Thaddäus wird nämlich gerade als Fürsprecher in schweren und aussichtslosen Notlagen angerufen. So wird am 28. Oktober eines jeden Jahres, dem Festtag des Heiligen Judas Thaddäus, eine Wallfahrt zu seinen Ehren zum Stoffler Kapellchen veranstaltet.

Jeden Tag kommen unzählige Menschen in diese kleine Kapelle, um eine Opferkerze zu entzünden und um zu beten. Wenn man abends mit der Straßenbahn, der U-Bahn oder dem Auto an der Kapelle vorbeifährt, leuchten die vielen Kerzen als Lichter der Hoffnung und des Trostes durch die Fenster der drei Eingangstüren den Menschen entgegen.

Liebe Leserin, lieber Leser, pilgere Du doch auch einmal zu diesem kleinen, aber liebenswerten Wallfahrtskapellchen. Ich bete für Dich, dass Du in Deinen persönlichen Anliegen erhört wirst!

Der barocke Turmhelm des Stoffler Kapellchens


Montag, 13. März 2017

Befiehl Du Deine Wege




Das Kirchenlied "Befiehl du deine Wege" besitzt einen kraftvollen Text voller Trost und Hoffnung für alle Menschen mit Sorgen, Nöten, Plagen und Enttäuschungen. Wir dürfen in all unserem Leid nur auf Gott schauen und Ihm vertrauen: Gott wird alles richten, so wie es für uns am besten ist!

Der Text wurde von dem evangelisch-lutherischen Kirchenlieddichter Paul Gerhardt geschrieben. Paul Gerhardt (1607-1676) lebte in der schweren Zeit des Dreißigjährigen Krieges und der Pest. So erlebte Paul Gerhardt, wie seine Geburtsstadt von den Schweden völlig zerstört wurde, und wie viele Menschen durch Krieg und Pest starben. Er dichtete den trostreichen Text "Befiehl du deine Wege" voller Vertrauen auf Gott auch unter dem Druck sehr schweren persönlichen Leides. So musste er vier seiner fünf Kinder und seine Ehefrau Anna Maria zu Grabe tragen, und nur sein Sohn Paul Friedrich überlebte ihn.

"Befiehl du deine Wege" wird heute auch von Katholiken in der Heiligen Messe gesungen und befindet sich im katholischen Gotteslob unter Nr. 418.

Sonntag, 12. März 2017

Das Heiligtum Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz in Fátima




Das Heiligtum Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz befindet sich in der Pfarrei Fátima in Portugal. Es ist heutzutage einer der wichtigsten Marienwallfahrtsorte der Welt.
Der derzeitige Rektor dieses Heiligtums ist Pater Carlos Manuel Pedrosa Cabecinhas.

Im Jahr 1917, dem Jahr der sowjetischen Oktoberrevolution, hatten die drei Kinder Jacinta Marto, Francisco Marto und Lúcia dos Santos im Zeitraum zwischen dem 13. Mai und dem 13. Oktober sechs Erscheinungen Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz in der Cova da Iria nahe dem Ort Fátima. 


Während der Erscheinungen gab die Muttergottes den Kindern wichtige Botschaften für die ganze Welt. Im Zentrum ihrer Botschaften standen die Aufrufe zum täglichen Rosenkranzgebet und zur Buße und Sühne für die Sünder. So sagte Unsere Liebe Frau von Fátima:

"Betet jeden Tag den Rosenkranz."

"Die Menschen sollen sich bessern und um Verzeihung ihrer Sünden bitten.

 "Sie sollen den Herrn nicht mehr beleidigen, der schon so sehr beleidigt worden ist!"

"Betet, betet und bringt viele Opfer für die Sünder. Denn es kommen viele in die Hölle, weil
  niemand für sie opfert und betet."

"Die Welt - Russland - soll meinem Unbefleckten Herzen geweiht werden."

"Den ersten Samstag soll man heiligen, durch die Sühnekommunion."

"Wenn man das tut, was ich wünsche, werden viele Seelen gerettet werden, Russland wird   
  sich bekehren, und es wird Frieden sein."

"Wenn man meine Bitten nicht erfüllt, wird sich Unglaube und Irrtum über die ganze Welt
  verbreiten und Kriege und Verfolgungen der Kirche hervorrufen; viele Gute werden
  gemartert werden; der heilige Vater wird viel zu leiden haben; mehrere Nationen werden
  vernichtet werden."

"Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren."

Die Muttergottes bat auch um die Errichtung einer Kapelle am Ort ihrer Erscheinungen. So entstand dort das Heiligtum von Fátima, welches der hier vorliegende, beeindruckende Film ausführlich vorstellt.

Das Heiligtum besteht aus der Basilika Unserer Lieben Frau von Fátima, der Basilika der Heiligsten Dreifaltigkeit, der Kapelle der Erscheinungen, der Recinto/Rosario Terrassen und weiteren Gebäuden.

Freitag, 10. März 2017

Über die Bedeutung der Heiligen Messe


Liebe Leserin, lieber Leser, ich stelle Dir heute einmal provokante Fragen über Dein persönliches Verhältnis zur Heiligen Messe:

Wie oft besuchst Du die Heilige Messe?

Täglich oder zumindest jeden Sonntag? Einmal im Monat oder eventuell nur zu den hohen Feiertagen? Oder vielleicht auch nur alle Jubeljahre einmal?

Und eine weitere Frage lautet:

Was ist der Grund für Deinen Besuch der Heiligen Messe?

Besuchst Du die Heilige Messe aus Liebe zu Gott und aus Liebe zu unserem Retter und Erlöser Jesus Christus? Gehst Du zur Heiligen Messe, weil Du Gott ein erhabenes Anbetungs-, Lob- und Dankopfer darbringen möchtest? Oder gehst Du auch zur Heiligen Messe, um Gott für Deine Sünden ein Sühne-und Genugtuungsopfer darzubringen? Ist es vielleicht aber auch so, dass Du nur die Heilige Messe besuchst, um eine mehr oder weniger lästige religiöse Pflicht zu erfüllen?

Wenn man sich die Zahl der Katholiken in Deutschland ansieht, die Sonntags die Heilige Messe mitfeiern, so fällt auf, dass nur noch circa 10 Prozent der deutschen Katholiken an einem Sonntag die Heilige Messe besuchen. So ergaben Zählungen im Jahre 2015, dass von den 23,8 Millionen Katholiken in Deutschland gerade mal nur noch 2,5 Millionen eine Sonntagsmesse besuchten. Die Zählungen wurden zweimal im Jahr durchgeführt, und zwar am zweiten Fastensonntag und am zweiten Sonntag im November, damit man Zahlen an möglichst "normalen" Sonntagen des Kirchenjahres vorliegen hatte. 1950 besuchten von den damaligen 23,5 Millionen Katholiken in Deutschland immerhin noch 11,7 Millionen an einem Sonntag die Heilige Messe. Das waren damals zumindest noch 50 Prozent aller Katholiken in Deutschland.

Das zeigt auf sehr traurige Weise, wie sehr der Katholische Glaube in unserem Lande in den letzten Jahren geschwunden ist. Viele Menschen wissen einfach nicht mehr, welche große Bedeutung die Feier des Heiligen Messe besitzt und welche unermesslichen Gnadenströme sich über diejenigen Seelen ergießen, die das Heilige Messopfer mitfeiern.

Worin liegt also die Bedeutung der Heiligen Messe?

Die Heilige Messe ist das sakramentale Gedächtnis an das Leiden, Sterben und die Auferstehung unseres geliebten Heilandes Jesus Christus und wird als die unblutige Erneuerung Seines Kreuzesopfers gefeiert. Liebe Leserin, lieber Leser, denke immer daran, dass die Heilige Messe also dasselbe Opfer ist, wie das Opfer, das unser Retter und Erlöser Jesus Christus am Kreuze dem Himmlischen Vater für die Erlösung der Welt dargebracht hat. Wie das Kreuzesopfer, so ist also auch das Messopfer ein Opfer von unendlichem Werte, weil Jesus Christus, gleicher Gott wie der Vater und der Heilige Geist, Sich in jeder Heiligen Messe dem Himmlischen Vater aufopfert.

Die Feier der Heiligen Eucharistie wurde durch unseren Herrn Jesus Christus während des Paschamahles am Abend des Gründonnerstages eingesetzt:

Während des Mahls nahm Jesus das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach Er das Brot, reichte es den Jüngern und sagte:

 "Nehmt und esst; das ist Mein Leib."

Dann nahm Er den Kelch, sprach das Dankgebet und reichte ihn den Jüngern mit den Worten:

"Trinkt alle daraus; das ist Mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden."

(Matthäus 26,26 -28)

So besitzt also die Heilige Eucharistie einen tiefen Opfercharakter, worin uns Jesus Christus das Opfer wieder vorlegt, welches Er ein für allemal auf Golgota dargebracht hat. In jeder Heiligen Messe wird die Heilige Eucharistie zum Gedächtnis des Leidens und des Sterbens unseres Herrn Jesus Christus gefeiert, aber Jesus Christus ist auch als Auferstandener Herr in der Heiligen Eucharistie gegenwärtig. So weist die Heilige Eucharistie zudem in eine hoffnungsvolle Zukunft, nämlich auf die Wiederkunft Jesu Christi am Ende der Zeiten. An all diese Aspekte werden wir in der Akklamation nach der Wandlung erinnert:

"Deinen Tod, o Herr, verkünden wir und Deine Auferstehung preisen wir, bis Du kommst in Herrlichkeit."

Das letzte Abendmahl (Duccio di Buoninsegna, 1255-1319)

Liebe Leserin, lieber Leser, durch das Heilige Messopfer bringst Du Gott unendliche Anbetung, Lob und Preis dar.

Die Heilige Messe ist aber auch das vollkommenste Dankopfer. Für die unzähligen Gnaden und Wohltaten, die Gott Dir täglich schenkt, kannst Du gar nicht so danken, wie es Gott gebührt. Was Du aus eigener Kraft nicht kannst, das vollbringt unser geliebter Herr Jesus Christus für Dich. In jeder Heiligen Messe bringt Sich unser Heiland in höchster Dankesgesinnung dem Himmlischen Vater als vollkommenes Dankopfer dar.

Die Heilige Messe ist zudem das völlig ausreichende Sühne- und Genugtuungsopfer. Die Sünde ist eine unendliche Beleidigung Gottes, und kein Mensch ist in der Lage, auch nur für eine einzige Sünde vollwertige Sühne und Genugtuung zu leisten. Deshalb hat Sich unser Herr Jesus Christus für Dich und die ganze Menschheit erbarmt und Sich am Heiligen Kreuz dem Himmlischen Vater als Sühne- und Genugtuungsopfer dargebracht, und gerade dieses Sühne- und Genugtuungsopfer setzt Christus in der Heiligen Messe fort.

Die Heilige Messe ist jedoch auch ein Bittopfer, weil unser Heiland Jesus Christus, der Einzige Mittler zwischen Gott und den Menschen, Sich Selbst aufopfert und Fürsprache für Dich und die anderen Menschen einlegt, indem Christus dem Himmlischen Vater Seinen Erlösungstod vorstellt und darbringt.

 
Welche Verheißungen gibt es für die Feier der Heiligen Messe?

1. In der Todesstunde werden die Heiligen Messen, denen Du beigewohnt hast, Dein größter Trost sein.

2. Mit jeder Heiligen Messe kannst Du, entsprechend der Ehrfurcht und Andacht, wie Du die Heilige Messe andächtig mitfeierst, zeitliche Sündenstrafen tilgen.

3. Wenn Du die Heilige Messe andächtig mitfeierst, erweist Du dem Gottmenschen Jesus Christus die höchste Verehrung. Er ersetzt viele unsere Nachlässigkeiten und Versäumnisse.

4. Er vergibt Dir die lässlichen Sünden, sofern Du sie bereust und willens bist, sie zu meiden.

5. Die Macht des Satans wird über Dich geschwächt.

6. Du gewährst den Armen Seelen im Fegefeuer die größtmögliche Linderung ihrer Leiden.

7. Jede Heilige Messe bringt dem Allmächtigen Herrn und Gott den erhabensten und schönsten Dank und die wertvollste Sühne. Ohne diese Sühne wäre die Welt in ihren Sünden wohl längst untergegangen.

8. Du bleibst von vielen Gefahren und Missgeschicken verschont, die Dich sonst heimsuchen würden.

9. Mit jeder Heiligen Messe verkürzt Du Deine Leidenszeit im Fegefeuer.

10. Jede Heilige Messe vergrößert, wie keine andere gute Tat, Deinen Lohn im Himmel.

11. Du empfängst den Segen des Priesters, den Gott vom Himmel her Selbst bestätigt.

12. Du kniest inmitten einer großen Zahl von Engeln und Heiligen, die diesem erhabenen Opfer mit größter Ehrfurcht beiwohnen.

13. Der Herr steht Dir in besonderer Weise auch in allen Deinen zeitlichen Unternehmungen und Anliegen bei.

14. Wenn wir der Heiligen Messe beiwohnen und dabei dieses Heilige Opfer zur Ehre eines Heiligen oder eines Engels vollziehen und Gott für die Gnaden danken, die Er diesen verleiht, so erweisen wir ihnen reichliche Ehre, Freude und Glückseligkeit, und wir werden von ihrer besonderen Liebe und ihrem besonderen Schutz umfangen. Jedes mal, wenn wir die Heilige Messe mitfeiern, wollen wir diese, zusammen mit den anderen Meinungen, auch zur Ehre des Tagesheiligen aufopfern.