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Samstag, 13. Mai 2017

100 Jahre Marienerscheinungen von Fátima



Vor genau einhundert Jahren, zwischen dem 13. Mai und dem 13. Oktober 1917,  fanden die weltberühmten sechs Erscheinungen der Allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria in der Cova da Iria bei Fátima in Portugal statt.

Im Jahre 1917 tobte der erste Weltkrieg in seiner ganzen grausamen Härte. Millionen Menschen starben auf den Schlachtfeldern. In Deutschland herrschte ein schrecklicher Hungerwinter, und viele Menschen starben den Hungertod. Am 6. April traten die USA in den Krieg ein, im Mai begann Lenin in Russland mit seiner gottesfeindlichen Propaganda, und im Oktober kam es dann zur berüchtigten Oktoberrevolution in Russland. Portugal kämpfte an der Seite der Entente gegen die Mittelmächte. Die Menschen auf der ganzen Welt ersehnten den Frieden.

Am 13. Mai 1917, es war der Sonntag vor dem Hochfest Christi Himmelfahrt, hüteten drei kleine Hirtenkinder, die zehnjährige Lúcia dos Santos, ihr neunjähriger Cousin Francisco Marto und ihre siebenjährige Cousine Jacinta Marto auf einer Weide in der Cova da Iria bei dem Örtchen Fátima die Schafe.

Die Kinder waren sehr fromm und beteten gemeinsam den Rosenkranz. Plötzlich leuchtete ein Blitz auf. Die Kinder dachten zunächst, dass ein Gewitter aufziehen würde und fingen an, die Schafe zusammenzutreiben, um schnell nach Hause zu kommen. Doch da leuchtete plötzlich ein zweiter Blitz auf. In diesem Moment erstrahlte auf dem Wipfel einer jungen Eiche eine wunderschöne, liebliche Frauengestalt in hellem Lichtglanz. Die Frau trug ein weißes Kleid, sowie einen weißen Mantel und hielt in ihrer Hand einen weißen Rosenkranz.


Zuerst waren die Kinder erschrocken, fürchteten sich und wollten weglaufen. Aber da sprach die schöne Frau zu den Kindern und beruhigte sie mit den Worten, dass sie vom Himmel käme und dass die Kinder nichts zu fürchten hätten. Sie bat die Kinder, am dreizehnten Tag eines jeden Monats bis Oktober zur gleichen Stunde wie am 13. Mai wiederzukommen. Im Oktober werde sie ihnen dann mitteilen, wer sie sei und was sie wolle.

Die schöne Frau stellte an die Kinder die Frage:

"Wollt ihr euch Gott schenken, um alle Leiden zu ertragen, die Er euch schicken wird, zur Sühne für die Sünden, durch die Er beleidigt wird und als Bitte um Bekehrung der Sünder?"

Als Lúcia dies auch stellvertretend für die beiden jüngeren Kinder bejahte, sagte die schöne Frau:

"Ihr werdet viel leiden müssen. Aber die Gnade Gottes wird eure Stärke sein."

Die schöne Frau bat die Kinder, jeden Tag andächtig den Rosenkranz zu beten, um der Welt den Frieden zu erbitten.

Am 13. Juni 1917, es war das Fest des Heiligen Antonius, des Patrons der Pfarrei von Fátima, hatten die Kinder mit einigen weiteren Menschen die Cova da Iria aufgesucht. Sie beteten gemeinsam den Rosenkranz, als ein Blitz aufleuchtete. Wie im Mai erschien wieder auf dem Wipfel einer jungen Eiche die wunderschöne, liebliche Frau in hellem Lichtglanz.

Als Lúcia die schöne Frau bat, sie doch in den Himmel mitzunehmen, sagte diese:

"Ja! Jacinta und Francisco werde ich bald holen. Du aber bleibst noch einige Zeit hier. Jesus möchte Sich deiner bedienen, damit die Menschen mich erkennen und lieben. Er möchte auf Erden die Andacht zu meinem Unbefleckten Herzen begründen. Wer sie übt, dem verspreche ich das Heil, und die Seelen werden von Gott geliebt sein wie Blumen, die von mir hingestellt sind, um Seinen Thron zu schmücken."

Statue Unserer Lieben Frau von Fátima
bei der Herz-Mariä-Sühne-Andacht
im Sankt-Martinus-Krankenhaus zu Düsseldorf

Am 13. Juli 1917 hatten sich neben den Kindern gut 5000 Menschen in der Cova da Iria eingefunden. Lúcia bat die schöne Frau, doch ihren Namen zu nennen und ein Wunder zu tun. Da sagte die schöne Frau:

"Im Oktober werde ich euch sagen, wer ich bin und was ich wünsche. Ich werde ein Wunder tun, damit alle glauben."

Dann wurde den Kindern die Hölle gezeigt. Sie sahen ein unermessliches Feuermeer und inmitten des Feuers die Dämonen und die Seelen der Verdammten. Da sprach die schöne Frau:

"Ihr habt die Hölle gesehen, auf welche die armen Sünder zugehen. Um sie zu retten, will der Herr die Andacht zu meinem Unbefleckten Herzen in der Welt einführen. Wenn man das tut, was ich euch sage, werden viele Seelen gerettet und der Friede wird kommen. Der Krieg geht seinem Ende entgegen. Aber wenn man nicht aufhört, den Herrn zu beleidigen, wird nicht lange Zeit vergehen, bis ein neuer, noch schlimmerer Krieg beginnen wird."

Dann bat die schöne Frau um die Weihe Russlands an ihr Unbeflecktes Herz, sowie um die Sühnekommunion an den ersten Monats-Samstagen. Sie sprach:

"Wenn man meine Bitten nicht erfüllt, wird sich Unglaube und Irrtum über die ganze Welt
verbreiten und Kriege und Verfolgungen der Kirche hervorrufen; viele Gute werden gemartert werden; der heilige Vater wird viel zu leiden haben; mehrere Nationen werden vernichtet werden. Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren."


Dann lehrte sie die Kinder ein Gebet, welches nach jedem Gesätz des Rosenkranzes gebetet werden solle:
"O mein Jesus,
verzeih uns unsere Sünden.
Bewahre uns vor dem Feuer der Hölle.
Führe alle Seelen in den Himmel,
besonders jene,
die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen."

Originalfoto der drei Seherkinder Lúcia, Francisco und Jacinta

Im August 1917 waren die Erscheinungen von Fátima durch eine glaubensfeindliche und hasserfüllte Presse in ganz Portugal bekannt geworden, obwohl die Presse nur in boshaftester Weise über die Erscheinungen berichtet hatte. Daher pilgerten am 13. August 20000 Menschen in die Cova da Iria. Diese Menschen wurden Zeugen der wunderbaren Naturphänomene wie Blitze und Farben, in die die ganze Gegend gehüllt wurden. Doch die drei Kinder kamen jedoch nicht in die Cova da Iria.

Der Bezirksvorsteher hielt nämlich die Kinder für zwei Tage im Gefängnis von Vila Nova de Ourém gefangen und versuchte, ihnen das Geheimnis zu entlocken, das ihnen die schöne Frau am 13. Juli anvertraut hatte. Doch die Kinder hielten sich an die Weisungen der schönen Frau, über besondere Mitteilungen, die sie ihnen machte, zu schweigen. Selbst als der Bezirksvorsteher drohte, sie in siedendes Öl zu werfen, sagten sie nichts. Statt dessen opferten sie ihre Ängste, ihr Heimweh und ihre Leiden für die Bekehrung der Sünder auf.

Am 15. August 1917, dem Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel, wurden die Kinder aus dem Gefängnis nach Hause entlassen. Am Nachmittag gingen Lúcia , Francisco und dessen Bruder Joâo auf die Weide Valhinhos. Plötzlich spürte Lúcia die Anwesenheit von etwas Übernatürlichem und sie bat Joâo, die zu Hause gebliebene Jacinta zu holen.

Als Jacinta auf der Weide eintraf, erschien die schöne Frau auf einer Steineiche. Sie wiederholte, dass die Kinder am 13. wiederkommen und weiterhin den Rosenkranz beten sollten. Als Lúcia für anempfohlene Kranke Bitten der Genesung aussprach, antwortete die Dame:

"Ja, ich werde im Laufe des Jahres einige gesund machen. Betet, betet viel und bringt Opfer für die Sünder, denn viele Seelen kommen in die Hölle, weil niemand Opfer für sie bringt und für sie betet."


Am 13. September 1917 fanden sich 30000 Menschen in der Cova da Iria ein.

Als die drei Hirtenkinder mit den vielen Menschen den Rosenkranz beteten, verlor die Sonne plötzlich ihren Glanz , so dass die Sterne sichtbar wurden. Eine Lichtkugel schwebte zum Ort der Erscheinungen. Die schöne Frau erschien wieder und sprach:

"Die Leute mögen fortfahren, den Rosenkranz zu beten, um das Ende des Krieges zu erlangen. Im Oktober wird auch der Heiland erscheinen, Unsere Liebe Frau von den Schmerzen und vom Karmel und der Heilige Josef mit dem Jesuskind, um die Welt zu segnen."


Bei der letzten Erscheinung am 13. Oktober 1917 pilgerten 70000 Menschen aus ganz Portugal nach Fátima.

Als Lúcia die schöne Frau wiederholt fragte, wer sie sei und was sie von ihr wolle, antwortete die schöne Frau, dass sie die Rosenkranzkönigin sei und wolle, dass man an diesem Ort eine Kapelle zu ihrer Ehre errichte. Die Muttergottes empfahl, man solle fortfahren, jeden Tag den Rosenkranz zu beten und kam dann zum Zentrum ihrer Botschaft, indem sie sagte:

"Die Menschen sollen sich bessern und um Verzeihung ihrer Sünden bitten. Sie sollen den Herrn nicht mehr beleidigen, der schon so sehr beleidigt worden ist!"

Plötzlich hörte der Regen auf, der die 70000 Menschen völlig durchnässt hatte. Die Wolken zerrissen, und die Sonne wurde sichtbar. Sie war silbern wie der Mond, und mit einem Mal begann die Sonne mit unfassbarer Geschwindigkeit wie ein brennendes Feuerrad um sich selbst zu kreisen. Alle Wolken und Bäume, die Erde der Cova da Iria und alle anwesenden Menschen wurden in grüne, gelbe, rote, violette und blaue Farben getaucht, da die Sonne phantastische Strahlenbündel von sich warf. Dann hielt die Sonne inne, um ein zweites und drittes Mal noch farbenprächtiger und herrlicher zu leuchten. Danach hatten die Menschen den Eindruck, dass die Sonne sich vom Firmament löse und auf die Menge der 70000 stürze. Die Menschen warfen sich auf die Knie in den Schlamm und verrichteten Stoßgebete und Akte der Reue. Die drei Hirtenkinder sahen neben der Sonne die Heilige Familie, wobei der Heilige Josef die Welt mit einem Kreuzzeichen segnete. Daraufhin sah Lúcia unseren geliebten Heiland Jesus Christus, der die Menschen segnete, und nacheinander die Schmerzensmutter und Maria vom Berge Karmel. Die 70000 Menschen stellten nun erstaunt fest, dass ihre zuvor durchnässten Kleider jetzt völlig trocken waren.

Dieses Ereignis ging als das Sonnenwunder von Fátima in die portugiesische Geschichte ein. Alle 70000 Menschen bezeugten dieses Wunder!


Originalfoto von der Menschenmenge an einem Erscheinungstag

Bei den Erscheinungen übergab die Allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria den drei Hirtenkindern Botschaften, die für die ganze Menschheit von immenser Bedeutung sind. So sagte Unsere Liebe Frau von Fátima:

"Betet jeden Tag den Rosenkranz."

"Die Menschen sollen sich bessern und um Verzeihung ihrer Sünden bitten.

"Sie sollen den Herrn nicht mehr beleidigen, der schon so sehr beleidigt worden ist!"

"Betet, betet und bringt viele Opfer für die Sünder. Denn es kommen viele in die Hölle, weil
  niemand für sie opfert und betet."

"Die Welt - Russland - soll meinem Unbefleckten Herzen geweiht werden."

"Den ersten Samstag soll man heiligen, durch die Sühnekommunion."

"Wenn man das tut, was ich wünsche, werden viele Seelen gerettet werden, Russland wird   
  sich bekehren, und es wird Frieden sein."

"Wenn man meine Bitten nicht erfüllt, wird sich Unglaube und Irrtum über die ganze Welt
  verbreiten und Kriege und Verfolgungen der Kirche hervorrufen; viele Gute werden
  gemartert werden; der heilige Vater wird viel zu leiden haben; mehrere Nationen werden
  vernichtet werden."

"Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren."

Die drei Hirtenkinder Lúcia, Francisco und Jacinta

Unsere Liebe Frau von Fátima verlangte also drei Übungen, die von aller größter Bedeutung für unser Ewiges Seelenheil und somit auch für Dich, liebe Leserin, und ebenfalls für Dich, lieber Leser, sind. Diese Übungen sind:

1. Das tägliche Rosenkranzgebet.


2. Sühne und Buße für die Sünder.


3. Die Andacht zum Unbefleckten Herzen Mariens und die Weihe an dieses  

     Herz. 

Neben der Buße und der Sühne und dem täglichen Rosenkranzgebet verlangte Unsere Liebe Frau von Fátima drei hauptsächliche Übungen, die auch Du, liebe Leserin, und Du, lieber Leser, praktizieren solltest. Diese Übungen sind:


1. Zu Ehren der Allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria soll jeder erste

    Samstag im Monat als Herz-Mariä-Sühne-Samstag gefeiert werden.

2. Die Feier des Herz-Mariä-Sühne-Samstags sollte an fünf  

     aufeinanderfolgenden ersten Monatssamstagen im besonderen gefeiert
     werden. Der Beginn dazu ist jederzeit möglich.

3. Die persönliche Weihe an das Unbeflecktes Herz Mariens.


Die Botschaft Unserer Lieben Frau von Fátima ist somit ein eindringlicher Appell an uns, im Geiste der Buße, durch Gebet und Opfer Gottes Erbarmen auf unsere Welt herabzuflehen. Beginnen wir noch heute damit!


 Herz-Mariä-Sühne-Andacht im Sankt-Martinus-Krankenhaus zu Düsseldorf

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