Translate

Samstag, 20. Mai 2017

Über den Sinn der Leiden


Liebe Leserin, lieber Leser, hast Du auch schon einmal gesagt oder gedacht:

"Wenn ein barmherziger und liebender Gott die Welt regiert, so dürfte es in ihr keine Leiden geben!"

Wenn eine schreckliche Katastrophe oder ein großes Unglück geschehen sind, kann man oft in den Medien lesen, dass sich die Menschen fragen, wo Gott bei all diesem Leid gewesen ist, und warum Gott so etwas schreckliches zugelassen hat. Der große Unglaube vieler Menschen führt dann dazu, dass diese Menschen Gott ungerecht anklagen und an Gottes weiser Vorsehung zweifeln, weil es doch in dieser Welt keine Leiden geben dürfte, wenn ein gütiger Gott die Welt regieren würde.

Aber worin solltest Du, lieber Leserin, und Du, lieber Leser, nun den Sinn der Leiden sehen?

Der Heilige Apostel Paulus sagt:

"Mein Sohn, verachte nicht die Zucht des Herrn,
verzage nicht, wenn Er dich zurechtweist.
Denn wen der Herr liebt, den züchtigt Er,
Er schlägt mit der Rute jeden Sohn, der Er gern hat."

(Hebräer 12,6)


Wofür solltest Du also die Leiden halten?

Nun, als gläubiger Christ solltest Du die Leiden für Gnadenerweise halten, durch die Gott Seine Auserwählten zur ewigen Seligkeit führen will.

Viele Menschen wollen jedoch nicht glauben, dass Gott ihr bester Vater ist, weil Er sie mit Leiden heimsucht. "Wo ist denn Gottes Barmherzigkeit und Liebe?" fragen sie, "wenn Unglück über Unglück, wenn Leiden über Leiden über mich hereinbrechen!“ So viele Menschen, die schwach im Glauben sind, fallen dann vom Gott ab und werden mit tiefer Bitterkeit erfüllt. Solche Menschen sind dann der Meinung, dass es gar keinen Gott gibt.

Doch stimmt das überhaupt? Sind die Leiden denn wirklich ein Beweis, dass es gar keinen Gott gibt?

Und worin liegt überhaupt der Sinn der Leiden in dieser Welt?

Nun, der christliche Glaube gibt uns eine klare Antwort auf diese Frage.

Wenn Gott in unserem Leben Leiden zulässt, so tut Er das nur in der besten Absicht für uns. Denn unsere Leiden sollen nach dem Heiligen Willen Gottes für uns zu einer Quelle des Segens werden. Gott liebt einen jeden von uns, aber Seine Liebe zu uns ist nicht blind. Gott hat eben nicht nur unser zeitliches Wohl in dieser Welt im Blick, sondern für Ihn ist vor allen Dingen unser Ewiges Seelenheil von größter Bedeutung.

Unsere Leiden sollen uns von dieser Welt lösen, sie sollen unser Herz frei machen von allem, was uns hindert, zu Gott zu kommen. Erst im Leiden begreifen wir, dass die Erde, auf der wir unser jetziges irdisches Leben verbringen, nicht unsere wahre Heimat ist, und dass wir unsere wirkliche Erfüllung erst durch Gott, in Gott und bei Gott erlangen.

Wir gelangen auf keinem anderen Wege schneller und sicherer zum Himmel, als auf dem dornigen und schmerzhaften Weg der Leiden. Ist es nicht so, dass wir Menschen leider oft erst im Leiden aufwachen und feststellen, dass wir uns auf dem falschen Weg befinden? Finden wir oft nicht erst im Leiden die Kraft, unseren Sinn zu ändern und uns von unseren falschen und sündigen Wegen abzuwenden?

Ja, unsere Leiden sind eine Aufforderung zur Umkehr, zur Buße und zur Besserung.

Liebe Leserin, lieber Leser, nimm also die Leiden, Mühsale und Betrübnisse Deines Lebens im Geiste der Umkehr und der Buße willig auf Dich. Jesus Christus hat Dich durch Sein vergossenes Blut am Kreuz aus der Macht der Sünde, aus der Macht Satans und aus der Macht des Todes befreit.

Denke immer daran, dass das Kreuz und die Sünde in einer engen Beziehung zueinander stehen. Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben, im Kreuz ist Hoffnung.


Durch bereitwillig ertragenes und getragenes Leiden kannst Du Dir Gottes reichen Lohn verdienen und Deine Sündenstrafen schon hier auf Erden sühnen.

Denke immer daran, Deine Leiden werden einmal vergehen, und in der Ewigkeit bei Gott werden sie sich dann in unvergleichliche Freude und in unvergängliche Glückseligkeit verwandeln.

Wenn Du einst bei Gott in der Ewigkeit bist, wirst Du in allen Deinen Leiden, in allen Deinen Mühsalen und in allen Deinen Betrübnissen die gnadenreichen und barmherzigen Fügungen unseres Dich unendlich liebenden Gottes erkennen. 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen